Im Bäckerlädchen solle es keinen anonymen Verkauf geben

Nach Petition und HNA-Bericht: Bäckerei bleibt in Vellmar

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Geschäftsübergabe: Martin Klabunde übergibt die Bäckerei am Rheinstahlring in die Hände von Daniela Lichtenberg. In Zukunft heißt der Laden „Das Bäckerlädchen“.

Die Brötchenliebhaber in Vellmar-West können sich freuen: Es wird auch weiterhin einen Bäcker am Rheinstahlring geben. „Das Bäckerlädchen“ wird in Zukunft die gewohnten Waren anbieten.

Nach der Übernahme der Bäckerei Klabunde durch Thiele-Apel stand die Filiale am Rheinstahlring vor der Schließung. Nun hat Geschäftsführer Martin Klabunde im Ehepaar Lichtenberg Nachfolger gefunden. Ab Sonntag, 21. Oktober, stehen sie gemeinsam hinter der Theke. Bis dahin werden sie von den Klabunde-Mitarbeiterinnen eingearbeitet.

Die Backwaren werden ab dem 29. Oktober von der Bäckerei Amthor aus Hofgeismar angeliefert und vor Ort frisch aufgebacken. Das Sortiment soll weiterhin Brötchen, Backwaren und Torten umfassen. Auch die Öffnungszeiten werden beibehalten.

Mit Daniela und Karsten Lichtenberg habe Martin Klabunde bereits vor einiger Zeit über eine eventuelle Übernahme gesprochen. Die Petition der Kunden und der begleitende Bericht in der HNA hätten die Gespräche neu aufkommen lassen. Nun wurde am Dienstag um 18 Uhr der Vertrag unterschrieben.

Die neuen Geschäftsführer haben bereits Erfahrung im Bäckereigeschäft. Sie führten mehrere Filialen, zum Beispiel einen „Lecker Bäcker“ und ein Geschäft in einem Teegut-Supermarkt. Nun erfüllt sich Daniela Lichtenberg den Traum, ihre eigene Bäckerei zu leiten. „Ich habe schon immer Spaß an der Arbeit gehabt“, sagt sie. Im Bäckerlädchen solle es keinen anonymen Abverkauf geben. In einer kleinen Bäckerei wie der in Vellmar sei immer Zeit für ein nettes Gespräch und einen gemeinsamen Kaffee. Diese Dorfgemeinschaft, die sie vor Ort spüre, habe sie auch zu der Namensgebung bewogen. „Ich freue mich jeden morgen, wenn ich die Kunden sehe.“

Karsten Lichtenberg führt im Sommer einen Imbisswagen. Wenn das Geschäft gut läuft, können er und seine Frau sich vorstellen, auch weiteres Personal einzustellen.

„Ich habe schon viele Filialen geöffnet und auch geschlossen. Aber nie habe ich so eine Reaktion wie in Vellmar erlebt“, sagt Martin Klabunde. Er freut sich, einen Nachfolger gefunden zu haben. Nun müssten die Kunden ihr Versprechen auch einhalten und den örtlichen Bäcker weiterhin wahrnehmen.

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