Opa Klaus und seine Tannen

Seit über 30 Jahren verkauft Klaus Danowsky Weihnachtsbäume in Vellmar

Selbstgeschlagene Nordmanntannen und Blaufichten gibt es seit 31 Jahren bei Klaus Danowsky, der von allen nur „Opa Klaus“ genannt wird, auf dem Parkplatz am Vellmarer Hallenbad.
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Selbstgeschlagene Nordmanntannen und Blaufichten gibt es seit 31 Jahren bei Klaus Danowsky, der von allen nur „Opa Klaus“ genannt wird, auf dem Parkplatz am Vellmarer Hallenbad.

„Das ist für mich das Glück des Lebens“, sagt Weihnachtsbaumverkäufer Klaus Danowsky, der von allen nur Opa Klaus genannt wird. Seit über 30 Jahren verkauft er Blaufichten und Nordmanntannen in Vellmar.

Vellmar – Ein kleiner Wald steht auf dem Parkplatz des Hallenbads in Vellmar. Mittendrin Klaus Danowsky, der von allen nur Opa Klaus genannt wird. Seit 31 Jahren verkauft er in der Vorweihnachtszeit Nordmanntannen und Blaufichten auf dem Parkplatz des Hallenbads. „Irgendwann kam ein kleines Mädchen, das zu mir gesagt hat: Du bist der Opa Klaus“, erzählt er.

„Seit dem heiße ich halt so.“ Am Wochenende hat Opa Klaus eröffnet. „Da haben sie mir fast den Stand eingerannt“, sagt er. Etwa 150 Weihnachtsbäume hat er bereits verkauft.

Die Blaufichte feiert ein kleines Comeback

Knapp 500 Bäume, darunter Blaufichten und Nordmanntannen, aus der eigenen Zucht hat Opa Klaus in diesem Jahr geschlagen. „Alles bio und ungespritzt“, wieder 81-Jährige betont.

In den vergangenen Jahren waren die Nordmanntannen am gefragtesten. Doch die Blaufichte feiert ein kleines Comeback. „Einige Kunden wollen lieber wieder Blaufichten“, sagt Opa Klaus. Das läge vor allem an dem Tannenduft. „Die Nordmanntanne duftet fast gar nicht“, sagt er. Doch dafür hat Opa Klaus eine Lösung.

Aus einem Sack zieht er einen Tannenast. Er schabt etwas Rinde ab. „Riech mal“, sagt Opa Klaus. „Das gebe ich den Leuten mit. Einfach ein bisschen von der Rinde abmachen und auf die Heizung legen. So duftet das ganze Zimmer – da brauchst du keinen künstlichen Duft“, sagt er und lacht.

Die „Goldene-Nordmanntanne“

Zwischen den Blaufichten steht ein besonderer Baum. Eine „Goldene-Nordmanntanne“, wie Opa Klaus sie nennt. Die Nadeln – wie der Name schon sagt – gold-gelb. „Die verkaufe ich in diesem Jahr zum ersten Mal“, sagt er. „Vor ein paar Jahren hatte ich nur eine davon. Dann habe ich sie weiter gezüchtet.“ Sieben der goldenen Bäume hatte Opa Klaus mit nach Vellmar genommen. Sechs hat er bereits verkauft. „Mit roten oder blauen Kugeln und einer Lichterkette dran sieht das klasse aus“, findet er.

Seit 1955 ist Opa Klaus in Geschäft mit den Weihnachtsbäumen

Auch ein paar Tipps für die Weihnachtsdeko hat Opa Klaus für seine Kunden auf Lager. „Guck mal“, sagt er und hält einen Tannenzweig hoch. „Einfach in eine Vase stecken. Dazwischen ein paar rote Rosen, vielleicht noch ein paar Weihnachtskugeln und fertig.“

Die Freude an seiner Arbeit steht Opa Klaus ins Gesicht geschrieben. „Ich mach das nicht, weil ich das muss, sondern weil es mir Spaß macht“, sagt er. Seit 1955 züchtet Opa Klaus Weihnachtsbäume. „Das ist für mich das Glück des Lebens. Ich sag immer: Wenn ich irgendwann sterbe, dann mit einem Weihnachtsbaum in der Hand.“ (Eva Krämer)

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