Ansturm auf Badespaß blieb aus

Vor allem Freibad Vellmar litt am Sonntagvormittag unter den kalten Temperaturen

Spielen im Wasser macht Spaß: Adam (5, von links), Jasmin (9), Sophia (9) und Luana (9) planschten kräftig in Vellmar. Mama Angelique Musick passte auf, dass sie es nicht übertrieben.
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Spielen im Wasser macht Spaß: Adam (5, von links), Jasmin (9), Sophia (9) und Luana (9) planschten kräftig in Vellmar. Mama Angelique Musick passte auf, dass sie es nicht übertrieben.

Am Wochenende öffneten die Freibäder in Vellmar und in Wattenbach zum ersten Mal nach dem Lockdown. Doch von einem Ansturm auf Liegewiesen, Wasserrutschen und Schwimmerbecken konnte keine Rede sein.

Vellmar/Söhrewald – Schuld waren offenbar die Unsicherheit vieler über die Regularien des Badbesuchs und das teilweise kühle Wetter. Beide Bäder werden nicht beheizt. Am Sonntagnachmittag kamen zwar mehr Badegäste. Aber nicht so viele, als dass man sich Sorgen um die Corona-Abstandsregeln hätte machen müssen.

Im Waldschwimmbad Wattenbach, das von einem Förderverein betrieben wird, war man trotzdem zufrieden. Es hatte schon ab Samstagmittag geöffnet, ebenso der angeschlossene Kiosk. Schon bald seien 50 Badelustige gekommen, berichtete Julia Kaiser, die für die DLRG Söhrewald auch auf die Sicherheit der Badegäste und die Einhaltung der Regeln achtet. Für den Sonntag hatten sich rund 100 Besucher telefonisch angekündigt. 150 dürfen es nach Corona-Regeln sein. „Wir aktualisieren auf unserer Website ständig die Besucherzahlen“, erklärte Gisela Grunert vom Förderverein. So konnte jeder vorher schauen, ob es sich lohnt, ins Bad zu fahren.

Das Waldschwimmbad ist an das Luca-App-System angeschlossen. Auf diese Weise geht die Registrierung am schnellsten. „Das ging problemlos“, sagte Kathrin Partsch aus Söhrewald, die mit ihrer Tochter Laura und ihrer Patennichte Paula die Nachmittagssonne und die Abkühlung im Wasser genoss. Es sei schon ein „komisches Gefühl“ wieder mal ganz ohne Maske herumlaufen zu können, meinte Partsch. Der 180 Mitglieder zählende Förderverein hatte schon im letzten Sommer Erfahrungen mit dem Betrieb unter Corona-Bedingungen gesammelt. Wirtschaftlich gesehen sei man dabei ohne Verluste herausgekommen, sagte Grunert. Die erneute Öffnung sei keine Frage gewesen: „Wasser muss sowieso rein, die Pumpen müssen laufen, sonst gibt es Folgeschäden.“

Mit Taucherbrille ins kühle Nass: Laura (9) freute sich mit ihrer Mutter Kathrin Partsch über den ersten Ausflug ins Waldschwimmbad Wattenbach.

Das Freibad Obervellmar war dagegen im ersten Corona-Jahr geschlossen. Das habe sich beim Aufwand für die Wiedereröffnung bemerkbar gemacht, sagte Betriebsleiterin Dagmar Zinn. Sie und ihr Team hatten am Sonntagvormittag wenig zu tun. Nur gut eine Handvoll Badegäste stellte sich beim ersten „Zeitfenster“ zwischen 9 und 12 Uhr ein. Dafür habe es am Samstag viele Anrufe verunsicherter Leute gegeben, die noch nicht wussten, wie die Anmeldungen funktionieren und welche Hygieneregeln gelten.

Anmelden und bezahlen konnte man im Online-Ticketshop der Stadt oder telefonisch. „Ich hoffe, unsere Frühschwimmer und Stammgäste kommen wieder zurück“, sagte Zinn. Der richtige Ansturm werde wohl an den nächsten richtig heißen Tagen kommen. Auch am frühen Sonntagnachmittag waren schon deutlich mehr Gäste im Bad, erlaubt sind 400. „Es ist so schön, wieder hier zu sein. Die Kinder haben ständig gefragt, wann es losgeht“, sagte Badegast Angelique Musick.(Von Peter Dilling)

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