Vellmar-Nord wird erschlossen: Boden ist bereitet für beliebtes Baugebiet

Sorgt mit dafür, dass hier bald gebaut werden kann: Rene Prior (28) aus Simmershausen transportiert für die Firma Jütte Erde auf dem Baugebiet Vellmar-Nord.

Noch ist jede Menge blanke Erde zu sehen. Doch bald wird auf der knapp 16 Hektar großen Fläche in Frommershausen das Baugebiet Vellmar-Nord entstehen.

Mit rund 200 Grundstücken wird es eines der größten im Speckgürtel Kassels. Nach gut fünf Jahren Planung werden die Vorbereitungen sichtbar: „Wir haben vor Kurzem mit den Erschließungsarbeiten begonnen“, sagt Vellmars Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD). Das heißt zum Beispiel Boden verlagern und Versorgungsleitungen legen.

Im Sommer sollen dann die Erschließungsarbeiten abgeschlossen sein – für rund acht Millionen Euro. Hinzu kommen noch Kosten für beispielsweise Ausgleichsflächen. „Die Gesamtkosten werden gerade errechnet. Daraus ergeben sich die Grundstückspreise“, sagt Ludewig. Läuft alles nach Plan, könne im Sommer die Vermarktung der Grundstücke beginnen.

Die Bauplätze sind begehrt: 1379 unverbindliche Bewerbungen gibt es laut Ludewig. „Von manch vierköpfiger Familie haben wir zwar vier Bewerbungen“, so der Rathauschef. Dennoch sei die Nachfrage immens. Sobald die Grundstückspreise feststünden und die Vermarktung beginne, müssten sich die Interessenten verbindlich bewerben. „Welches Verfahren wir für die Vergabe nutzen, wird noch geklärt“, so Ludewig.

Um den künftigen Bewohnern des Baugebiets eine Zufahrt zu schaffen, soll ein Kreisverkehr im Bereich der Kreuzung Landesstraße Richtung Espenau und der Kreisstraße Richtung Mönchehof entstehen. Dieser soll in rund drei Monaten fertig sein.

Bis dahin wird sich an der Verkehrsführung vor Ort noch so manches ändern. Für den Kreisel wird eine Umfahrung gebaut. Dafür ist die Landesstraße derzeit zwar beidseitig befahrbar, aber etwas schmaler und der normale Weg nach Mönchehof besteht nicht.

Stattdessen können Autofahrer eine Umleitung über die Kollostraße und die Espenauer Straße nehmen. „So haben wir Platz, die Umfahrung als Ersatz für den Bereich des Kreisverkehrs zu bauen“, sagt Uwe Niede, Fachbereich Stadtentwicklung. Ist diese gebaut, wird sie mit einer Ampel in alle Richtungen versehen. „Das halten wir aufrecht, bis der Kreisverkehr fertig ist“, sagt Niede. Danach werde die Umfahrung zurückgebaut.

Dann ist das Baugebiet angebunden – fertig sein wird es wohl aber erst in ein paar Jahren. „Laternen und Bepflanzungen zum Beispiel legen wir wohl erst an, wenn das letzte Grundstück bebaut ist“, sagt Niede. Wenn es auch noch dauert, ist Ludewig froh, dass es losgeht. „Vellmar-Nord ist ein Vorzeigeprojekt. Auf der Fläche wird mindestens so viel Energie erzeugt werden, wie verbraucht wird“, sagt er ein wenig stolz.

Kontakt: Liegenschaftsamt, Hannah-Marie Otten, Tel. 8 29 21 59 oder Hannelore Hensel, Tel. 8 29 21 59, Mail: baugebiet@vellmar.de. Bewerbungen unter vellmar.de

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