49 Auszubildende ausgezeichnet 

Azubi aus Baunataler VW-Werk ist einer der besten weltweit 

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Ausgezeichnet: Dominik Bleitner hat im VW-Werk in Baunatal eine Ausbildung zum Mechatroniker abgeschlossen und wurde dafür geehrt. Im Bild hält Bleitner ein Tablet, das für sein Ausbildungsprojekt steht.

Volkswagen hat seine besten Nachwuchskräfte weltweit geehrt. Darunter ist auch Dominik Bleitner, der im VW-Werk in Bauntal seine Ausbildung absolviert hat. 

Unterhält man sich mit Dominik Bleitner, dann begegnet man einem ruhigen, zurückhaltenden jungen Mann. Ein Lautsprecher ist der 24-Jährige, der von 2014 bis 2017 im VW Werk in Baunatal eine Ausbildung zum Mechatroniker absolviert hat und gerade an der Universität in Kassel Elektrotechnik studiert, nicht. Auch wenn er allen Grund dazu hätte. Denn der gebürtige Fritzlarer gehört zu den 46 besten Nachwuchskräften des Konzerns auf der ganzen Welt. Im Rahmen des firmeninternen „Best Apprentice Award 2018“ wurde er jetzt in Wolfsburg ausgezeichnet.

Der Muster-Azubi interessierte sich schon früh für alles, was mit Elektronik und Technik zu tun hat. Früh kommt er mit Volkswagen in Berührung, denn schon sein Vater arbeitete jahrelang im VW-Werk in Baunatal. Und so trat er 2014 im Alter von 20 Jahren nach abgeschlossenem Abitur in die Fußstapfen seines Vaters, entschied sich für eine Ausbildung zum Mechaniker. „Natürlich war ich anfangs überwältigt, da kamen viele neue Eindrücke auf mich zu“, sagt er. Doch neben all dem fachlich Erlernten, wie dem Umgang mit Dielen, Fräsen, Bohrern, aber auch der Anlagesteuerung und der Programmierung von Abläufen, sei er in der Zeit vor allem reifer geworden. „Es hat mir geholfen, selbstständiger zu werden“, sagt Bleitner.

VW Baunatal - Ausbildung: Auszeichnung ist Ansporn

Natürlich freue er sich über die Auszeichnung, ausruhen will Bleitner sich aber nicht. Das ist nicht sein Ding. „Eine Ausbildung ist ja kein Wettbewerb, ich sehe es vielmehr als Ansporn“, sagt der 24-Jährige. Statt mit großen Worten um die Ecke zu kommen, beschäftigt sich der junge Mann mit der eckigen Brille und dem hellblonden Haar viel lieber mit allem, was mit Stromkabeln, Mechanik und Antrieben zu tun hat. „Für diese Themen habe ich großes Interesse“, sagt er. Stefan Matthias, Bleitners Ausbilder, der ihn über die drei Jahre begleitet hat, beschreibt dessen Fähigkeiten so: „Wenn du von irgendetwas eine Musterlösung gebraucht hast, dann hast du es Dominik gegeben.“ Er besitze eine hohe Auffassungsgabe.

Ein Highlight seiner Ausbildung sei das Standortsymposium im Werk in Baunatal gewesen. Dort war er als ausgewählter Azubi vor Ort und stellte den Vorstandschefs des Konzerns, die angereist waren sein Ausbildungsprojekt vor und kam unter anderem mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Herbert Diess ins Gespräch. Pro Jahr erhält deutschlandweit nur ein VW-Azubi diese Möglichkeit. „Das war schon etwas Besonderes“, blickt der 24-Jährige zurück, bleibt dabei aber seinem ruhigen und bescheidenen Naturell treu. Derzeit studiert Bleitner Elektrotechnik an der Uni in Kassel im dritten Semester. Nebenbei arbeitet er als studentische Hilfskraft an der Universität im Fachgebiet Fahrzeugsysteme. Elektronik, autonomes Fahren, E-Mobilität. Es sind Themen wie diese, die Bleitner begeistern.

Trotz aller Begeisterung gibt es Momente, in denen Bleitner abschalten möchte. Dann trifft er sich mit Freunden zu Spieleabenden, spielt „Die Siedler von Catan“ oder „Monopoly“. Wo er sich in zehn Jahre sieht? „Das kann ich nicht sagen, ich konzentriere mich voll und ganz auf mein Studium“, antwortet er. Reizen würde ihn eines Tages das Ausland. Doch auch in dieser Frage bleibt er bescheiden. Und eine Rückkehr zu VW? Auch das kann sich Bleitner vorstellen. Mit der Auszeichnung hat er jedenfalls beste Chancen auf eine gute Zukunft im Unternehmen.

Über eine besondere Auszeichnung konnte sich zuletzt auch eine 21-Jährige aus Waldeck-Frankenberg freuen. Sie ist die beste Auszubildende im Beruf Kauffrau im Groß- und Außenhandel.

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