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Vellmar versteht zu feiern

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Von: Lutz Herzog

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Das Bild zeigt eine Umzug-Szene mit einem Schmuckwagen zum Thema Partnerstädte Vellmar
Stadtwagen mit Gästen: Mit Gästen aus den Partnerstädten Zell am See (Österreich) und St. Martin (Ungarn) an Bord zeigte sich der Wagen der Stadt Vellmar. © Lutz Herzog

Mit viel Musik und einem bunten Festumzug der Vereine und Verbände durch Vellmar, ging nach zweijähriger Pause das Heimatfest erfolgreich am Sonntag zu Ende.

Vellmar - Viele Vellmarer und Gäste aus der Umgebung feierten bereits ab Freitagabend im Festzelt bei bester Stimmung und guter Laune. Die Schlagernacht am Freitag mit einer Abba-Cover-Band, der Sängerin Natascha Lefert aus Vellmar und Schlagerstar Claudia Jung war komplett ausverkauft. Und auch der Samstagabend stand ganz im Zeichen von Feiermusik, Stimmung und guter Laune. Allerdings dauerte es ein bisschen, bis die Gäste die Tanzfläche eroberten. Bei warmen Außentemperaturen zog es die Besucher zunächst eher an die Getränke- und Essensstände. Von dort aus ließ es sich auch gut der Musik lauschen, die lautstark aus dem Zelt klang. Aber letztlich wollten die meisten nicht nur hören, sondern auch sehen, was sich auf der Bühne tut.

Dort spielte die Frankfurter Band „Van Baker & Band“ mit ihrem Sänger Jerche van Baker Schlagermusik in allen Facetten. „Wir sind eine Schlager- und Partyband, und singen und spielen ausschließlich deutsche Musik“, erzählte van Baker während einer Pause. 40 bis 50 Mal im Jahr tritt die Band auf und sorgte auch in Vellmar für beste Stimmung.

Es waren die Lieder zum Mitsingen, die letztlich doch dafür sorgten, dass sich der Raum vor der Bühne mit tanzfreudigen Gästen schnell füllte. Wolfgang Petry und Udo Jürgens gehen immer, und wenn dann noch „Gordula Grün“ ertönt, singen auch die Letzten mit, und reißen die Arme hoch. Bei freiem Eintritt war es ein ständiges Kommen und Gehen – voll war es im Festzelt bis spät in die Nacht.

Am Sonntag stand der Festzug durch alle Ortsteile im Mittelpunkt. Im Vorfeld hatte das Ortungsamt allerdings einiges zu tun: Straßen mussten weiträumig gesperrt werden, und an gefährdeten Stellen wurden Poller aufgestellt, um für die vielen Besucher ausreichend Sicherheit geben zu können.

Startpunkt für den Zug waren die Parkplätze rund um den Herkules-Markt. Pünktlich um 13 Uhr mit den traditionellen und weithin hörbaren drei Böllerschüssen setzte sich der bunte Tross mit geschmückten Fahrzeugen, Traktoren oder zu Fuß in Richtung Regenbogenkreuzung in Bewegung. Rund 90 Minuten dauerte es, bis alle Gruppen an den Zuschauern vorbei zogen.

Tatsächlich säumten viele Besucher die Straßen, und besonders die Kinder hatten im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun. Mit Taschen und Tüten bewaffnet, sammelten sie auch die letzten Süßigkeiten ein, die von den Festzügen geworfen wurden. Von der Tischtennisabteilung des OSC gab es allerdings Tischtennisbälle und die Skiabteilung „befeuerte“ die Zuschauer mit allerhand Federn.

Strapaziöser war es für die vielen Fußgruppen, die die rund fünf Kilometer lange Strecke bewältigen mussten, und dabei noch musizierten, turnten oder tanzten. Viel Beifall seitens der Zuschauer war für die Vereine und Verbände der Dank für die fantasievolle Ausgestaltung der einzelnen Gruppen.

Von Lutz Herzog

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