Bundestags-Vizepräsidentin Ulla Schmidt besuchte Malsfelder Werkstätten

Zu Gast in den Malsfelder Werkstätten: Bundestags-Vizepräsidentin Ulla Schmidt (Mitte), hier mit Stefan Burckhardt (vorne), Beschäftigter bei der Diakom. Außerdem im Bild von links: Burkhard Finke, Markus Siebert, Dr. Edgar Franke, Heike Wüst, Joachim Bertelmann, Volker Wagner, Markus Gepperth, Ingrid Dilchert, Herbert Vaupel und Erika Schäler. Foto: Féaux de Lacroix

Malsfeld. Prominenter Besuch war am Donnerstag in den Malsfelder Werkstätten der Baunataler Diakonie Kassel (Bdks) zu Gast.

Ulla Schmidt, Bundestags-Vizepräsidentin und Vorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe, machte einen Rundgang durch die Tagesförderstätte, die Werkstätten und die Diakom, die Arbeitsplätze für Menschen mit psychischen Problemen bietet.

Begleitet wurde Schmidt vom Bundestagsabgeordneten Dr. Edgar Franke (SPD) und dem Malsfelder Bürgermeister Herbert Vaupel sowie von Vertretern der Bdks und der Melsunger Lebenshilfe.

Schmidt betonte während ihres Besuchs: „Ich gehöre nicht zu denen, die glauben, dass wir die Werkstätten nicht mehr brauchen.“ Es sei ein Irrglaube, dass alle Menschen einen Platz auf dem ersten Arbeitsmarkt finden könnten. „Menschen mit Behinderung werden immer auch geschützte Räume brauchen.“

Allerdings müssten die Werkstätten offener und durchlässiger werden, um mehr Beschäftigten den Wechsel in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen, sagte Schmidt. Auch, nachdem sie einen solchen Arbeitsplatz gefunden hätten, bräuchten Menschen mit Behinderung oft weiterhin Unterstützung und Begleitung, führte die SPD-Politikerin aus.

„Genau diese Durchlässigkeit wünschen wir uns auch“, sagte Joachim Bertelmann, Vorstandsvorsitzender der Bdks. „Man braucht aber Unternehmen, die bereit sind, diesen Weg mitzugehen“, betonte Ulla Schmidt. Sie stellte fest, dass sich die Behindertenwerkstätten in den vergangenen Jahren sehr verändert hätten: „Früher haben alle Beschäftigten nur Schrauben verpackt.“ Heute seien die Aufgaben vielfältiger. Das gilt auch für die Einrichtung in Malsfeld: Die Beschäftigten verpacken, konfektionieren und montieren für Unternehmen wie B. Braun, Volkswagen und die Hütt Brauerei.

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