Musikzug feierte 110-jähriges Bestehen mit Attraktionen für das ganze Dorf

Wohlklang ist Gold wert

Ewald Jödecke

Fuldatal. Was für ein Rezept braucht man, wenn man schon 110 Jahre alt ist? Man muss jung, attraktiv und auf der Höhe der Zeit bleiben. Das empfahl Michael Brüßler, Spartenleiter des Musikzugs des TV Simmershausen, seinen Mitstreitern beim Kommers am Wochenende in der Sporthalle.

Dieses Rezept hat die Musikanten über vier Generationen hinweg erfolgreich gemacht. Die Festredner lobten die gute Jugendarbeit des Vereins. Der Musikzug bewahre altes Liedgut, ohne moderne Stilrichtungen zu vernachlässigen, und habe die Gemeinde mit seinem Spiel über die Grenzen Hessens hinaus bekannt gemacht, sagte der Erste Beigeordnete Fuldatals, Manfred Frey.

Auf 40 Musiker, inklusive der Kinder, die noch an Trompete, Klarinette oder Horn in Ausbildung sind, kann der musikalische Leiter, Ernst Brüßler, zählen.

Nicht nur der Wohlklang ist Gold wert. Auch die treuen Aktiven bilden das Kapital des Musikzugs. Zu denen zählen Anita Wendland, Edith Eberhardt und Ewald Jödecke, die seit mehr als 40 Jahren an ihren Instrumenten und hinter den Kulissen für den Erfolg sorgen. Dafür gab es „Gold“ mit Kranz und Diamanten, eine hohe Auszeichnung der Bundesvereinigung der deutschen Musikverbände. Günter Eberhardt, Horst Seeger und Erhard Eberhardt sind sogar über ein halbes Jahrhundert dabei. Sie bekamen Gold mit Ehrenbrief. Gold mit Kranz ging an Walter Makarowski, Brigitte Seeger, Mario Schirmer und Ehrenstabführer Dieter Michel. Der frühere Fuldataler Bürgermeister sammelt seit Jahrzehnten Geld für die Musikanten und füllt auch diesmal die Festschatulle: 5190 Euro, allein die Hälfte davon von der Fieseler-Stiftung, sammelte er nach eigenen Angaben bei Sponsoren ein.

Mit der Resonanz auf die Attraktionen, die der Musikzug dem Dorf tagelang bot, zeigte sich der TV-Vorsitzende Rainer Haldorn zufrieden. Das galt allerdings nicht für den Kommers. Dort blieben am Samstagabend viele Stühle leer. (pdi)

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