Anlass waren die Ausschreitungen in Chemnitz 

250 Spangenberger Schüler demonstrierten gegen rechte Gewalt 

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Wollen ein Zeichen setzen: Die Schülervertretung der Burgsitzschule Spangenberg rief zur Demonstration gegen rechte Gewalt und Rassismus auf.

Spangenberg. 250 Schüler der Burgsitzschule gingen jetzt auf die Straße und demonstrierten gegen rechte Gewalt, Diskriminierung und Rassismus.

Anlass waren die Ausschreitungen in Chemnitz nach einem tödlichen Angriff auf einen 35-Jährigen. Es folgten Attacken von Rechtsextremen auf Ausländer.

Die Schülervertretung der Burgsitzschule Spangenberg wollte ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen: „Wir sind eine Schule ohne Rassismus, eine Schule mit Courage und möchten aktiv gegen Rassismus vorgehen“, sagte ein Schüler gegenüber der HNA. „In unserer Schule sind Menschen aus 15 Nationen – wir wünschen uns ein friedliches Miteinander. Deshalb demonstrieren wir auch gegen Diskriminierung“, sagte eine Schülerin. Besonders in sozialen Medien würden Ausgrenzung und Unterdrückung von Menschen mit anderem Aussehen stattfinden.

Die Schülervertretung organisierte die Demonstration von Freitag bis Dienstag. Eingeladen waren alle Schüler ab der fünften Klasse, sich zu beteiligen. Die Teilnehmer wurden dafür vom Unterricht freigestellt. Auch Eltern und Spangenberger konnten sich der Demonstration anschließen. „Jeder kann teilnehmen, muss es aber nicht. Wir akzeptieren es auch, wenn Schüler eine andere Meinung haben“, sagte ein Mitglied der Schülervertretung. Von den rund 900 Burgsitzschülern beteiligten sich 250.

40 Plakate und Schilder wurden gemeinsam mit der Schülervertretung und jeder einzelnen Klasse gestaltet. Ein Wahlpflichtkurs der Burgsitzschule unterstützte die Aktion und baute Holzrahmen für die Plakate.

Die Demonstration führte von der Schule über die Bundesstraße, durch die Altstadt zum Rathaus am Marktplatz. Dort hielten drei Schüler eine Ansprache. Für die Überquerung der Bundesstraße sperrten die Polizei und die Lehrer die Straße ab, sodass der Verkehr kurzzeitig gestoppt werden musste. „Durch die Straßensperrung erhalten wir möglichst viel Aufmerksamkeit von den Menschen und regen sie hoffentlich zum Nachdenken an“, sagte eine Schülerin.

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