CDU hat Anzeige erstattet

Wahlplakate mit Hitler-Bärtchen sorgen für Ärger in Vellmar 

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Vandalismus in Vellmar: Die Wahlplakate von CDU, Grünen und FDP sind entlang der Brüder-Grimm-Straße mit schwarzem Stift beschmiert worden. 

Die Beschädigung von Wahlplakaten ist keine Seltenheit. Die Schmierereien auf den großen Aufstellern entlang der Brüder-Grimm-Straße in Vellmar zeigen allerdings eine neue Dimension.

Dem CDU-Spitzenkandidat für die Europawahl, Manfred Weber, wurde mit einem schwarzen Stift ein Hitler-Bärtchen und ein Seitenscheitel verpasst. Der CDU-Stadtverband hat bereits Anzeige wegen Sachbeschädigung erstattet.

Auch zwei Wahlplakate der Grünen und der FDP, die sich in unmittelbarer Nähe befinden, wurden mit den pietätlosen Schmierereien beschädigt.

Enttäuscht, aber vor allem entsetzt zeigten sich die beiden geschäftsführenden Vorsitzenden der CDU Vellmar Tanja Stöter und Axel Menche. Nachdem die Plakate in der Woche vor Ostern an den üblichen Standorten im Vellmarer Stadtgebiet von den ehrenamtlich Tätigen des CDU-Stadtverbands aufgestellt wurden, waren zahlreiche Plakate am Osterwochenende das Opfer von Beschmierungen, die deutlich über das Niveau von „üblen Scherzen“ hinausgingen, so die beiden Vorsitzenden.

Wahlplakate in Vellmar beschmiert: Ein Plakat kostet 200 Euro

„Wer Wahlplakate beschmiert, besudelt damit auch die Demokratie insgesamt“, sagte Axel Menche. Dies sei keine Art der demokratischen Auseinandersetzung, wie man sie selbstverständlich vor Wahlen über Inhalte führen müsse. Alle demokratischen Parteien seien aufgerufen, sich dieser Form des Vandalismus zu widersetzen. Die CDU werde die Plakate ersetzen, erklärte Tanja Stöter, aber neben der ehrenamtlichen Arbeit würden natürlich auch Sachwerte beschädigt. „Ein solches Plakat kostet 200 Euro“, sagt Menche. 

Auch wenn man natürlich bisher nicht einschätzen könne, wer dafür verantwortlich ist, müsse man auch im Namen aller demokratischen Parteien ein Zeichen für eine wehrhafte Demokratie setzen. „Wahlkampf ist für uns eine faire, demokratische und vor allem sachliche Auseinandersetzung um die besten Ideen und Konzepte für eine erfolgreiche Zukunft unseres Landes und der Menschen, die hier leben. Diese führt man nicht mit Sachbeschädigungen“, so die CDU-Vorsitzenden abschließend.

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