Zum Start stotterte es

Arbeit auf psychiatrischer Station an Melsunger Klinik läuft

Alles neu: Peter Wulf, Chefarzt der Psychiatrie und Psychotherapie am Asklepioskrankenhaus Melsungen auf der Station 4. Dort wird die geschlossene Station untergebracht. Daher auch die Kameras an der Decke, diese sind aktuell aber noch nicht angeschlossen. 
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Alles neu: Peter Wulf, Chefarzt der Psychiatrie und Psychotherapie am Asklepioskrankenhaus Melsungen auf der Station 4. Dort wird die geschlossene Station untergebracht. Daher auch die Kameras an der Decke, diese sind aktuell aber noch nicht angeschlossen. 

Die Eröffnung der psychiatrischen Abteilungen am Melsunger Krankenhaus hat sich verzögert. Statt wie geplant Anfang August ging es erst in der vergangenen Woche los.

Melsungen - Aktuell würden acht Patienten stationär behandelt, berichtet Chefarzt Peter Wulf. Zu den Verzögerungsgründen gab es verschiedene Gerüchte. So soll keine Betriebserlaubnis vorgelegen haben und kurz vor der Eröffnung die Frage der Nachtdienste nicht abschließend geklärt gewesen sein.

Die Betriebserlaubnis

Diese liegt für eine psychiatrische Abteilung schon seit Jahren vor, heißt es dazu von Asklepios. Auf diese berufe man sich aktuell. Für den Betrieb einer geschlossenen Station müssten die Ärzte vom Ministerium bestellt werden. Das habe indes noch Zeit.

Die Nachtdienste

In Krankenhäusern ist es üblich, dass die Nachtdienste interdisziplinär übernommen werden. Das heißt, dass Ärzte anderer Fachrichtungen auf Stationen Nachtdienste absolvieren. Anders ist das auf kleinen Stationen nicht zu leisten, heißt es von Asklepios weiter. Dies sei auch so im Konzept für den Betrieb der psychiatrischen Stationen hinterlegt. Nachtdienste seien auch von internistischen Ärzten zu leisten. Ein Psychiater hat aber immer Hintergrunddienst, kann also im Notfall helfen. So sieht es auch das Gesetz vor. Aktuell sucht Asklepios noch einen Oberarzt, das medizinische Personal ist sonst komplett.

Die Bauarbeiten

Fertig ist die Station 4 mit zwölf Betten im Erdgeschoss. Diese wird künftig die geschlossene Station beherbergen. Daher hängen überall auf den Gängen Videokameras. Diese seien aber aktuell noch gar nicht angeschlossen, sagt Peter Wulf, Chefarzt der Psychiatrie. Auf dieser Station würden aktuell die Patienten behandelt. Im ersten Obergeschoss sollen die Arbeiten im Oktober abgeschlossen sein. Dann kann dort der geregelten Krankenhausalltag auf der Station 5 mit 18 Betten beginnen.

Die Ausstattung

Das Stationszimmer der Pflegerinnen ist fertig. Die Patientenzimmer im Erdgeschoss sind genauso saniert wie die komplette Etage im Untergeschoss mit Räumen für Ergotherapie, Gruppensitzungen und dem Büro des Chefarztes. Es gibt einen Aufenthaltsraum, einen reizarmen Raum und den Empfang in der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA).

Die Therapien

Sowohl in der stationären psychiatrischen Behandlung hat die Station ihre Arbeit aufgenommen als auch auf dem Spezialgebiet von Chefarzt Wulf, der Elektrokonvulsionstherapie bei schwerst depressiven Patienten. Auch in der PIA werden Patienten vorstellig. Vitos hat im Haus eine psychiatrische Ambulanz und Tagesklinik. Die Zusammenarbeit sei kooperativ, lobt Wulf. Es gebe Berührungspunkte und man habe sich bereits gegenseitig Patienten geschickt. Denn in erster Linie müsse es immer ums Patientenwohl gehen.

Das Personal

In der Pflege sind bereits 16 Stellen besetzt bei voller Auslastung sollen es mal 23 sein.

Eine Sozialarbeiterin gibt es und der Psychologe beginne im Oktober, sagt Wulf. Dann beginne auch eine zusätzliche Assistenzärztin. (Damai D. Dewert)

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