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Stadt Vellmar bewirbt sich um Zuschüsse für Sanierung der beiden Schwimmbäder

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Von: Amira Sayed El Ahl

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In die Jahre gekommen: Das Hallenbad in der Stadtmitte von Vellmar muss saniert werden.
In die Jahre gekommen: Das Hallenbad in der Stadtmitte von Vellmar muss saniert werden. Archiv © Alia Shuhaiber

Das Hallenbad sowie das Freibad in Vellmar muss saniert werden, da die Bäder in die Jahre gekommen sind.

Vellmar – Das Hallenbad in der Stadtmitte ist in die Jahre gekommen, genauso wie das Freibad in Obervellmar. Das musste im Juli schließen, weil sich Beckenfarbe gelöst und das Wasser verunreinigt hatte. Danach konnte es nicht mehr geöffnet werden.

Wie es mit den Bädern weitergehen soll, das sollte in einem Bäderkonzept dargelegt werden, mit dem die Stadtverordneten den Magistrat beauftragt hatten. Die Studie soll demnächst in Auftrag gegeben werden.

Doch zuvor wird die Stadt am Interessenbekundungsverfahren des Bundesförderprogramms „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SJK)“ teilnehmen.

Schwimmhallen und Sportstätten werden gefördert

„Wir sind im Juli vom Bund mit dem Programm überrannt worden“, sagte Bürgermeister Manfred Ludewig in der Stadtverordnetenversammlung am Montagabend.

Mit dem Förderprogramm des Bundes sollen zum einen Projekte von besonderer Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die soziale Integration unterstützt werden, sowie die Kommunen beim Abbau von bestehenden Sanierungsstaus.

„Insbesondere Schwimmhallen und Sportstätten sind aufgrund dessen Schwerpunkt der Förderung“, heißt es in der Beschlussvorlage, die am Montagabend von den Stadtverordneten einstimmig angenommen wurde.

Zuschüsse für die Sanierung von Bädern

Der Bund zahlt laut Vorlage zwischen 1 bis 6 Millionen Euro, aber maximal 45 Prozent der Gesamtausgaben als nicht rückzahlbaren Zuschuss. Der kommunale Eigenanteil muss bei mindestens 55 Prozent liegen. Zudem sei eine Kombination des Bundesförderprogramms SJK mit Förderprogrammen des Landes nicht nur möglich, sondern auch erwünscht.

So könnte die Stadt Vellmar zum Beispiel für die Sanierung der Bäder gleichzeitig noch eine Förderung beim Schwimmbadinvestitionsprogramm (SWIM) des Landes Hessen beantragen.

Im Frühjahr 2019 wurden die Kosten für die Sanierungen des Hallenbads und des Freibads auf mindestens 11,6 Millionen Euro geschätzt. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bei Material- und Baupreisen werden die Kosten aber wohl deutlich höher ausfallen. Eine Förderung wie die des Bundes wäre für die Stadt also ein Glücksfall.

Ab Januar 2023 wird die Bundesförderung beantragt

Um sich für das Projekt zu bewerben, war ein Beschluss der Stadtverordnetenversammlung zwingend notwendig. Nun muss die Verwaltung bis zum 30. September im Interessenbekundungsverfahren die Projektskizzen beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung eingereicht haben. Erst in der zweiten Phase ab Januar 2023 wird die eigentliche Bundesförderung beantragt.

Der Magistrat der Stadt hatte empfohlen, sowohl die Sanierung des Hallenbades als auch die Sanierung des Freibades als separate Projekte anzumelden. Entsprechende Projektskizzen werden nun nach der einstimmigen Annahme durch die Stadtverordneten erarbeitet und eingereicht.

Das Bäderkonzept für das Frei- und Hallenbad liegt derweil jedoch nicht auf Eis, daran wird laut der Vorlage des Magistrats parallel weiter gearbeitet. In der Studie sollen verschiedene Szenarien geprüft werden. Auch der Bau eines Multifunktionsbads oder die interkommunale Zusammenarbeit mit Fuldatal sind Optionen. Amira Sayed El Ahl

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