Claus war über 20 Jahre an Melsunger Klinik tätig

Chefarzt Dr. Gunther Claus verlässt Asklepiosklinik Melsungen

Asklepios Krankenhaus Melsungen
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Asklepios Krankenhaus Melsungen

Jetzt ist es amtlich: Asklepios und Chefarzt Dr. Gunther Claus gehen ab sofort getrennte Wege. Die Entscheidung hatte sich in den vergangenen Wochen bereits abgezeichnet. Asklepios hatte dem langjährigen stellvertretenden Ärztlichen Direktor der Schwalm-Eder-Kliniken angeboten, die Leitung der Medizinischen Versorgungszentren in der Region zu übernehmen. Claus hatte dies abgelehnt.

Melsungen – Der 56-jährige Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie ist seit über 20 Jahren als Chefarzt in Melsungen tätig. Er begann damals 35-jährig als einer der jüngsten Chefärzte in der Akutmedizin hessenweit. Wie kein anderer wird er mit dem Melsunger Krankenhaus verbunden.

In der Pressemitteilung von Asklepios heißt es, Claus verlasse das Krankenhaus, um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Wie genau die aussehen, war zuletzt aber noch nicht klar. Er bleibe der Region erhalten, sagte er gegenüber der HNA. Wo genau er seine berufliche Laufbahn fortsetze, könne er aber erst in der kommenden Woche mitteilen.

Gunther Claus

Die Trennung erfolgte laut Asklepios in beidseitigem Einvernehmen. „Wir bedanken uns bei Dr. Gunther Claus für seinen jahrelangen Einsatz für die Klinik in Melsungen. Er ist ein Arzt mit Leib und Seele und gibt für seine Patienten immer sein Bestes, für seine Zukunft wünschen wir ihm alles erdenklich Gute“, sagt Geschäftsführerin Dr. Dagmar Federwisch.

20 Jahre und sechs Monate sei er in Melsungen Chefarzt gewesen, sagt Claus. Auch wenn es zuletzt einen Investitionsstau baulicher Natur gegeben habe, hinterlasse er eine komplett ausgestattete endoskopische Abteilung für beispielsweise Magenspiegelungen. Es gebe außerdem eine komplette Funktionsdiagnostik für Herz- und Kreislauferkrankungen. Die Betten der Abteilung für Innere Medizin würden aktuell interdisziplinär belegt. Hinzukommen sechs Betten der Intensivpflege (Intermediate Care, IMC).

Personell sei die Station zufriedenstellend ausgestattet. Der Betrieb laufe gut. Asklepios hätte zuletzt auch in die Ausstattung investiert – zum Beispiel in neue Betten. Personelle Engpässe gebe es beim Röntgen, das sei aber ein deutschlandweites Problem, sagt Claus.

Die Abteilung für Innere Medizin hat in Melsungen aktuell 28 Betten sowie sechs Betten für Intensivüberwachungspflege (IMC). Neuer Chefarzt wird Dr. Jens Zemke. Er übernimmt nach Aussage von Federwisch neben der chefärztlichen Leitung der Geriatrie auch die chefärztliche Leitung der Inneren Abteilung. Außerdem wird Anas Suliman, der bereits in Melsungen kardiologisch als Oberarzt gearbeitet hat, neben seiner Tätigkeit in Schwalmstadt auch wieder in Melsungen arbeiten. Die internistische Weiterbildung werden der Ärztliche Direktor Dr. Matthias Schulze und Jens Zemke übernehmen. Die Klinikstandorte würden so noch enger zusammenwachsen. Neu bei Asklepios im Schwalm-Eder-Kreis ist die Klinikmanagerin Desiree Schumacher (28). Die Betriebswirtschaftlerin folgt auf Fabian Mäser, der im August als Geschäftsführer zur Asklepiosklinik nach Lich gewechselt war. Von dort kommt Schumacher.

Von Damai D. Dewert

Das neue Asklepios-Team vor dem Melsunger Krankenhaus von links Dr. Jens Zemke, Dr. Dagmar Federwisch, die neue Klinikmanagerin Desiree Schumacher, Anas Suliman und der Ärztliche Direktor Dr. Matthias Schulze.

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