Verbrauch steigt wegen Hitzeperiode

Städtische Werke: So sieht es mit der Wasserversorgung aus

Hände unter Wasserhahn
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Wird mancherorts knapp: Trinkwasser aus der Leitung. Im Raum Kassel gibt es aber keine Probleme.

Einige hessische Gemeinden haben aufgrund der anhaltenden Trockenheit und Hitze den Wassernotstand ausgerufen. Betroffen sind beispielsweise mehrere Taunus-Gemeinden.

Kassel/Vellmar - Verboten ist in einigen Kommunen etwa das Bewässern von Gärten, Autowäsche und das Befüllen von Schwimmbecken. Wie sieht es im Bereich der Städtischen Werke in unserer Region aus? Der kommunale Versorger beliefert die Städte Kassel und Vellmar. Drohen auch Wasserknappheit und Verbote?

So sieht es im Versorgungsgebiet Kassel und Vellmar aus

Werke-Sprecherin Heidi Hamdad gibt Entwarnung. „Bei uns ist bisher alles im grünen Bereich“, sagt sie. „Im Versorgungsgebiet Kassel und Vellmar haben wir zurzeit keine Probleme mit einer Wasserknappheit.“

Die Sprecherin berichtet allerdings von einer Erhöhung der Wasserfördermengen in den vergangenen heißen Wochen. Aufgrund der Hitze und der coronabedingten Absage von Urlaubsreisen befüllen nämlich viele Hausbesitzer Planschbecken für den Nachwuchs in ihren Gärten. Auch die Grünflächen selbst werden mit Wasser aus der Leitung erfrischt.

Die Wasserfördermengen hätten in den vergangenen zwei Wochen zwischen 38 500 und 41 500 Kubikmeter am Tag gelegen, berichtet Hamdad. Das sei etwas mehr als die durchschnittliche Wassermenge an einem „normalen“ Tag, „wo wir cirka 35 000 Kubikmeter Wasser ins Netz speisen“.

Quellen geben weniger Wasser

Bei der erhöhten Wasserfördermenge schöpfe der Versorger etwa 80 bis 85 Prozent der maximal möglichen Fördermenge aus, sodass es aktuell keine Probleme mit der Wasserversorgung gebe, erläutert die Sprecherin weiter.

„Erfahrungsgemäß werden die Quellen im Sommer etwas weniger ergiebig, das hat in den vergangenen Sommerperioden aber zu keiner Wasserknappheit in unserem Versorgungsgebiet geführt und sollte auch in diesem Sommer nicht dazu führen.“

Hamdad appelliert aber trotzdem an die Vernunft der Menschen. „Trotzdem gilt: Wasser ist das wichtigste Lebensmittel“, sagt sie. „Wir alle sollten sehr sorgsam mit diesem wertvollen Gut umgehen. So sollte zum Beispiel die Bewässerung von Gärten über Zisternen, Regentonnen etc., und nicht mit dem kostbaren Trinkwasser erfolgen.“ (Sven Kühling)

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