Jetzt werden die Preise gemacht

Beratungen über Städtebaulichen Vertrag für Baugebiet Vellmar-Nord

Das Baugebiet Vellmar-Nord von oben.
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Das Baugebiet Vellmar-Nord von oben.

Wie teuer wird ein Grundstück im neuen Baugebiet Vellmar-Nord? Diese Frage brennt den 1950 potenziellen Häuslebauern, die ihr Kaufinteresse bereits bekundet haben, unter den Nägeln.

Vellmar – Nun wird die Frage endlich beantwortet. Denn die Stadtverwaltung steht kurz vor der Vermarktung des Baugebiets Vellmar-Nord.Damit die ersten Grundstücke im kommenden Jahr angeboten werden können, hat Bürgermeister Manfred Ludewig den Stadtverordneten am Montagabend in der Mehrzweckhalle Frommershausen die dazu nötigen Unterlagen vorgelegt.

Konkret geht es in den Anträgen um die Festsetzung der Grundstückspreise, das Vorhalten eines Grundstücks für eine weitere Kita und den Städtebaulichen Vertrag, der mit verbindlichen Vorgaben für den Käufer verbunden ist. Denn Vellmar-Nord soll ein klimafreundliches Energie-Plus-Quartier werden.

Nun müssen die Stadtverordneten über diese Anträge beraten. Am 8. Februar könnte es dann soweit sein. Voraussetzung: Das Stadtparlament beschließt die Vorlagen und gibt der Vermarktung damit grünes Licht.

Die Grundstückspreise

Das Baugebiet Vellmar-Nord ist in fünf allgemeine Wohnbereiche (WA) eingeteilt. Für die günstigsten Grundstücke – laut aktueller Kalkulation – bewegen sich die Preise zwischen 185 Euro und 235 Euro pro Quadratmeter. „Die Preisbildung hängt mit der baulichen Nutzbarkeit zusammen, sie beinhalten auch die Erschließungskosten“, erklärt Bürgermeister Manfred Ludewig.

Die Hessische Landgesellschaft ist Partner der Stadt und übernimmt alle Aufgaben von der Erschließung bis zum Verkauf. Allein die Erschließungskosten für das 16,2 Hektar große Gebiet liegen bei rund 12,6 Mio Euro. „Die Grundstückspreise sind so kalkuliert, dass alle Ausgaben gedeckt werden, also kein Gewinn entsteht“, erklärt Ludewig.

Wer beim Grundstückskauf zum Zug kommt, ist noch nicht abschließend festgelegt. Möglich sind laut Ludewig drei Verfahren: Eingang der Bewerbung, Höchstgebot auf ein Grundstück oder ein Losverfahren.

„Wir schlagen vor, die Vergabe der Baugrundstücke für die Einfamilienhäuser und Reihenhäuser über ein Losverfahren vorzunehmen“, sagt Ludewig. Für die Vermarktung der Baugrundstücke für den Geschosswohnungsbau schlägt Ludewig vor, diese auf der Grundlage von Bebauungskonzepten zu entscheiden.

Grundstück für Kita

Mit dem wachsenden Baugebiet Vellmar-Nord wird wohl auch die Zahl der Kinder in Vellmar steigen. „Wir haben deshalb vorsorglich beim Landkreis eine weitere Kindertagesstätte zur Bedarfsdeckung bis 2024 für Finanzierungshilfen angemeldet“, sagt Ludewig. Die evangelische Kirchengemeinde Vellmar habe grundsätzlich Interesse gezeigt, die Trägerschaft für den Betrieb der Einrichtung zu übernehmen. Damit würde neben der katholischen Kita Heilig-Geist eine zweite Betreuungseinrichtung in kirchlicher Trägerschaft gebaut werden. Für die mögliche Umsetzung soll ein 3500 Quadratmeter großes Grundstück vorgehalten werden.

Städtebau-Vertrag

Im Baugebiet sollen Gebäude, gemäß des integrierten Energie- und Quartierskonzepts, in einem Passivhaus-Standard gebaut werden, die sich langfristig durch niedrige Energiekosten auszeichnen. Durch erneuerbare Energieerzeugung auf dem Grundstück soll der gesamte Energiebedarf für Wärme, Elektrizität und Mobilität pro Jahr gedeckt werden. Das heißt: Es muss so viel Energie erzeugt werden, wie verbraucht wird. Laut Ludewig ist dafür erforderlich, dass bereits beim Einreichen des Bauantrags nachgewiesen werden kann, dass das Gebäude nach Passivhaus-Standard errichtet werden soll. (Alia Shuhaiber)

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