Neue Liebe für den Ganter

Nach verzweifelter Suche im Ahnepark: Höckergans bekommt neue Partnerin

Der Ganter hat jetzt eine neue Partnerin an seiner Seite. Die braune Höckergans wurde vor Kurzem von Nadine Siegmund in den Ahnepark in Vellmar gebracht.
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Der Ganter hat jetzt eine neue Partnerin an seiner Seite. Die braune Höckergans wurde vor Kurzem von Nadine Siegmund in den Ahnepark in Vellmar gebracht.

Nachdem der Ganter verzweifelt nach seiner Partnerin gesucht hat, ist nun ein neues Höckergans-Weibchen an seiner Seite.

Vellmar – Ein braunes Höckergans-Weibchen spaziert seit Kurzem durch den Ahnepark in Vellmar. Sie leistet nun dem einsamen Ganter, eine männliche Höckergans, Gesellschaft. Dieser war zuvor verzweifelt durch den Park gelaufen und hatte nach seiner verschwundenen Partnerin Ausschau gehalten. Um seiner verzweifelten Suche ein Ende zu setzen, hat Nadine Siegmund das Weibchen am vergangenen Wochenende im Park abgesetzt.

Siegmund war vor etwa 1,5 Wochen aufgefallen, dass das Höckergans-Weibchen aus dem Ahnepark verschwunden und der Ganter bereits verzweifelt auf der Suche nach ihr war. Das wollte die Immenhäuserin nicht länger mit ansehen und machte sich direkt auf die Suche nach einer neuen Partnerin für ihn.

Etwa eine Woche lang habe sie mit Züchtern telefoniert, um eine passende Höckergans für den Ganter zu finden. Auf Ebay-Kleinanzeigen sei sie dann endlich fündig geworden und über 100 Kilometer gefahren, um das neue Weibchen abzuholen. Die neue Gans ist etwa zwei Jahre alt. Die Kosten für das neue Tier hat die Stadt Vellmar übernommen.

„Immerhin ist er jetzt nicht mehr so traurig“, sagt Siegmund. Die beiden hätten sich auch direkt gut verstanden. „Das sah sehr vielversprechend aus. Wir haben uns alle gefreut“, sagt Astrid Kneuer, Pressesprecherin der Stadt Vellmar. Nachdem das Weibchen abgesetzt wurde, sei sie erst mal eine Runde schwimmen gegangen. „Dann hat der Ganter nach ihr gerufen und sie hat geantwortet“, sagt Kneuer. So haben sie sich angenähert und sind zusammen spazieren und schwimmen gegangen. „Die tun sich gegenseitig nichts“, sagt Kneuer.

Nadine Siegmund

„Meine Tochter hat ihr den Namen Harley gegeben“, erzählt Siegmund. Sie merke auch, dass der Ganter nun glücklicher sei, denn er rufe auch nicht mehr so verzweifelt nach seiner Partnerin. „Für ihn ist es auf jeden Fall besser“, ergänzt die 43-Jährige.

Doch einfach haben es die beiden Höckergänse derzeit trotzdem nicht, denn sie werden von den Graugänsen, die ebenfalls im Ahnepark leben, attackiert und verscheucht. Der Graugans-Ganter zieht an den Flügeln der neuen Höckergans und versucht sie sogar unter Wasser zu tauchen, wie Siegmund schildert. Aber auch den Ganter lässt er nicht in Ruhe und läuft ihm hinterher, um ihn anzugreifen. Ein möglicher Grund könnte die neue Höckergans sein, „denn plötzlich ist jemand Unbekanntes da“, berichtet Kneuer. Aber das Verhalten des Graugans-Ganters könne auch auf die Brutzeit zurückzuführen sein, er möchte vielleicht seinen Platz verteidigen. Deshalb werde die Stadt Vellmar die Situation nun weiter beobachten. Auch Siegmund versuche eine geeignete Lösung zu finden.

Im Fall der verschwundenen Höckergans, gibt es allerdings traurige Nachrichten. „Leben tut sie nicht mehr“, sagt Kneuer. Oberhalb des Volleyballfeldes wurden vor Kurzem Flügel und Federn gefunden, die man einer Höckergans zuordnen kann. „Wir gehen davon aus, dass es ein Wildtier war“, sagt Kneuer. Eventuell habe sie ein Fuchs oder ein Waschbär gerissen, genau könne man das allerdings nicht sagen. (Samira Müller)

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