Gemüse unter der Decke angepflanzt

Andere sitzen unter Palmen, ein Ehepaar in Niedervellmar sitzt unter Gurken

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Hier gibt es Gurken von der Decke: Wilfried Paul hält die Ernte aus seinem Gemüsegarten in den Händen: Eine Vesper- und eine Schlangengurke. Auf der rechten Seite wachsen die Tomaten – die meisten sind noch grün.

Prächtig ragen die Schlangengurken aus dem grünen Blattwerk hervor. Nur wenige Zentimeter entfernt hängen einige reife Vespergurken von der Decke.

Und auch die hochgewachsenen Tomatenpflanzen erhalten so langsam ihre rote Farbe. Im Gemüsegarten auf der Terrasse von Gudrun und Wilfried Paul in Niedervellmar herrschen beste Bedingungen. Täglich pflegen sie ihre Gurken und Tomaten liebevoll. „Es wird immer mehr, die Ranken werden immer größer“, erzählt Gudrun Paul stolz.

Seit drei Jahren baut das Ehepaar die beiden Gemüsesorten auf seiner Terrasse an – die Gurken mit einer ungewöhnlichen Technik, die anfangs gar nicht so geplant war. „Wir dachten anfangs, dass eine Stange reicht, aber das wurde alles länger“, erklärt Gudrun Paul den rasend schnellen Entwicklungsprozess ihrer Gurken. „Wir hätten ein Loch in das Dach bohren können oder so wie es jetzt ist.“

Hat sich bis zu den Nachbarn rumgesprochen

Ein Loch im Terrassendach kam für das Ehepaar aus Niedervellmar nicht in Frage, sodass es sich dazu entschied, die Gurken unter dem Dach entlang wachsen zu lassen. Immer wieder baut Wilfried Paul – mithilfe einer Leiter – daher weitere Stangen und Bänder an sein Gestell, damit sein Gemüse weiter wachsen kann – bis die Verlängerung über die gesamte Breite der Terrasse ragt. „Andere sitzen unter Palmen, ich sitze unter Gurken“, sagt Wilfried Paul, der auf seiner Terrasse eine Sitzgelegenheit aufgebaut hat, und seine Frau ergänzt: „Das ist schon schön im Sommer, wenn man hier sitzt.“

Auch bei den Nachbarn hat sich die Anbautechnik schon herumgesprochen. Marlene Kühm ist die dritte Nachbarin, die versucht, ihre Gurken genauso wie das Ehepaar Paul zum Wachsen zu bringen. Bei ihr klappt es allerdings noch nicht so richtig, wie sie erzählt. „Dass das so gelingt wie hier, da gehört schon viel Liebe dazu.“ Neben der täglichen Pflege kommt auch Blaukorn-Dünger bei Hobbygärtner Wilfried Paul zum Einsatz. Denn: „Ein bisschen düngen muss man schon“, erklärt er.

Verwertet werden die Gurken beim Ehepaar Paul meist in einem Salat – beispielsweise mit Radieschen und Krautsalat. „Gurken und Tomaten essen wir am liebsten. Die schmecken auch – da ist keine Chemie drin“, sagt Gudrun Paul. Doch so viele Gurken, wie auf der Terrasse wachsen, können die beiden gar nicht essen. Deshalb verteilen sie immer wieder einige an die Nachbarn, bei denen diese sehr gut ankommen.

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