B. Braun produzierte seit 2004 eine halbe Milliarde Injektionslösungen in Werk A

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Im Werk A: Markus Hartmann (Meister für Abfüllung und Sterilisation SVP) und Mitarbeiter Yasin Saygili. Er ist unter anderem für die Wartung der Maschine zuständig.

Bei B. Braun ging jetzt die 500-millionste Injektionslösung der aktuellen Produktionslinie in Werk A vom Band. Pro Jahr werden dort 43 Millionen Injektionslösungen hergestellt.

Melsungen. Jeden Tag werden sie tausendfach in Krankenhäusern verwendet, meist um ein Medikament zu verdünnen, bevor es dem Patienten gespritzt wird. Injektionslösungen gehören zur Standardausrüstung einer jeden Klinik. Bei B. Braun ging jetzt die 500-millionste Injektionslösung der aktuellen Produktionslinie in Werk A vom Band. Pro Jahr werden dort 43 Millionen Injektionslösungen hergestellt.

2003 ist die Linie gebaut worden, noch im Dezember desselben Jahres ging sie in Betrieb. Am 12. Januar 2004 startete die Produktion der ersten Flaschen, die dann auch auf den Markt gingen, erläuterte Ralf Althaus, Produktionsleiter von Werk A.

Höhere Anforderungen

Nur wenige Monaten zwischen Inbetriebnahme und Vermarktung seien heutzutage nicht mehr möglich. „Die Auflagen und Anforderungen an die Produktionssysteme sind viel aufwendiger geworden“, sagt Althaus. „Früher musste nur der Gesamtprozess stimmen, heute jeder Einzelprozess“, fügt Markus Hartmann (Meister für Abfüllung und Sterilisation SVP) hinzu. Vor der aktuellen Produktionslinie für Injektionslösungen gab es bereits zwei Vorgängerlinien. Daran erinnert sich auch Werner Koch (65) noch genau. Er arbeitete von 1973 bis 2014 bei B. Braun. „Bei den vorigen Linien arbeiteten wir mit einer ganz anderen Technologie.“ Über einen Kolbenfüller sei die Milliliterzahl der Lösung, die in die Flaschen gefüllt werden sollte, mechanisch festgelegt worden. „Dann kam die erste Linie mit Steuerungen. Das war eine enorme Umstellung für uns.“ Zudem habe es anfangs immer wieder Probleme damit gegeben. Erst als Teile getauscht wurden, sei die Produktion dann nahezu reibungslos gelaufen.

Kochsalzlösungen

In den 200 000 Fläschchen, die in Werk A täglich übers Band gehen, befinden sich überwiegend Kochsalzlösungen. Auch Elektrolytelösungen werden in die Flaschen gefüllt. „Es gibt sicherlich Produkte, die eine höhere Gewinnmarge haben, aber die Lösungen gehören für uns als Generalanbieter einfach dazu“, sagt Althaus zur Bedeutung der Flaschen für das Unternehmen.

In die ganze Welt

Neunzig Prozent der Flaschen werden auf dem deutschen Markt verkauft, die restlichen gehen von Melsungen in die ganze Welt.

B. Braun hat mit den Injektionslösungen in Deutschland einen Marktanteil von 65 Prozent.

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