„Endlich viel Platz zum Spielen“

Mehr Bedarf an Nachmittagsbetreuung: Grundschule Obervellmar für 1,2 Millionen Euro ausgebaut

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Freuen sich über die neuen Räume an der Grundschule Obervellmar: Mayra (von links), Conner, Lorin und Lotta sitzen am Tisch in der Mensa, wo es jeden Tag ein warmes Mittagessen gibt. 

Die Stadt Vellmar und der Landkreis Kassel haben 1,2 Millionen Euro in die Erweiterung der Grundschule Obervellmar investiert. Notwendig wurde das nicht nur wegen steigender Schülerzahlen. 

Bratwurst mit Kartoffelpüree und zum Nachtisch eine Mandarine. Den Grundschülern schmeckt das Essen in der neuen Schulkantine in Obervellmar. Überhaupt sind die Kinder mehr als zufrieden mit dem Neubau. In der Nachmittagsbetreuung werden aber nicht nur Hausaufgaben gemacht. Es bleibt auch jede Menge Zeit zum Spielen.

„Wir haben jetzt viel mehr Platz als früher“, erzählt die achtjährige Mayra begeistert. Gemeinsam mit ihren Klassenkameraden Lotta (8) und Conner (8) aus der Klasse 2a freut sie sich, dass die Container auf dem Schulhof nun Geschichte sind. Auch die Erstklässlerin Lorin findet die neuen Räume für die Nachmittagsbetreuung gut. Seit Ende der Sommerferien können die Obervellmarer Grundschüler den Neubau nutzen.

220 Kinder in Grundschule Obervellmar - 180 besuchen Nachmittagsbetreuung

Die Stadt Vellmar und der Landkreis Kassel haben rund 1,2 Millionen Euro in die Erweiterung der Grundschule Obervellmar investiert. Notwendig wurde der Anbau nicht nur wegen steigender Schülerzahlen. Auch die Nachfrage bei der Nachmittagsbetreuung hatte in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. 

Aktuell besuchen 220 Kinder die Grundschule Obervellmar – 180 von ihnen gehen nach Schulschluss in die Nachmittagsbetreuung. „Es gibt einen riesigen Bedarf“, sagt Schulleiterin Christine Kaiser. Da täglich auch etwa 150 Kinder in der Schule zu Mittag essen, freut Kaiser sich umso mehr über die neue Küche. „Die frühere Mensa war in einem zu kleinen, ehemaligen Klassenraum untergebracht, weshalb das Mittagessen nur gruppenweise eingenommen werden konnte.“

Investition ein wichtiger Baustein "zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf" 

Als einen wichtigen Baustein zur „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ bezeichnete Bürgermeister Manfred Ludewig die Investition in Obervellmar – die Stadt hatte insgesamt 555 000 Euro für den Bau beigesteuert. „Es gab zwar Verzögerungen, aber wir haben etwas Wunderbares erreicht“, sagte Landrat Uwe Schmidt. Der Landkreis sehe es seit vielen Jahren als seine Aufgabe, im Grundschulbereich zu investieren.

Der Anbau sei nicht nur eine logistische und organisatorische Herausforderung für die Bauherren gewesen. Auch die Schüler und Lehrer mussten sich mit dem Baulärm und dem geringen Platzangebot arrangieren. Architekt Michael Pleßmann ist aber zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten. Obwohl es zunächst Verzögerungen gegeben hatte, konnte der Anbau in etwas weniger als eineinhalb Jahren fertiggestellt werden. 

Sumpfiges Gelände in Vellmar machte Bau zur Herausforderung

Der Bau sei eine Herausforderung gewesen, weil das Gelände durch die Ahne sehr sumpfig sei. Auch die möglichen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg und die unter dem Grundstück verlaufenden Kanäle hätten die Arbeit erschwert. Hinzu käme die angespannte Situation in der Baubranche. Seit dem Boom gestalte es sich schwieriger, Handwerker zu finden.

Doch von den Herausforderungen der Erwachsenen haben die Grundschüler nichts mitbekommen. Für sie zählt nur, dass sie jetzt viel mehr Platz zum Spielen haben.

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