Coronavirus

Ansturm auf die Soforthilfe: 2150 Kurzarbeitsanzeigen im Schwalm-Eder-Kreis und Waldeck-Frankenberg

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Der Andrang auf den Online-Antrag für die Corona-Soforthilfe ist weiter hoch. Für den Bezirk der Agentur für Arbeit in Korbach sind die Kurzarbeitsanzeigen rasant angestiegen. 

Insgesamt sind seit Montag vergangener Woche bis gestern 87  700 Anträge über das Online-Formular des Regierungspräsidiums (RP) Kassel eingereicht worden. Rund 25 000 davon sind in diesem Zeitraum dem Hessischen Wirtschaftsministerium zufolge bearbeitet und bewilligt worden. Nach einer Woche sind demnach bereits knapp 250 Millionen Euro Soforthilfe ausgezahlt worden.

Laut Ministeriumssprecherin Franziska Richter stammt der Großteil der Anträge von Kleinstunternehmen. Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt inklusive der vom Bund bereitgestellten Mittel bis zu 10 000 Euro für Soloselbstständige und Betriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern, bis zu 20 000 Euro für Betriebe mit bis zu zehn Mitarbeitern und bis zu 30 000 Euro für Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern. Daten zur regionalen Verteilung der Anträge gibt es bislang nicht.

Wegen der hohen Zahl an eingereichten Anträgen wurde das Personal zur Bearbeitung laut Ministerium mehr als verdoppelt: Insgesamt 700 Mitarbeiter aus den drei Regierungspräsidien Kassel, Gießen und Darmstadt sind damit beschäftigt.

Rasant angestiegen sind auch die Kurzarbeitsanzeigen. Für den Bezirk der Agentur für Arbeit in Korbach, zu dem der Schwalm-Eder-Kreis sowie der Landkreis Waldeck Frankenberg gehören, waren es bis zum 31. März 2150 Anzeigen, die teilweise schon geprüft und erfasst seien, heißt es von Pressesprecherin Gisa Stämm. „Die heimischen Unternehmen nutzen dieses Instrument sehr intensiv. Die Anfragen zum Thema Kurzarbeit sind schlagartig in die Höhe geschnellt“, so Uwe Kemper, Leiter der Agentur für Arbeit Korbach. Der gesamte Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Korbach, das sind 22 Mitarbeiter, wurde in den vergangenen Wochen in der lokalen Arbeitgeber-Hotline konzentriert und hat zum Thema Kurzarbeitergeld beraten, teilt die Agentur weiter mit. Die Zahl der Beratungen zum Kurzarbeitergeld hat sich auf rund 1150 erhöht. Auch beim Jobcenter des Schwalm-Eder-Kreises sind die Auswirkungen der Krise zu spüren: „Die Mitarbeiter der Eingangszonen unserer vier Standorte haben insgesamt rund 250 neue Anträge im Zusammenhang mit dem ab 1. April erleichterten Zugang zu Arbeitslosengeld II ausgegeben. Diese würden nun bearbeitet.

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