Am Hallenbad trifft man den Rentner immer wieder

Opa Klaus verkauft seit Jahren Weihnachtsbäume in Vellmar

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Begeisterter Weihnachtsbaum-Verkäufer: Klaus Danowsky, der seit vielen Jahren auf dem Parkplatz am Vellmarer Hallenbad selbst geschlagene Bäume verkauft und mit Rat und Tat zur Seite steht. 

Am Weihnachtsbaumverkauf von Opa Klaus in Vellmar herrscht Hochbetrieb. Für gute Bäume vertraut der Rentner seit Jahren auf seine Geheimrezepte. 

Trotz leichtem Regen zieht der Baumverkauf von Opa Klaus an diesem Nachmittag Kunde um Kunde an. Opa Klaus heißt eigentlich Klaus Danowsky, aber bekannt ist er an seinem Stand am Vellmarer Hallenbad vor allem als Opa Klaus.

400 Nordmanntannen auf seinem Feld geschlagen

Niemand, der zu seinem Stand kommt geht, ohne dass der flotte 78-Jährige ihm eine Anekdote oder Weisheit zu Weihnachtsbäumen mit auf den Weg gibt. „Wir haben hier für jeden was, vom Zeitungsausträger bis zum Richter“, sagt Opa Klaus. Hauptsächlich sind es Nordmanntannen, die Danowsky in seinem Areal auf dem Parkplatz des Hallenbads aneinandergereiht aufgestellt hat, dazwischen ragen Blaufichten empor. 400 Stück hat er in diesem Jahr auf seinem eigenen Feld in Breuna geschlagen und verkauft sie nun. „Wir schlagen die Bäume bei Safthochstand, da ist der Saft in den Bäumen am höchsten“, erklärt er sein Geheimrezept. Das sei immer im Zeitraum zwischen Ende November und Anfang Dezember. „Dann kannst du den Baum locker bis Mitte Januar in der Wohnung stehen lassen“, erklärt er weiter. Denn der Saft werde so am besten gespeichert und der Baum habe den höchsten Frischegrad.

Am beliebtesten sei ganz klar die Nordmanntanne. Blaufichten verkauft er seltener. „Die Leute wollen mittlerweile auch eher kleinere, formgeschnittene Bäume.“ Aber auch drei bis vier Meter große Bäume habe er schon verkauft. Seit dem 13. Dezember 2018 steht er tagtäglich in Regenjacke und dunkelgrüner Schürze am Hallenbad. Die meisten seiner Kunden kämen erfahrungsgemäß jetzt in der Woche vor Weihnachten. Dabei ist dem 78-Jährigen eins wichtig: „Für einen Baumkauf muss man sich Zeit nehmen, das geht nicht zack zack. Ich will, dass die Leute Spaß dabei haben“, sagt er und die Freude ist ihm ins Gesicht geschrieben. Der Rentner nimmt sich für jeden seiner Kunden Zeit. Da wird sich auch schon mal mit Umarmung begrüßt und mit einem „Schönen Baum haste da, frohe Weihnachten“, verabschiedet.

Die einzelnen Schritte laufen bei dem Baum-Fachmann wie aus dem Effeff. Hat ein Kunde seinen Wunschbaum gefunden, packt Danowsky den Baum, zieht ihn entweder hinter sich her oder befördert ihn mit einer kleinen Sackkarre und schiebt ihn in eine der Trommeln. Auf der einen Seite hineingeschoben, kommt er auf der anderen Seite fertig vernetzt hinaus und kann ins Auto befördert werden. 50 Euro nimmt er für eine durchschnittlich große Nordmanntanne. Ums Geld gehe es ihm aber nicht. Bleiben an Heiligabend noch Bäume übrig, dann stellt er sie vor die Tore seines Baumverkaufs. „Dann bekommen auch diejenigen einen Baum, die ihn sich sonst nicht leisten könnten“, sagt Opa Klaus. Weihnachten sei schließlich für alle da.

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So bleibt der Weihnachtsbaum grün

Bei falschem Vorgehen kann der Weihnachtsbaum schnell nadeln. Damit das nicht passiert, gibt es einige Tricks. Verkäufer Klaus Danowsky hat uns ein paar genannt, damit der Baum schön lange grün bleibt: 

  • Häufig gießen: Wichtig sei es, den Baum regelmäßig zu gießen, vor allem in den ersten Tagen in denen er in der Wohnung steht. 1-3 Liter am Tag brauche der Baum. Gießt man ihn regelmäßig, bleibt er umso länger frisch. 
  • Mineralwasser verwenden: Häufig werde Frostschutz für die Bäume empfohlen, davon rät Danowsky ab. Er empfiehlt, Mineralwasser in die Bäume zu gießen. Die Kohlensäure-Bläschen täten ihm besonders gut. 
  • Kühl platzieren: Die Haltbarkeit kann positiv beeinflusst werden, wenn der Baum an einem kühlen und windgeschützten Ort platziert wird, bevor er aufgestellt wird – etwa im Keller oder auf dem Balkon. 

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