Gensungen

Alter Bahnhof Gensungen: Sanierungskosten belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro

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Vom Schandfleck zum Schmuckstück: Das einst verwahrloste, von der Bahn nicht mehr genutzte Gebäude, wurde von der Stadt mit öffentlichen Zuschüssen saniert und renoviert. Unser Bild zeigt die Fassade der Ostseite mit dem alten, neu aufgebrachten Schriftzug Gensungen.

Von einem Schandfleck zu einem neuen Schmuck-Kasten für die Dreiburgenstadt Felsberg: Der alte Bahnhof Gensungen wurde saniert und soll schon ganz bald genutzt werden.

„Der Bahnhof soll mit vielfältigen Angeboten eine offene Begegnungsstätte für alle werden“, sagte Bürgermeister Volker Steinmetz im HNA-Gespräch.

Mit einem Tag der offenen Tür soll der Bahnhof am Sonntag, 15. September, der Öffentlichkeit vorgestellt werden. An diesem Sonntag wird auch der zweite Felsberger Generationentag begangen.

Der Bahnhof als Teil eines Projektes 

Für 12 000 Euro hatte die Stadt Felsberg das alte Gebäude nach jahrelangem Leerstand im September 2014 in Berlin ersteigert. Es gab keine anderen Bieter. 

Die Bahn hatte das Gebäude schon viele Jahre nicht mehr genutzt. Als es unter den Hammer kam, war es bereits in einem sehr schlechten Zustand. 

Nunmehr ist der Bahnhof Teil des Gesamtprojektes „Zentrum für interkulturelle Bildung und Begegnung“, zu dem auch die Jugendwerkstatt in Felsberg gehört.

In einer Sondersitzung hatten im September 2014 der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Bau- und Planungsausschuss der Stadtverordnetenversammlung dem Magistrat empfohlen, das Gebäude zu erwerben. 

Beantragt hatte dies die SPD-Fraktion. Hintergrund: Man hatte eine Nutzung befürchtet, die den Interessen der Stadt hätte entgegenstehen können.

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten, die immer noch nicht ganz abgeschlossen sind, hatten 2017 begonnen.

Nunmehr soll das Gebäude mit 330 Quadratmetern Nutzfläche, zwei Geschossen und drei Eingängen ein Zentrum für Beratung, Bildung und interkulturelle Treffen werden.

Ziel ist, möglichst unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen

Das Interesse an dem Gebäude sei nennenswert, formuliert Steinmetz. Ziemlich zügig werde der Magistrat über verschiedene Vorschläge der Verwaltung und Nutzungswünsche entscheiden. 

Ziel sei, möglichst viele, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen.

Eine erste Öffnung des Gebäudes sei im Juli geplant. Dann werde das Stadtarchiv zu einer Ausstellung rund um das Thema Ankommen und Bahnhof einladen. 

Das Gebäude kann dann auch besichtigt werden. Ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest.

Die Baukosten belaufen sich derzeit auf etwa 1,14 Millionen Euro. Dazu bekommt die Stadt Felsberg nach Angaben des Bürgermeisters 766 760 Euro Fördergeld.

Teurer geworden sei die Sanierung, weil der Dachstuhl des Gebäudes vom Holzwurm befallen war.

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