68-Jähriger ärgert sich über Nicht-Zustellung von DHL

Ärger über DHL - Vellmarer sollte Paket in Kassel abholen: „Das ist eine Zumutung“

Bernd Lambrecht wurde von DHL postalisch angeschrieben, dass sein Paket in Vellmar nicht zugestellt werden konnte. Er müsse dieses in Kassel abholen, hieß es.
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Bernd Lambrecht wurde von DHL postalisch angeschrieben, dass sein Paket in Vellmar nicht zugestellt werden konnte. Er müsse dieses in Kassel abholen, hieß es.

Ein Mann aus Vellmar ist empört über DHL: Er sollte ein Paket in Kassel abholen. Weil er kein Auto hat, müsste er fast acht Euro für die Busfahrt zahlen.

Vellmar - Eigentlich war Bernd Lambrecht von einer unkomplizierten Paketzustellung ausgegangen. Vor gut einer Woche hatte er Ware online beim Technik-Unternehmen Saturn bestellt. Doch dann kam alles ganz anders. Er habe über Saturn schnell mitgeteilt bekommen, sagt der Vellmarer, dass sein Paket zur Auslieferung an DHL übergeben worden sei. Doch an seinem Haus an der Schönen Aussicht in Obervellmar sei die Sendung nie angekommen, sagt er. Zu seiner Verwunderung sei er von DHL hingegen dazu aufgefordert worden, das Paket in der Postfiliale 503 in Kassel, an der „Alten Hauptpost“, abzuholen. „Das ist von mir 15 Kilometer entfernt.“

Bernd Lambrecht hinterfragt die Abläufe beim Paketzusteller DHL. Per Brief sei ihm schließlich mitgeteilt worden, dass eine persönliche Zustellung am 17. Februar um 15.40 Uhr leider nicht möglich gewesen sei. Das könne so nicht stimmen, betont der 68-Jährige darauf. „Es war an dem Tag immer jemand zu Hause.“ Und auch die Straßen seien zu dem Zeitpunkt schon vom Schnee befreit gewesen. Eine Zustellung wäre seiner Meinung nach möglich gewesen. Lambrecht geht davon aus, dass es den Versuch erst gar nicht gegeben hat.

Ärger über DHL: Saturn-Bestellung konnte nicht zugestellt werden

Außerdem wundert sich Lambrecht darüber, dass er über die angeblich missglückte Zustellung dann von DHL per Post informiert wurde. „Die Karte hätte mir der Zusteller doch gleich in den Briefkasten werfen können.“ Auch versteht er nicht, warum das Paket nicht in Vellmar zur Abholung deponiert wurde. „Wir haben hier in der Nähe eine Abholbox von DHL, und im Herkules-Markt gibt es sogar eine Filiale.“ Da er kein Auto habe, müsse er jetzt in den Bus steigen, um an die Friedrich-Ebert-Straße 149 nach Kassel zu fahren, um dort sein Päckchen in Empfang zu nehmen, sagt der Vellmarer. Hin- und Rückfahrt kosteten ihn im ÖPNV 7,80 Euro. „Das ist eine Zumutung.“

Thomas Kutsch, Sprecher von DHL in Frankfurt, erklärt die Probleme in der vorigen Woche mit den noch winterlichen Straßenverhältnissen. „Das war ja die Zeit, als in Kassel noch nicht einmal eine Straßenbahn fuhr“, sagt der Sprecher. Die Witterung habe es wohl einfach nicht erlaubt, die Sendung dem Kunden in Vellmar zuzustellen. Kutsch unterstreicht aber auch, dass es sich wegen des Winterwetters „um eine absolute Ausnahme“ gehandelt hat. „Das war nur in dieser Zeit so.“

Bei Nicht-Zustellungen von DHL: Kostenlose Zweitzustellung möglich

Bernd Lambrecht sieht das inzwischen etwas anders. Er habe von Nachbarn gehört, denen es ähnlich gegangen sei, sagt er. Und ein Firmenbesitzer habe ihm jüngst berichtet, dass er seit über zehn Tagen auf die Zustellung von Ware warte. Postsprecher Kutsch rät Kunden, telefonisch eine erneute Zustellung zu beantragen. „Es gibt die kostenlose Zweitzustellung.“

Nach unserer Anfrage meldete sich Kutsch erneut und sagte in diesem Fall zu, das Paket bald unbürokratisch an die Haustür zu liefern. Das ist laut Bernd Lambrecht gestern auch so geschehen. DHL-Sprecher Thomas Kutsch rät Betroffenen grundsätzlich zu einem Anruf unter der Service-Nummer: 0228/4333112. Ein anderer DHL-Kunde hat vor kurzem eine Panne in der App entdeckt. Er bekam Daten angezeigt, die nicht für seine Augen bestimmt waren. (Sven Kühling)

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