Coronavirus

Land beschließt Lockerungen: Freibäder im Altkreis Melsungen bereiten sich auf Öffnung vor 

Freut sich auf die Eröffnung kommende Woche: Schwimmmeister Kevin Härtling vom Freibad Unter den Eichen in Guxhagen. 1000 Personen dürfen ab kommender Woche ins Bad. Foto: TINA HARTUNG

Das Land hat weitere Corona-Lockerungen beschlossen. In den Freibädern im Altkreis Melsungen bereitet man sich auf die Öffnung vor. 

In den Grundschulen wird ab dem 22. Juni der Präsenzunterricht aufgenommen, die Kita-Betreuung soll ab dem 6. Juli wieder wie gewohnt sichergestellt werden und bereits ab kommenden Montag, 15. Juni, dürfen Schwimm- und Freibäder sowie Badeseen und Saunen wieder öffnen.

Freibäder im Altkreis Melsungen 

ImFreibad in Guxhagen ist man für die Eröffnung in der kommenden Woche bestens gerüstet. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt Schwimmmeister Kevin Härtling glücklich darüber, dass die Freibäder endlich öffnen dürfen. Der Hygieneplan hätte bereits vor zwei Wochen gestanden und könne bis auf ein paar kleine Änderungen so umgesetzt werden, sagt er. Während Härtling und seine Kollegen mit zehn Quadratmeter pro Badegast gerechnet hatten, müssen jetzt nur fünf Quadratmeter je Besucher gewährleistet werden. Dennoch will das Guxhagener Bad an dem größeren Abstand festhalten. Es seien zwar 2000 Badegäste erlaubt, die 1000-Besucher-Marke wolle man aus Sicherheitsgründen nicht überschreiten, macht Härtling deutlich. Um genau zu wissen, wie viele Gäste sich gerade im Bad befinden, wurde am Eingang eine Lichtschranke installiert. Absperrungen oder Einbahnstraßen soll es in den Becken nicht geben. Dabei appelliert Härtling an das Verständnis der Gäste, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Wann genau nächste Woche das Freibad öffnet, wird morgen entschieden.

Im Felsberger Ernst-Schaake-Bad freut man sich über die Nachricht aus Wiesbaden. „Es ist aber auch klar, dass wir nicht sofort ab dem 15. Juni öffnen können, aber wir sind in den Vorbereitungen“, sagt Bademeister Uwe Heppe. Ein Hygienekonzept hat der Schwimmmeister dem Magistrat der Stadt bereits vorgelegt, erzählt er. Darin enthalten sind Überlegungen, wie man Warteschlangen vermeiden und Sanitäranlagen nutzen kann. In Felsberg dürfen 260 Menschen rein. Wann und ob das Freibad öffnet, ist für Felsbergs Bürgermeister Steinmetz noch nicht zu 100 Prozent sicher. „Wir werden uns erst mit dem Landkreis abstimmen müssen. Dann wird auch besprochen, ob die Freibäder nur für Vereine oder auch für Freizeitbesucher geöffnet werden“, sagt er. Er gibt zu bedenken, dass man schauen müsse, ob sich eine Freibad-Öffnung aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten in diesem Jahr noch lohne.

Das Hallenbad und das Freibad in Spangenberg sind startklar für eine Öffnung am Montag. Das teilte Life-Balance-Campus-Geschäftsführer und 2. Vorsitzender des Vereins Pro Aqua, Achim Jung, mit. Man habe auf die Lockerung spekuliert und deshalb lägen für beide Bäder Hygienekonzepte vor. Man müsse bei den Badenden viel auf Eigenverantwortlichkeit setzen. Er sei sehr optimistisch und sehe die Lockerung positiv. „Aus betriebswirtschaflicher Sicht muss es sein, aber natürlich bleibt der Beigeschmack, dass man nicht weiß, wie es sich gesundheitlich auswirken wird“, sagt Jung. Für das Freibad, das der Verein Pro Aqua betreibt, überlege man, dass Anwesenheitslisten, die geführt werden müssten, zum Beispiel vorher im Internet heruntergeladen werden können, um eine Schlangenbildung vor der Kasse zu vermeiden.

Grundschulen

„Wir stehen erneut vor einer enormen Herausforderung“, sagt Sieglinde Strieder von der Burgsitzschule in Spangenberg. Dennoch sei sie überzeugt, dass der Präsenz-unterricht ab 22. Juni an Grundschulen zu schaffen sei. Sie könne den Schritt, die Schulen zu öffnen, nachvollziehen. Derzeit habe sich das Kollegium in der Stundenplan-Planung für das kommende Schuljahr befunden. „Aber das stellen wir jetzt erst mal zurück“, sagt Strieder. Jetzt würden eben die Klassenräume, die vorher ausgeräumt worden waren, um die Abstandsregelung zu gewährleisten, wieder voll geräumt und Stundenpläne für die letzten beiden Wochen vor den Ferien erstellt. Wie die Schüler mit der neuen Regelung umgehen, das könne sie noch nicht abschätzen.

Wolfgang-Fleischert-Schule: „Wir haben für Röhrenfurth eine besondere Regelung gefunden, die in der kommenden Woche noch abgestimmt werden muss“, sagt Schulleiterin Doris Ilgen. Die aktuellen Regeln – derzeit werden die Jahrgänge 3 und 4 in der Vierbuchenhalle unterrichtet – würden beibehalten. „Unsere Kinder sind keine Versuchskaninchen. Wir werden den Unterricht aber von 11.30 auf 12 Uhr erweitern.“ Die Schüler der Jahrgänge 1 und 2 erhielten dann auch vier Stunden Präsenzunterricht. Der Kinderverein unterstützt in der Betreuung täglich bis 13 Uhr. Sonst betreut der Kinderverein bis 17 Uhr, dies könne aber nicht geleistet werden. Zumal dann Kinder aller Jahrgangsstufen zusammen kämen und das Abstandsgebot wieder gelten würde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.