Wohnpark bleibt in der Kritik

Anwohnerin spricht von Wohnknast – Auflagen wurden erfüllt

Blick in die Wohnanlage: In der Mitte befindet sich die Einfahrt in die Tiefgarage mit 57 Stellplätzen. Links im Bild sind die Häuser zu sehen, die an der Holländischen Straße stehen.
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Blick in die Wohnanlage: In der Mitte befindet sich die Einfahrt in die Tiefgarage mit 57 Stellplätzen. Links im Bild sind die Häuser zu sehen, die an der Holländischen Straße stehen.

Anwohner beschweren sich weiterhin über den neuen Wohnpark in der Holländischen Straße in Obervellmar. Der Bauherr sagt jedoch, dass alle Auflagen und Anforderungen erfüllt wurden.

Vellmar – Der Unmut über den Wohnpark an der Holländischen Straße in Obervellmar reißt nicht ab. Nachdem sich Anwohner bereits vor Monaten mit ihrem Ärger über das Bauprojekt an die HNA gewandt hatten, liegt der Redaktion jetzt ein Brief vor, in dem erneut massiv Kritik an der Bauweise der Anlage geäußert wird. „Von wegen Wohnpark Obervellmar – Wohnknast würde es besser treffen“, heißt es in dem Schreiben, in dem auch nicht vor Beschimpfungen gegenüber der Stadt, insbesondere gegen Bürgermeister Manfred Ludewig (SPD) haltgemacht wird. Zudem wird infrage gestellt, ob das Bauprojekt überhaupt zulässig ist.

„Wir bauen hier eine Wohnanlage, die in allen Punkten den gesetzmäßigen Anforderungen entspricht“, sagt Investor und Bauherr Philipp Heitmann auf Nachfrage. „Alle Pläne wurden der Stadt vorgelegt, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und schließlich so genehmigt. Anders ginge das doch gar nicht“, erklärt er weiter. Für eine Bebauung mit Ein- oder kleineren Mehrfamilienhäusern sei der Erwerb des Grundstückes zu teuer, so Heitmann. „Der Abriss der Tennishalle, die mit Schadstoffen verseucht war, hat sehr hohe Kosten verursacht“, führt Heitmann weiter aus. „Und das Grundstück war auch nicht gerade preiswert.“ Er könne den Unmut der Anwohner zum Teil verstehen, gibt aber zu Bedenken, dass die Firsthöhe der alten Tennishalle noch zehn Zentimeter höher war, als die beiden Neubauten an der Holländischen Straße. „Vielleicht haben die Anlieger auch vergessen, was da vorher stand – das war kein Flachbau.“

Das Grundstück ist rund 6270 Quadratmeter groß. Die bebaute Fläche betrug seinerzeit 58,9 Prozent. Die vier neuen Häuser nehmen eine Fläche von 34,3 Prozent ein. Der Eindruck einer „Bedrohung“ entsteht wohl mehr von der Verdichtung der Bebauung, vermutet Heitmann.

Im Februar will der Investor mit der Vermietung der 66 Wohnungen beginnen. Es stehen 87 Stellplätze, davon 57 in einer Tiefgarage zur Verfügung. (Lutz Herzog)

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