Ärger um Platz geht weiter

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Guter Gesamteindruck: Der neu gestaltete Burgblick-Platz ist nach dem Robert-Weinstein-Platz eine weitere Bereicherung der Felsberger Altstadt. Die Fläche bietet sich auch für Bürger-Zusammenkünfte und Feste an. Schon vor der Umgestaltung gab es hier ein Open-Air-Kíno.  

Bauschäden am Burgblickplatz immer noch nicht beseitigt

Felsberg – Nach wie vor verlangt die Stadt Felsberg von der beauftragten Firma eine ordentliche Beseitigung aller am Burgblick-Platz festgestellten Bauschäden. An dieser Forderung der Stadt vom März vorigen Jahres hat sich nichts geändert. Das hat Bürgermeister Volker Steinmetz auf Anfrage der HNA

bestätigt.

Bei einem Termin mit der Firma im Frühjahr 2019 war verbindlich festgelegt worden, wie es mit der Mängelbeseitigung weitergeht. Getan hat sich bisher nichts. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates scharf kritisiert. „Ich bin entsetzt und enttäuscht“, sagte ein Ortsbeiratsmitglied. Der Ärger geht weiter – Ende offen.

Feststellung und Besichtigung der Baumängel – das war das Thema einer Ortsbesichtigung durch den Ortsbeirat. Auch acht Bürger waren gekommen.

Für mehr als 100 000 Euro war der Platz in der Felsberger Altstadt mit öffentlichen Zuschüssen und vielen Ideen aus dem Ortsbeirat neu gestaltet worden. Im März/April 2018 war er fertig geworden. Eine lange geplante Einweihungsfeier hat bisher nicht stattgefunden – wegen der immer noch nicht beseitigten

Baumängel.Anfangs hatte es – wie berichtet – viel Lob und Anerkennung gegeben, unter anderem für die neue Mauer aus alten Sandsteinen, die den Platz in zwei Flächen aufteilt, für das gelbe Pflaster wie in der Obergasse und das Rosenbeet.

„Wir waren begeistert vom optischen Erscheinungsbild und Gesamteindruck des neuen Platzes, und ich habe den Bauarbeitern ein Frühstück ausgegeben.“ Das hatte Ortsvorsteher Klaus Döll im Dezember 2018 in einer Ortsbeiratssitzung betont. In der hatte es damals schon zum zweiten Mal heftige Kritik an den Mängeln gegeben.

Kaputte Fugen: An vielen Stellen ist der Mörtel herausgebrochen oder er zerbröselt. Das Geländer ist in der Mauer schlecht verankert, Abdeckplatten wackeln.

Im März vorigen Jahres gab es dann erneut Ärger. Die Stadt stoppte die von der Firma begonnenen Arbeiten zur Mängelbeseitigung. Als man gesehen habe, dass auch dies nicht in Ordnung sei, habe man gesagt, „das hat keinen Zweck und ist nicht zielführend“. So hatten es Bürgermeister Volker Steinmetz und der Leiter des Fachbereichs Bauen und Umwelt, Paul Wieder, im HNA-Gespräch formuliert. Die Stadt erwarte nach wie vor eine bessere Arbeitsqualität und nehme die Mängelbeseitigung so nicht hin.

Aber auch ein persönliches Gespräch des Bürgermeisters mit dem Firmenchef blieb ergebnislos.

Die Stadt bestehe auf das Beseitigen aller Mängel, bestätigte Steinmetz jetzt gegenüber unserer Zeitung. Dem Vernehmen nach soll die Liste fast 20 Mängel umfassen.

In der jüngsten Sitzung des Felsberger Ortsbeirates gab es keine Informationen seitens der Stadtverwaltung. In einem Schreiben von Ortsvorsteher Klaus Döll an Bürgermeister Volker Steinmetz heißt es unter anderem: „Bedauert und als Missachtung des Ortsbeirates allgemein kritisiert – auch durch die Zuschauer – wurde, dass trotz Einladung durch den Ortsvorsteher niemand von der Verwaltung, insbesondere des Bauamtes, zur Sitzung erschienen ist und auch keinerlei Information an den Ortsbeirat gegangen ist. Ein schlechteres Bild kann eine Verwaltung mit ihrem Bürgermeister an der Spitze gegenüber einem gewählten demokratischen Gremium und in der Öffentlichkeit nicht abgeben.“

Am Tag der Sitzung hatte Steinmetz auf Anfrage der HNA, wer aus dem Rathaus an der Sitzung teilnehmen werde, erklärt, das werde am Nachmittag in einer Dienstbesprechung entschieden.  Von Manfred Schaake

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