70 Jahre nah am Kunden

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Fahrzeugpräsentation: Schon vor dem Jubiläumsfest präsentieren hier Andreas Rietschle und seine Frau Birgit den neuen Opel Crossland X.

Felsberg. Die Treue zum Kunden, Zuverlässigkeit, ein gutes Betriebsklima, Erfolge bei der Ausbildung und ein vorbildliches soziales Engagement – das sind Markenzeichen des Autohauses Rietschle.

Das ist seit nunmehr 70 Jahren eine feste Größe in Felsberg. Das Jubiläum wird am Samstag, 24. Juni, von 10 bis 17 Uhr gefeiert.

1947 hat Karl Rietschle (1913 bis 2000) das Unternehmen in Böddiger gegründet. In der dritten Generation sind der Kraftfahrzeug-Betriebswirt Andreas Rietschle (48) und seine Ehefrau, die Kraftfahrzeug-Betriebswirtin Birgit Rietschle (48), Inhaber und Geschäftsführer. Sie hatten 2008 die Leitung des Hauses von Horst Rietschle (72) übernommen. Rietschle hat heute 32 Mitarbeiter. Und auch das gehört zur stolzen Bilanz: Mehr als 130 Lehrlinge – heute Auszubildende genannt– wurden ausgebildet.

Der Traum von der Selbstständigkeit

„In Felsberg begann unser Aufstieg“, sagen Andreas und Horst Rietschle voller Stolz. Im umgebauten Holzstall neben einer Scheune in Böddiger hatte zwei Jahre nach dem Kriegsende alles begonnen –mit der Reparatur von Schleppern. Der gebürtige Züricher Karl Rietschle hatte 1939 in Karlsruhe die Meisterprüfung bestanden. Der Krieg verschlug ihn nach Kassel. Er arbeitete bei den Henschel-Flugmotorenwerken und lernte seine Frau Minna kennen. Deren Eltern betrieben in Böddiger eine Landwirtschaft, die sozusagen Pate stand bei der Gründung des Unternehmens.

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Sich selbstständig zu machen, war schon immer ein Traum von Karl Rietschle. Das Baumaterial aus der im Krieg zerbombten Stadt Kassel zahlte Rietschle mit Speck, Mehl, Butter und Eiern. Schon 1952 baute er eine Reparaturhalle. Für damalige Verhältnisse eine große Halle, denn ein Lastwagen passte schon hinein. Lastwagen aus US-Beständen wurden vor dem Verschrotten bewahrt, für manchen Existenzgründer im Melsunger Land umgebaut.

Bahnbrechend war auch dies: 1953 – als das junge Unternehmen bereits zehn Menschen beschäftigte – kauften Rietschle und der Böddiger Landwirt Heinrich Otto einen selbstfahrenden Mähdrescher. Das erste Gerät dieser Art weit und breit.

„Ich habe in Felsberg eine neuzeitlich eingerichtete Kraftfahrzeug-Reparaturwerkstatt mit Wagenpflege, Großtankstelle und Autoverkauf eröffnet.“ So hat Karl Rietschle 1956 in unserer Zeitung geworben. Der Betrieb in Böddiger war zu klein geworden. Mit Unterstützung des damaligen Bürgermeisters Ernst Schaake hatte Rietschle am Steinweg ein großes Grundstück gekauft. „Felsberg erwies sich als guter Standort für uns“, sagten Andreas und Horst Rietschle heute.

Investition in die Zukunft

Seit 1956 ist Rietschle Partner von Esso und Opel. Es ging immer aufwärts mit dem Betrieb in Felsberg. Werkstätten wurden umgebaut, vergrößert, modernisiert. Neue Hallen, Ausstellungs- und Sozialräume entstanden. Die Waschanlage wurde vergrößert, die Tankstelle mehrfach umgebaut. 2016 wurde die Tankstelle auf den modernsten Stand gebracht, und auch der erweiterte Esso-Shop ist eine Attraktion für Felsberg. „Wir gehören zu den Top 100-Tankstellen in Deutschland“, sagt der Inhaber stolz.

Rietschle investiert weiter in die Zukunft des Unternehmens. Für 2018 kündigt Andreas Rietschle die energetische Komplett-Sanierung der Werkstatt an. „Wir sanieren nach den neuesten Erkenntnissen, und die Werkstatt wird dann allen moderne Anforderungen entsprechen“, sagt Rietschle.

Das Fest

Von 10 bis 17 Uhr wird am Samstag, 24. Juni, auf dem Betriebsgelände am Steinweg das 70-jährige Bestehen des Autohauses Rietschle gefeiert. Es gibt leckere Bratwurst vom Grill, kalte Getränke. Rietschle präsentiert an diesem Tag den neuen Crossland X und Insignia.(ms)

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