Vellmar

Inhalt aus Päckchen fehlt - Jetzt hat der Versender auch noch Ärger mit der DHL

Rainer Böhm sitz am Schreibtisch und hält eine Flasche von dem Medikament „Autis Plus“ in der Hand. Neben ihm steht das Päckchen von DHL.
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Ein Teil des Inhaltes fehlt: In dem Päckchen, das Rainer Böhm mit DHL verschickt hat, sind nur noch vier statt sechs Fläschchen.

In dem Päckchen, das ein Mann aus Vellmar zu seiner Tochter geschickt hat, fehlt teilweise der Inhalt – im Wert von über 100 Euro. Jetzt hat er Probleme mit DHL.

Vellmar – Eigentlich wollte Rainer Böhm aus Vellmar nur ein Päckchen zu seiner Tochter nach Berlin schicken. Doch das kam dort nie an und jetzt fehlt ein Teil des Inhaltes. Seine Schadensersatzanforderung bei DHL wurde bis jetzt nicht akzeptiert.

Da Böhms Tochter seit Kurzem unter einem Tinnitus leidet, wollte er ihr gerne helfen. Durch Zufall sei er im Internet auf das Medikament „Autis Plus“ gestoßen, was sehr gut gegen den Tinnitus helfen soll. Daraufhin hatte er sechs der Fläschchen bestellt, in ein Päckchen gepackt und es mit DHL zu seiner Tochter nach Berlin geschickt.

Probleme mit DHL: Päckchen kommt unvollständig nach Vellmar zurück

Nur wenige Tage später stand das Päckchen wieder vor seiner Haustür. Der Paketbote, den er nach dem Päckchen befragen wollte, war bereits verschwunden. Es hieß, die Sendung sei nicht zustellbar gewesen, da es die Adresse nicht geben würde. Man hatte den Adressaufkleber ausgeschnitten und zusammen in ein anderes Päckchen gepackt. Dort stand, dass die Adresse von der Deutschen Post nachbearbeitet wurde. Der Paketbote hatte scheinbar statt einer 9b eine 96 gelesen, da es die Nummer in der Straße allerdings nicht gibt, wurde das Päckchen wieder an Böhm zurückgeschickt.

„Da waren dann nur noch vier Flaschen drin“, sagt Böhm. Zwei fehlten also. Daraufhin habe er direkt eine Schadensersatzforderung an die Deutsche Post geschickt. Eine Flasche habe schließlich 49 Euro gekostet. Zusammen mit der Versicherung des Päckchens habe die DHL ihm einen Schaden in Höhe von 105,49 Euro verursacht. Dass er die Forderung an die Deutsche Post und nicht an DHL schickte, stellte sich im Nachhinein als Fehler heraus.

Vellmar: Päckchen wird durch DHL zurückgeschickt – Inhalt ist unvollständig

Auf den Brief habe er über sechs Wochen lang keine Antwort erhalten. Als er dann vergangene Woche noch mal versuchte bei DHL anzurufen, habe man ihm am Telefon gesagt, dass er die Frist verpasst hätte. Innerhalb von sieben Tagen hätte er den Schaden melden und das Päckchen an DHL zurückgeben müssen. Zwar hatte er in der Frist den Brief geschrieben, aber unwissenderweise an die Deutsche Post. Zudem will er das Päckchen, aus dem bereits zwei Flaschen fehlen, nicht einfach an DHL zurückgeben.

„Das Vertrauen ist weg“, sagt Böhm. Vor allem könne er nicht verstehen, warum das Päckchen, nachdem es nicht zugestellt werden konnte, überhaupt geöffnet wurde. „DHL kann doch nicht einfach ohne Weiteres ein Paket, das vom Paketboten als unzustellbar erklärt wird, aufmachen“, sagt Böhm. Da sei er stutzig geworden. „Ich sehe das als Diebstahl“, fügt er hinzu.

DHL: Mann aus Vellmar wartet seit Wochen auf seinen Schadensersatz

Thomas Kutsch, Pressesprecher von DHL, erklärt, dass das Prüfverfahren noch nicht abgeschlossen sei. Der Kundenservice würde derzeit alle Unterlagen prüfen und dann entscheiden, ob der Kunde Anspruch auf den Schadensersatz hat. „Die Aussage am Telefon war falsch“, sagt Kutsch. Noch gebe es kein endgültiges Ergebnis.

Kutsch rät, sich in einem Schadensfall innerhalb von sieben Tagen mit einer Schadensanzeige direkt an DHL und nicht an die Deutsche Post zu wenden. Die Sendung müsse dann in einer Filiale abgegeben werden. Für telefonische Rückfragen steht die Servicenummer 02 28/43 33 112 zur Verfügung. (Samira Müller)

Erst Ende Februar hatte ein anderer Mann aus Vellmar Probleme mit DHL: „Das ist eine Zumutung“.

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