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Grundstücke in Vellmar-Nord werden teurer

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Von: Sebastian Schaffner

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Voll erschlossen: Im 16 Hektar großen Baugebiet Vellmar-Nord sind alle Vorbereitungen für den Bau von Häusern getroffen. Unsere Luftaufnahme ist im vergangenen Sommer entstanden.
Voll erschlossen: Im 16 Hektar großen Baugebiet Vellmar-Nord sind alle Vorbereitungen für den Bau von Häusern getroffen. Unsere Luftaufnahme ist im vergangenen Sommer entstanden. © Ruth Brosche

Viel ist in den vergangenen Jahren geredet worden über Vellmar-Nord. Viel passiert ist auf dem mit 16 Hektar größten Baugebiet im Landkreis Kassel allerdings noch nicht. Das soll sich nun ändern.

Vellmar – Wer im Baugebiet Vellmar-Nord ein Haus bauen möchte, wird mehr Geld in die Hand nehmen müssen. Bauplätze für Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser werden wohl 37 Euro pro Quadratmeter teurer als geplant. So steht es in einer Beschlussvorlage, über die das Stadtparlament am kommenden Montag entscheiden soll.

„Wir sind jetzt auf der Zielgeraden dieses großen, wegweisenden Projekts“, sagte der Erste Stadtrat Hans Georg Trust (SPD) in den drei Fachausschüssen des Stadtparlaments. Die Gremien, die Empfehlungen für die Stadtverordnetenversammlung abgeben, haben mehrheitlich für eine Anhebung der Grundstückspreise gestimmt.

Die bisherige Kalkulation beruht auf Daten aus dem Herbst 2020. Da sich seitdem die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen grundlegend geändert haben, müssten die Verkaufspreise neu kalkuliert werden, um nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben, sagte Kämmerer Karsten Milzarek-Staub. „Unser Leitgedanke ist, finanzielle Risiken für den städtischen Haushalt möglichst auszuschließen.“

Bislang hatte die Stadt mit 185 bis 235 Euro pro Quadratmeter gerechnet, je nach Größe des Grundstücks. Insgesamt umfasst das Areal rund 140 Einzelflächen, aufgeteilt in fünf Kategorien (WA). Allein 126 Grundstücke sind für den Bau von Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern vorgesehen. Sie gehören zu den Kategorien WA1 und WA2. Für die erste Grundstückskategorie will die Stadt nun 222 Euro pro Quadratmeter aufrufen. Das sind 37 Euro mehr als bisher. Das würde für einen kleinen Bauplatz mit rund 450 Quadratmetern inklusive Erschließung einen Kaufpreis in Höhe von gut 100 000 Euro bedeuten. Für ein 1250-Quadratmeter-Grundstück würden rund 276 000 Euro fällig – nur für das Grundstück wohlgemerkt. Auch WA2-Flächen sollen für 37 Euro mehr als bisher kalkuliert vermarktet werden: 232 Euro pro Quadratmeter. „Wir sind der Auffassung, dass diese Preise die aktuellen Marktgegebenheiten im Kasseler Becken widerspiegeln“, sagte Milzarek-Staub. Die weiteren Grundstücke (WA3 bis WA5) sind für den mehrgeschossigen Wohnungsbau vorgesehen. Hier soll der Quadratmeter nun 252 bis 297 Euro kosten (statt 205 bis 235 Euro).

Über die Preise entscheiden werden die Stadtverordneten in einer öffentlichen Sitzung am Montag, 5. Dezember, ab 19.30 Uhr in der Kulturhalle Niedervellmar. Folgen die Abgeordneten den Empfehlungen der Ausschüsse, können den Reden auch Taten folgen.

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