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Freier Eintritt in Vellmarer Bädern

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Von: Alia Diana Shuhaiber

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Weil Kinder und Jugendliche in der Pandemie besonders gelitten haben, können sie als kleine Entschädigung kostenlos ins Schwimmbad gehen. Unser Bild zeigt das Freibad Obervellmar.
Weil Kinder und Jugendliche in der Pandemie besonders gelitten haben, können sie als kleine Entschädigung kostenlos ins Schwimmbad gehen. Unser Bild zeigt das Freibad Obervellmar. © Matthias Hamenstädt

Freien Eintritt im Schwimmbad bieten viele Kommunen schon seit dem vergangenen Jahr an – jetzt zieht die Stadt Vellmar nach.

Vellmar – Kinder und Jugendliche dürfen ab Sonntag kostenlos das Hallenbad in der Stadtmitte und das Freibad Obervellmar nutzen. Das haben die Stadtverordneten am Montagabend in der Mehrzweckhalle Frommershausen einstimmig beschlossen. Allerdings gab es aufgrund der jüngsten Ereignisse in Kassel auch Bedenken ob der Sicherheit in den Bädern.

„Vor allem Kinder und Jugendliche waren in den vergangenen zwei Jahren stark von der Corona-Pandemie betroffen“, begründete Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD) die Verwaltungsvorlage. Vereine, Schulen, Kindergärten und andere Institutionen hätten die Bäder während der Lockdowns nicht wie gewohnt nutzen können. Nun wolle man den Kindern und Jugendlichen zumindest ansatzweise etwas zurückgeben. Allerdings soll das Angebot zunächst nur bis zum 31. Dezember gelten. „Wir wissen, dass es in anderen Bädern Probleme gab mit Gewalttätigkeiten“, sagte Ludewig. Die Stadtverwaltung werde das Verhalten in den Vellmarer Bädern beobachten und dann über eine mögliche Verlängerung des Angebots mit den Stadtverordneten beraten.

Die CDU befürwortet das Angebot. Vielleicht könnten so neue Badegäste für die Vellmarer Bäder gewonnen werden. Michael Stöter fragte aber auch: „Wie soll denn gehandelt werden, wenn es Probleme im Bad gibt?“

In der Vergangenheit hatte es schon einmal Probleme mit einer Gruppe junger Erwachsener im Hallenbad gegeben. Seinerzeit hatte die Verwaltung einen Sicherheitsdienst engagiert. „Sollte es wieder nötig sein, werden wir erneut einen Sicherheitsdienst anfordern“, antwortete Ludewig. Dass es zu Konflikten wie zuletzt in Kassel kommen könnte, glaubt der Verwaltungschef nicht. „Wir hoffen, dass alle friedlich ihre Bahnen ziehen werden.“

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