Schulen im Landkreis werden mit Geräten ausgestattet

Wegen Corona: Grundschule Frommershausen in Vellmar hat Luftfilter bekommen

Die ersten mobilen Luftfilter sind in den Schulen des Landkreises angekommen. Das Schulleitungsteam Simone Neß (links) und Andreas Wünsch (rechts) von der Grundschule Frommershausen bedankt sich bei Landrat Andreas Siebert für die Ausstattung der Klassen- und Mehrzweckräume.
+
Die ersten mobilen Luftfilter sind in den Schulen des Landkreises angekommen. Das Schulleitungsteam Simone Neß (links) und Andreas Wünsch (rechts) von der Grundschule Frommershausen bedankt sich bei Landrat Andreas Siebert für die Ausstattung der Klassen- und Mehrzweckräume.

Damit es im Winter in den Schulen nicht erneut bitterkalt wird, hat der Landkreis Kassel als Schulträger 556 mobile Luftfilter gekauft.

Vellmar – Die ersten Geräte konnten jetzt aufgestellt werden. Die Grundschule Frommershausen in Vellmar gehört zu den ersten Einrichtungen, die mit den mobilen Luftfiltern ausgestattet wurden. „Bisher haben wir permanent quergelüftet, darauf können wir jetzt hoffentlich verzichten“, sagt Schulleiter Andreas Wünsch. Im vergangenen Winter hätten die Schüler noch in dicken Jacken und in Decken eingehüllt am Unterricht teilnehmen müssen. Es sei schon eine große Erleichterung, jetzt die geräuscharmen Raumlüfter nutzen zu können.

Dass die Geräte funktionieren, würden auch die CO2-Messgeräte belegen, mit denen die Klassenzimmer schon eine geraume Zeit lang bestückt sind. Die Kohlenstoffdioxid-Werte würden seit dem Einsatz der Luftfilter deutlich langsamer steigen, sodass nur noch alle 20 bis 30 Minuten stoßgelüftet werden müsse. „Das gibt den Schülern und uns ein Gefühl von Sicherheit“, sagt Simone Neß vom Schulleitungsteam.

Die mobilen Lüfter sollen bis Dezember an allen Schulen flächendeckend für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 aufgestellt werden. Der Landkreis hat sich ganz bewusst dazu entschieden, diese Klassen auszustatten, weil Kinder unter 12 Jahren aktuell noch nicht gegen Corona geimpft werden. Landrat Andreas Siebert nennt aber noch einen weiteren Aspekt: „Je besser wir die Kinder schützen, umso besser schützen wir auch die Älteren.“ So könne das Risiko minimiert werden, dass die Kinder das Virus aus der Schule mitbringen. Er betont aber auch, dass die Raumlüfter nur einen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie darstellen. „Wir schalten damit die anderen Maßnahmen wie Lüften, Maske tragen und Abstand halten nicht aus.“ Die Anschaffung sei vor allem präventiv mit Blick auf den kommenden Winter und auch darüber hinaus, damit der Schulbetrieb aufrechterhalten werden kann. „Wir investieren rund 1,7 Millionen Euro inklusive Wartung und Energiekosten“, sagt Siebert. Etwa 12 000 Kinder im Landkreis würden davon profitieren. Das sind über 50 Prozent der Schüler. Ob der Landkreis für die Anschaffung Förderprogramme nutzen kann, sei noch unklar. „Es sieht wohl so aus, dass Bund und Land nur dann mobile Raumluftfilter fördern, wenn die Räume, in denen sie aufgestellt werden, nicht gelüftet werden können.“ Das zeige leider, dass manche Förderrichtlinien an den Bedarfen vor Ort vorbeigingen. (Alia Shuhaiber)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.