Rauch kilometerweit zu sehen

Nach Brand im Windrad: Reparatur wird noch geprüft - Kreisstraße bleibt gesperrt

Bei Körle im Schwalm-Eder-Kreis (Nordhessen) ist ein Windrad in Flammen aufgegangen. Lose Teile werden entfernt. Die Kreisstraße bleibt weiter gesperrt.

  • Brand in einem Windrad
  • Standort ist bei Körle im Schwalm-Eder-Kreis (Nordhessen)
  • Feuerwehr lässt Anlage kontrolliert abbrennen
  • Lose Windradteile werden nun entfernt 
  • Die Ursache des Feuers ist weiter unklar

Update vom Freitag, 06.03,2020, 19.35 Uhr: Ein neues Windrad bei Körle wird es nicht geben: Wenn das vom Feuer beschädigte Windrad nicht repariert werden kann, wird an dieser Stelle keine neue Windkraftanlage gebaut. Das bestätigt Benjamin Schmitt, Sprecher der Betreiberfirma Eurowind auf Anfrage der HNA*. 

Er erklärt, dass es das Gebiet in dem das Windrad steht, kein Vorranggebiet für Windenergie sei und dehalb keine Genehmigung zum Bau einer neuen Windkraftanlage ausgestellt werden würde. 

Nach Brand an Windrad bei Körle: Eine neue Windkraftanlage würde nicht genehemigt werden

Am Samstag, 15.02.2020, war in dem Windrad bei Körle ein Feuer ausgebrochen. Das Windrad gehört laut Michael Conrad, Sprecher des Regierungspräsidium Kassel, zu zwei Anlagen die vor etwa 18 Jahren bei Körle errichtet wurden, zu einer Zeit, als es noch keinen Teilregionalplan Windenergie gab. 

Nach Brand in Windrad bei Körle: Ob das Windrad repariert werden kann, ist noch offen - Straße weiter gesperrt

Ob das Windrad wieder repariert werden kann, ist laut der Betreiberberfirma noch vollkommen offen. Da immer noch die Gefahr besteht, dass Teile des beschädigten Windrades herabstürzen können, bleibt die Kreisstraße zwischen Albshausen und Körle wieter gesperrt.

Update von Donnerstag, 27.02.2020, 15.01 Uhr: Nach dem Brand in einem Windrad ist die Straße zwischen Körle und Guxhagen-Albshausen weiterhin gesperrt. Noch immer können Teile des beschädigten Windrades herunterfallen. Auch die Feldwege um die Windkraftanlage bleiben gesperrt. Dies wird sich bis zum Abbau der Anlage nicht ändern. 

Laut Polizeisprecher Volker Schulz wurden die Straßenabsperrungen weggeräumt und zum Teil in den Graben geworfen. Er weist darauf hin, dass dies einen gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr darstellt und mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft werden kann. 

Nach Brand an Windrad - Ursache weiter unklar

Update von Donnerstag, 20.02.2020, 17.30 Uhr: Nach dem Brand in einem Windrad am Samstag, 15. Februar, in Körle ist die Ursache weiter ungeklärt. Das teilt das dänische Unternehmen Eurowind auf Anfrage mit. Derzeit seien Teams in der Anlage und im Umfeld tätig, um der Ursache für den Brand auf den Grund zu gehen, heißt es von Benjamin Schmitt von Eurowind.

„Das Team in der Anlage entfernt lose Teile, damit keine Gefahr mehr besteht, dass weitere Teile herunterfallen.“ Die Anlage sei innen über die Leiter begehbar. Das benachbarte Windrad in Körle ist vom selben Typ. Laut Eurowind deutet aber nichts auf einen Serienfehler hin. 

Die Kreisstraße zwischen Körle und Albshausen ist nach dem Brand weiter gesperrt, teilt der Schwalm-Eder-Kreis mit. Ein Flügel des Windrads drohe abzubrechen. „Die Sperrung muss bis zur Klärung der Gefahrensituation leider aufrecht erhalten werden.“

Brand in Windrad: Ursache des Feuers noch immer unklar

Update am Montag, 17.02.2020, 16.19 Uhr: Nach dem Brand in einem Windrad bei Körle (Schwalm-Eder-Kreis) ist die Ursache des Feuers noch nicht geklärt, wie Benjamin Schmitt vom dänischen Eigentümer Eurowind der HNA* sagte. „Alle Vermutungen zur Ursache zum jetzigen Zeitpunkt wären Spekulationen.“

Jetzt werde erst einmal untersucht, ob die Anlage einsturzgefährdet ist und wenn nicht, ob sie repariert werden kann. Erst dann könne auch eine genaue Angabe zur Schadenssumme gemacht werden. „Wir schätzen den Schaden auf 500 000 bis eine Million Euro“, sagt Schmitt. Es komme darauf an, ob die Anlage repariert werden kann oder nicht.

Brand in Windrad: Gefahr vor herabstürzenden Teilen besteht weiterhin

Nach wie vor bestehe laut Schmitt die Gefahr, dass Teile des Windrads bei Körle herunterfallen könnten. Nach Angaben des Schwal-Eder-Kreises bleibe die Kreisstraße deshalb bis auf Weiteres gesperrt.

Update vom Montag, 17.02.2020, 10.56 Uhr: In Nordhessen hat ein Windrad gebrannt. Die Kreisstraße zwischen Körle und Albshausen ist derzeit noch aus Sicherheitsgründen gesperrt, sagt Körles Bürgermeister Mario Gerhold. Man warte zurzeit auf Mitteilung des Betreibers, ob von der Anlage noch eine Gefahr für den Straßenverkehr ausgehe. Wenn nicht, würde die Straße wieder freigegeben. Die Windrad-Anlage steht 120 Meter von der Kreisstraße entfernt und hat eine Gesamthöhe von 140 Metern.

Windrad brennt in Hessen: Straße weiter gesperrt

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 15.34 Uhr: Nach dem Brand eines Windrades bei Körle im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis am Samstagnachmittag veranlasste die Betreiberfirma - eine dänische Investorengruppe - noch am Samstagabend, dass die Anlage von einem Sicherheitsdienst abgesperrt wird. Das erklärte Körles Bürgermeister Mario Gerhold gegenüber der HNA*.

Brand in Windrad bei Körle: Ob die Windkraftanlage repariert werden kann, ist noch nicht klar

Ob das gesamte Windrad abgebaut oder nur der obere Teil mit Maschinenhaus und Rotorblättern ausgetauscht werden muss, werden Fachfirmen nach Rücksprache mit Eigentümern und Betreibern entscheiden, berichtet die Feuerwehr. Die Kreisstraße zwischen Körle und Albshausen bleibt bis Montag (17.02.2020) gesperrt, sagt Gerhold.

Wegen des Brandes an der Windkraftanlage wurde die Straße zwischen Körle und Guxhagen-Albshausen voll gesperrt.

Brand in Windrad bei Körle: Kreisstraße bleibt bis Montag gesperrt

„Da am Sonntag kräftiger Wind herrscht, besteht noch immer die Gefahr, dass Teile herunterfallen können“, so der Bürgermeister. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, bleibe die Kreisstraße in Absprache mit der Polizei also gesperrt. Zuerst müsse ein Statiker das Windrad prüfen, sagt Gerhold.

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 10.50 Uhr: Nach dem Brand eines Windrads bei Körle (Schwalm-Eder-Kreis) geht die Polizei derzeit von einem wirtschaftlichen Totalschaden an der Anlage aus. Ein Windrad kostet bis zu 870.000 Euro.

Die Kreisstraße zwischen Körle und Albshausen ist nach wie vor gesperrt, erklärte Körles Bürgermeister Mario Gerhold gegenüber der HNA*. "Da für Sonntagvormittag (16.02.2020) außerdem kräftiger Wind vorhergesagt wird, besteht weiter die Gefahr, dass Teile herunterfallen können. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, bleibt die Straße in Absprache mit der Polizei gesperrt. Die Sperrung kann bis Montag andauern. Was nun mit dem Windrad passiert und wie es abtransportiert wird, muss ein Statiker prüfen, sagte Gerhold weiter.

Brand an Windrad bei Körle: Enormer Schaden entstanden - Anlage ist einsturzgefährdet

Update vom Sonntag, 16.02.2020, 6.22 Uhr: Ein Windrad stand am Samstagnachmittag (15.02.2020) bei Körle (Schwalm-Eder-Kreis) in Flammen. Das Feuer ist gegen 16 Uhr im Maschinenhaus ausgebrochen und ging in den späten Abendstunden von selbst aus. Die Feuerwehr habe die Anlage kontrolliert abbrennen lassen, weil sich die Flammen in der Höhe nicht löschen ließen, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Kassel. Es sei ein "hoher Schaden" entstanden.

Das Foto aus Drohnensicht zeigt, welchen Schaden das Feuer am Windrad angerichtet hat.

Wie hessenschau.de berichtete werde die Schadenssumme auf rund 150.000 Euro geschätzt. Warum das Feuer an der Antriebswelle der Anlage ausbrach, war noch nicht ganz klar. Ein Polizeisprecher in Melsungen sagte, man gehe derzeit von einem technischen Defekt aus - und von Einsturzgefahr. Deshalb wurde auch die Kreisstraße zwischen Körle und Albshausen für den Verkehr gesperrt. Im Umfeld des brennenden Rades stehe nur noch eine weitere Anlage, allerdings in unproblematischer Entfernung. 

Brand: Windrad steht im Flammen - Brennende Teile fallen herunter

Erstmeldung, 15.02.2020, 20.31 Uhr: Einsatz für die Feuerwehr: Am Samstagnachmittag (15.02.2020) ist bei Körle im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis ein Windrad in Flammen aufgegangen. Dicke schwarze Rauchwolken, die kilometerweit zu sehen waren, stiegen am Körler Berg auf. Dort brannte, etwa 100 Meter von der Kreisstraße entfernt, das Maschinenhaus der Windkraftanlage in 90 Metern Höhe. Vorbeikommende Autofahrer hatten den Brand um 15.57 Uhr gemeldet.

Flammen schlugen aus dem Gehäuse und auch ein Flügel des Windrades wurde von dem Feuer erfasst. Brennende Teile der Verkleidung aus Glasfaserkunststoff fielen immer wieder brennend zu Boden. Und brannten dort weiter. Mehrere Büsche und Bäume unterhalb des Windrades wurden ein Raub der Flammen.  

Brand im Windrad bei Körle: Gefahr zu hoch - Feuerwehren können nicht löschen

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Körle, Wagenfurth, Guxhagen und Melsungen. Doch die Wehren waren mehr oder weniger zum Zuschauen verurteilt. Die Gefahr, dass die Einsatzkräfte von herabstürzenden Teilen getroffen wurden, war zu hoch. 

Weder das Windrad, das eine Nabenhöhe von 90 Metern hat, dazu kommen noch die Rotoren mit einer Spanweite von 30 Metern, noch die am Boden weiter brennenden Verkleidungsteile konnten von den Feuerwehren gelöscht werden, die Wurfweiten der Strahlrohre und Wasserwerfer reichen nicht bis in diese Höhen. 

Auch Drehleitern und Gelenkmastbühnen kommen nicht so hoch. Zudem ist ein Aufstellen unter der Anlage viel zu gefährlich. Die über 40 Einsatzkräfte, unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Jens Schenkluhn, sicherten den Bereich um das Windrad weiträumig ab.

Brand im Windrad bei Körle: Betreiber der Anlage nicht erreichbar

Ein großes Problem bestand für die Einsatzleitung darin, einen Verantwortlichen der Betreiberfirma für das Windrad zu erreichen. Man hatte zwar entsprechende Telefonnummern, doch überall war ein Anrufbeantworter geschaltet, beziehungsweise es ging niemand ran. Bis nach 18 Uhr, also auch zwei Stunden nach Brandausbruch, war es nicht möglich, einen Kontakt zu der Firma herzustellen

Das Windrad gehört einer dänischen Investorengruppe. Betrieben wird es wohl von der Firma LUV in Oldenburg. Die Höhe des Schadens ist noch unklar.

Brand im Windrad bei Körle: Kreisstraße Richtung Guxhagen-Albshausen voll gesperrt

Die Kreisstraße zwischen Körle und Guxhagen-Albshausen wurde voll gesperrt. Körles Bürgermeister Mario Gerhold, Kreisbrandmeister Frank Nuhn und Mario Missler vom Regierungspräsidium Kassel, waren ebenfalls an der Einsatzstelle. 

Ein Windrad ist bei Körle im Schwalm-Eder-Kreis in Flammen aufgegangen.

Gerhold veranlasste, dass die Wirtschaftswege, die an dem Windrad vorbeiführen, ebenfalls gesperrt wurden. Um Schaulustige auf die Gefahr des Absturzes weiterer Teile von der Windkraftanlage hinzuweisen, wurden entsprechende Hinweisschilder aufgestellt, und das Annähern an den Gefahrenbereich verboten.

Brand im Windrad bei Körle: Bilder einer Drohne helfen den Einsatzkräften

Mit Bildern aus einer Drohne, die von René Fischer aus Dörnhagen zur Verfügung gestellt wurde, konnte sich die Einsatzleitung nähere Informationen zu dem ausgebrannten Maschinenhaus an dem Windrad holen. Auch zwei Stunden nach Brandausbruch, waren in dem Teil der Anlage noch Flammen und Glutnester auf den Bildern zu sehen. Die Einsatzkräfte blieben bis weit nach Einbruch der Dunkelheit vor Ort, um den Gefahrenbereich abzusichern.

Wie weiter vorgegangen wird, ob das Windrad komplett abgebaut, oder nur der obere Teil mit Maschinenhaus und Rotorblättern, ausgetauscht werden muss, werden entsprechende Fachfirmen nach Rücksprache mit Eigentümern und Betreibern, die hoffentlich in den nächsten Tagen erreicht werden können, entscheiden.  

Brand in Windrand bei Körle

Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
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Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
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Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
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 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth
Brand in Windrand bei Körle
 © Helmut Wenderoth

Brand im Windrad: Bei Trendelburg stürzten im Sommer 2018 Teile herab

Feuer in einem Windrad gab es auch im Juni 2018 bei Trendelburg* im Landkreis Kassel: Auch hier konnte die Feuerwehr den Brand nicht löschen, sondern musste das feuer von selbst erlöschen lassen. Da Teile des Gehäuses in die Tiefe stürzten, wurde auch hier damals der Bereich großräumig abgesperrt. 

Rund zwei Wochen später war das Windrad repariert und wieder in Betrieb. Vermutet wurde, dass ein technischer Defekt im Maschinenhaus den Brand ausgelöst hat. Den Schaden am Windrad hat der Betreiber damals mit etwa 75.000 Euro* angegeben.

Von Helmut Wenderoth/Linett Hanert/Svenja Wallocha, Carolin Hartung

*hna.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Rubriklistenbild: © Clemens Krapp

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