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Baugebiet Vellmar-Nord auf der Zielgeraden 

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Von: Alia Diana Shuhaiber

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Voll erschlossen: Im 16 Hektar großen Baugebiet Vellmar-Nord sind alle Vorbereitungen für den Bau von Häusern getroffen. Unsere Luftaufnahme ist im vergangenen Sommer entstanden.
Voll erschlossen: Im 16 Hektar großen Baugebiet Vellmar-Nord sind alle Vorbereitungen für den Bau von Häusern getroffen. Unsere Luftaufnahme ist im vergangenen Sommer entstanden. © Ruth Brosche

Bislang musste die Vermarktung Vellmar-Nord immer wieder verschoben werden. Bürgermeister Manfred Ludewig ist aber zuversichtlich, dass die ersten Grundstücke im Herbst verkauft werden können. Dazu Fragen und Antworten.

Vellmar – Der Wohnungsmarkt im Landkreis Kassel ist seit Jahren angespannt – die Nachfrage nach Bauplätzen ist hoch. Allein für das Baugebiet Vellmar-Nord haben mittlerweile knapp 2900 Menschen Interesse an einem Grundstück bekundet.

Wie ist der aktuelle Stand? Der Vorstufenausbau ist abgeschlossen. Die Baustraßen sind angelegt, die Schmutz- und Regenwasserentsorgung, Straßenbeleuchtung und die Versorgungsleitungen sind fertiggestellt.

Was muss vor der Vermarktung noch erledigt werden? Die Stadtverordneten müssen die neu kalkulierten Baupreise, das Vergabeverfahren und den Abschluss des Bauumlegungsverfahrens beschließen. Auch die Anpassung der Ablöseverträge mit den Alteigentümern, die ein Vorkaufsrecht besitzen, muss noch erfolgen. Das soll in der letzten Sitzung vor der Sommerpause im Juli geschehen. Darüber hinaus laufen Gespräche mit der EAM zur Nahwärmeversorgung.

Warum müssen die Preise neu kalkuliert werden und wie werden die Grundstücke vergeben? In einem Teil des Baugebiets wurden Bodenverunreinigungen festgestellt, die beseitigt wurden. Die Kosten dafür fließen in die Kalkulation des Quadratmeterpreises ein. Ursprünglich sollte der Preis zwischen 185 Euro und 235 Euro pro Quadratmeter inklusive Erschließung kosten. Aufgrund der enormen Nachfrage soll per Los über die Vergabe der Grundstücke entschieden werden. Für den Bau von Ein- und Zwei-Familien-Häusern gibt es nur 126 Bauplätze. Die ersten Interessenten hatten sich bereits vor zwei Jahren für den Kauf eines Grundstücks beworben. Deshalb ist unklar, wie viele der 2900 Bewerber noch an einem Bauplatz interessiert sind. Laut Stadtverwaltung wurde deshalb eine Firma mit der Bewerbersondierung beauftragt.

Wird an den Kita-Plänen festgehalten? Ja. Es gibt seit über einem Jahr Gespräche mit der evangelischen Kirchengemeinde als möglichen Kindertagesstättenbetreiber. Angedacht ist eine Einrichtung mit vier Kita- und zwei Krippengruppen. Die Stadtverordneten hatten bereits im März 2021 über einen Vertragsentwurf abgestimmt, der das Vorhalten eines 3500 Quadratmetergroßen Grundstückes für den Bau einer Kita in Trägerschaft der evangelischen Kirche beinhaltet.

Was müssen Baufamilien beachten? Laut Städtebaulichem Vertrag handelt es sich um ein Energie-Plus-Quartier. Baufamilien müssen ihre Häuser so planen, dass sie nachweislich mehr Energie produzieren, als sie selbst verbrauchen. Das kann beispielsweise über die Installation von Fotovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder auch Geothermie-Anlagen erfolgen.

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