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Vellmarer Dave Kulik wird Pfarrer auf Lebenszeit

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Von: Lutz Herzog

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Der schwarze Talar passt: All zu viel ändert sich für Pfarrer Dave Kulik in seiner täglichen Arbeit nicht, auch wenn er am Sonntag offiziell in das Pfarramtsverhältnis auf Lebenszeit berufen wird. Aber weitere verantwortungsvolle Aufgaben sind damit verbunden.
Der schwarze Talar passt: All zu viel ändert sich für Pfarrer Dave Kulik in seiner täglichen Arbeit nicht, auch wenn er am Sonntag offiziell in das Pfarramtsverhältnis auf Lebenszeit berufen wird. Aber weitere verantwortungsvolle Aufgaben sind damit verbunden. © Lutz Herzog

Pfarrer Dave Kulik fühlt sich pudelwohl in Vellmar, wie er sagt. Jetzt ist seine Probezeit vorbei, am Sonntag wird er offiziell in das Pfarramtsverhältnis auf Lebenszeit berufen.

Vellmar – Für Dave Kulik erwies sich der Umstand, seine Zeit als Vikar bei der evangelischen Kirchengemeinde in Frommershausen anzutreten, als Glücksfall. Denn eben diese einjährige Praxisphase und die zweijährige Probezeit während der Pandemie haben ihm gezeigt, dass er sich pudelwohl fühlt in Vellmar und vom Vorstand freie Hand bekommt. Nun ist der 33-Jährige richtiger Pfarrer. Formal beginnt das mit der Übernahme in das Pfarrdienstverhältnis auf Lebenszeit.

Im November 2019 übernahm er das Pfarramt von Jochen Stalb, der in den Ruhestand verabschiedet wurde. „Die Kirchengemeinde und der Vorstand haben mir meinen Einstieg in das neue Amt leicht gemacht, auch wenn ich in große Fußstapfen getreten bin“, erinnert sich Kulik. „Ich habe mich von Anfang an in Vellmar sehr wohlgefühlt.“ Ideen und Vorstellungen, die man als Neuer mit bringt, kamen nicht nur in der Gemeinde, sondern auch beim Kirchenvorstand gut an. „Ich habe hier ein bisschen künstlerische Freiheit“, sagt Kulik über die Zusammenarbeit. „Neue Denkansätze sind immer willkommen. Das gibt mir viel Zuversicht für eine gute Zeit in Vellmar.“

Ausgebremst wurden die Aktivitäten und neuen Ideen aber immer wieder durch die anhaltende Corona-Pandemie. „Aber Not macht erfinderisch“, sagt Kulik. „Wenn die Menschen nicht in die Kirche kommen dürfen, dann kommen wir eben zu ihnen“, beschreibt er das Motto der Kirchenarbeit der vergangenen Zeit. Digitale Gottesdienste wurden ins Leben gerufen und die Aktivitäten in den sozialen Medien verstärkt. „Und eine Taufe durfte auch mal bei den Eltern im Garten oder Wohnzimmer stattfinden“, blickt er zurück. „Taufbecken, Kreuz und alles andere Notwendige wurde kurzerhand in das Auto gepackt, sodass der Taufe nichts mehr im Wege stand.“

Aber auch Herausforderungen anderer Art haben seine Einführungszeit begleitet. Das Gemeindehaus in Frommershausen neben der Kirche wurde aufgegeben, in Vellmar Mitte fiel eine halbe Pfarrstelle weg. „Beides unter einen Hut zu bekommen, war nicht ganz einfach“, sagt Kulik. Die halbe Stelle besetzt er jetzt mit und das Gemeindehaus in der Kreuzbreite werde für Gottesdienste und viele Veranstaltungsreihen, auch außerhalb der Kirche, sehr gut angenommen. Zusätzlich hat er die Geschäftsführung im Kirchenvorstand übernommen und gibt Religionsunterricht an der Grundschule.

„Pfarrer ist ein cooler Beruf – man kann so viel bewegen“, resümiert er am Ende des Gespräches.

Termin: Der Einführungsgottesdienst findet am Sonntag, 23. Oktober, ab 14 Uhr in der Adventskirche in Niedervellmar, Kirchweg 24, statt.

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