Computerspieler aus ganz Nordhessen waren bei der Paradox-Lan

Spielen gemeinsam: André Berge (unten von links), Dominik Christoph, Niklas Giese, Björn Barkhoff (oben von links) und Torben Jutzi sind das Team G.o.B.

Melsungen. Die ganze Nacht durch zockten die Teilnehmer bei der Paradox-Lan-Party in der Melsunger Kulturfabrik.

„Ich habe heute bis 14 Uhr geschlafen. Das war meine Vorbereitung. Das komplette Gamer-Klischee“, sagte Dominik Wildner (21) und lachte. Er ist einer der über 100 Videospieler, die am Wochenende an der Paradox-Lan-Party in Melsungen teilgenommen haben. Von Samstagnachmittag bis Sonntagmittag fand die Party statt. Dabei wurden Computer über ein lokales Netzwerk miteinander verbunden. Mittelpunkt bildeten Einzel- und Teamturniere, in denen sich die Teilnehmer messen konnten.

Dominik Wildner hat über die Nacht an vier Turnieren teilgenommen. Der Altmörscher kommt schon seit sechs Jahren zur Paradox-Lan. Für ihn und seine Freunde sei es zur Tradition geworden. Er mag vor allem die Atmosphäre: „Hier ist es sehr familiär. Man kennt fast jeden und alle sind super freundlich.“ Auch das Nebenprogramm hatte es Dominik Wildner angetan. Sein persönlicher Höhepunkt: Das Nerfgun-Turnier, bei dem mit Spielzeugwaffen auf Ziele geschossen wurde. Als Preis gab es eine Spielzeugwaffe. „Ich habe schon oft gewonnen und so eine kleine Sammlung zusammenbekommen“, sagte der 21-Jährige.

Das Herzstück der Paradox-Lan war im Saal Eder der Kulturfabrik. Dort summten leise Computer, das Deckenlicht war gedimmt. Die Gesichter der Spieler wurden fast ausschließlich von den Bildschirmen erhellt. Darauf liefen die verschiedensten Spiele: Die Teilnehmer verteidigten unter anderem Türme, bauten Städte oder fuhren Rennen. Die meisten spielten gemeinsam.

Im hinteren Teil des Saales saßen die Teams. Sie forderten sich die ganze Nacht über im Taktik-Shooter-Spiel Counter Strike gegenseitig heraus. Zum ersten Mal dabei war das Team G.o.B. aus dem Melsunger Raum. Zum Sieg reichte es bei ihnen nicht. G.o.B. schied im Achtelfinale aus. „Das nervt schon. Es hat trotzdem Spaß gemacht und wir kommen nächstes Jahr wieder“, sagte Niklas Giese (21) aus Melsungen.

Im Foyer war derweil auch einiges los. Viele Spieler vertrieben sich dort die Zeit an alten und neuen Videospielkonsolen und Computern. Auch ein Stand des Retrogaming-Ladens Flashback aus Kassel wurde aufgebaut. Beliebt war Friseur Markus Salomon, der wie im letzten Jahr kostenlos Haare schnitt. Die Organisatoren waren auch trotz ein paar technischer Probleme zufrieden. „Verzögerungen kommen immer vor. Insgesamt war es ein absolut gelungenes gemütliches Festival“, sagte Josefin Knauf vom Catering.

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