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Mannschaften traten beim Kasseler Kreisentscheid der Feuerwehrjugend an

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Von: Lutz Herzog

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Schlauchanschließen an die Pumpe: Aus vier Teilstücken zusammengesetzt muss der Pumpschlauch angeschlossen werden, um das Löschwasser zu fördern. Hier zeigt die Jugendfeuerwehr Kassel-Wolfsanger ihr Können.
Schlauchanschließen an die Pumpe: Aus vier Teilstücken zusammengesetzt muss der Pumpschlauch angeschlossen werden, um das Löschwasser zu fördern. Hier zeigt die Jugendfeuerwehr Kassel-Wolfsanger ihr Können. © Lutz Herzog

Dass die vielen Übungsstunden der Feuerwehrjugend in Stadt und Kreis Kassel Früchte getragen haben, hat sich am Sonntag in Vellmar gezeigt. Dort waren elf Mannschaften zum Kreisentscheid angetreten.

Vellmar – Bei den Staffeln setzte sich die Wehr aus Naumburg-Altenstädt durch. Schauenburg-Hoof gewann für den Landkreis als beste Gruppe und für Kassel stand Nordshausen-Brasselsberg auf dem Siegerpodest auf dem Sportplatz am Mittelring.

Es war heiß an diesem Tag, an dem die Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren in voller Montur die Übungen absolvieren mussten. Im ersten Teil ging es darum, eine Löschstrecke zu einem Brandherd zu legen, bei dem das Löschwasser aus einem Teich gewonnen werden sollte. Dazu mussten vier schwere Teilstücke zu einem langen Schlauch zusammengeschraubt werden, der an die Pumpe angeschlossen wurde. Im Sprint mussten dann die 20 und 15 Meter langen B- und C-Schläuche ausgelegt und an eine Kupplung angeschlossen werden, um das Wasser zu verteilen. Um das Ganze zu erschweren, galt es unterwegs noch ein drei Meter hohes Hindernis zu überwinden und durch eine fast zehn Meter lange Röhre zu krabbeln. Schwer atmend warteten die Jugendlichen auf das erlösende Kommando „Wasser marsch!“, mit dem dieser Teil der Übung beendet wurde.

„Auf jeden Fall sind wir alle sehr froh, dass wir wieder Wettkämpfe austragen können“, sagte Franziska Seeger, Kreisjugendfeuerwehrwartin am Rande der Veranstaltung. „Die Pandemie hat uns alle hart getroffen. Umso mehr sind die Jugendlichen jetzt motiviert, ihr Können in Wettbewerben unter Beweis zu stellen.“

Klettern war gefragt beim Überwinden der Hindernisse: Numan Benek (15, oben) und Maximilian Böhm von der Feuerwehr Kassel-Nordshausen hatten keine Mühe damit.
Klettern war gefragt beim Überwinden der Hindernisse: Numan Benek (15, oben) und Maximilian Böhm von der Feuerwehr Kassel-Nordshausen hatten keine Mühe damit. © Lutz Herzog

Der zweite Teil des Kreisentscheides bestand aus einem Staffellauf, der bei den hohen Temperaturen den Aktiven den Schweiß von unter dem Helm übe die Stirn rinnen ließ. Nur für diese Übung durften sie die schweren Einsatzschuhe gegen Laufschuhe tauschen. An den verschiedenen Stationen war Geschick gefragt.

Ein Schlauch musste fachmännisch aufgerollt werden, beim Anziehen der Feuerwehrkleidung kam es auf Schnelligkeit an, Fingerfertigkeit war beim Knotenknüpfen gefragt und Zielsicherheit beim Werfen eines mit Sand gefüllten Beutel, der zwischen Stangen im Laufen platziert werden musste. Die Wertungsrichter, die mit ihren Klemmbrettern die Aktion begleiteten, schauten genau hin, um jeden Handgriff zu bewerten. Nach der Übung gab es dann auch gleich die Manöverkritik, die sich aber bei allen Gruppen in Grenzen hielt. Beim Zuschauen gewann man den Eindruck, dass alles richtig gemacht wurde, aber kleine Fehler, die im Einsatzfall entscheidend sein können, sehen schließlich auch nur die Fachleute.

Die Zuschauer hatten es bequemer als die Teilnehmer. Sie hatten es sich unter schattenspendenden Pavillons gemütlich gemacht, und feuerten die Teilnehmer aus ihrem Ort lautstark an. Für Speisen und Getränke hatte die Feuerwehr Vellmar gesorgt. Ein ständig belagerter Imbissstand mit Wurst vom Grill und Pommes, sowie ausreichend gekühlte Getränke versorgte die Aktiven, Offiziellen und Besucher.

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