Coronavirus

Corona in Felsbergs Partnerstädten: So geht es den Menschen in Felsberg in der Schweiz

Blick auf Felsbergs Partnerstadt bei Sonnenaufgang: Die Kirche der Gemeinde Felsberg in der Schweiz. Foto: gemeinde felsberg

In einer Serie stellen wir die Situation in Felsbergs ausländischen Partnerstädten und -gemeinden in der Coronakrise vor. Heute geht es um Felsberg in der Schweiz.

Felsberg/Felsberg – Die Menschen in der Gemeinde Felsberg in der Schweiz kehren wieder zur Normalität zurück. Im Schweizer Felsberg leben rund 2700 Menschen. 35 von ihnen hatten sich mit dem Coronavirus angesteckt (Stand 2. Juni). Das erzählt Peter Camastral, der Gemeindepräsident Felsbergs. Das Virus hat die Partnergemeinde der hiesigen Drei-Burgen-Stadt nicht so hart getroffen – anders als den Rest der Schweiz.

Das Land hatte zu Beginn der Pandemie mit ähnlich hohen Infektionszahlen wie sein Nachbarland Italien zu kämpfen. Vor allem in den Grenzregionen zu Frankreich und Italien war die Lage äußerst kritisch. Die Situation habe sich aber nicht so dramatisch entwickelt, wie im Rest Europas.

Blick auf Felsbergs Partnerstadt bei Sonnenaufgang: Die Kirche der Gemeinde Felsberg in der Schweiz. Foto: gemeinde felsberg

Die Kurve der Neuansteckungen flachte seit Ausrufung des Notstands am 16. März ab. Grenzschließungen, Geschäftsschließungen, ein Versammlungsverbot und andere Maßnahmen werden laut Neue Züricher Zeitung als Gründe für diesen Erfolg genannt.

30 972 bestätigte Corona-Fälle zählt die Schweiz aktuell, in der 8,5 Millionen Menschen leben. 1661 Menschen sind in Folge der Erkrankung gestorben. „In unserer Region sind mir keine Todesfälle bekannt“, so Camastral. Anders als im gesamten Kanton Graubünden, in dem Felsberg liegt. „45 Menschen sind gestorben“, sagt er.

Mittlerweile sind wieder Restaurants und Läden geöffnet. Auch die Volksschule ist im Normalbetrieb mit den üblichen Hygienemaßnahmen, sagt der Gemeindepräsident. „Die Untergymnasien sind aber noch geschlossen.“

Auch im öffentlichen Nahverkehr spüre man noch die Folgen des Lockdowns, so Camastral. „Der öffentliche Verkehr wird hochgefahren, aber noch wenig genutzt.“ Für Betriebe und Verkaufsläden gelten die Abstandsregeln, wie sie auch bei uns zulange praktiziert werden.

Der Einlass in die Geschäfte funktioniert nach dem Tröpfchen-System: ist die Höchstzahl erreicht, darf erst wieder eine Person eintreten, wenn eine andere das Geschäft verlässt.“

Anders als in Deutschland gibt es keine Maskenpflicht, aber eine Empfehlung, wo sie zu tragen sind, erzählt Camastral. „Die Schweiz hatte zu wenig Schutzmasken, um eine Tragpflicht zu verlangen.“ Was nicht weiter schlimm sei: Die Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen hätten auch sehr gute Wirkung zum Verhindern der Ausbreitung gezeigt, sagt er.

Traurig für die Partnergemeinde in er Schweiz sei der Ausfall der Fasnacht am 29. Februar gewesen. Mehr als 1000 Teilnehmer lockt die Feierlichkeit jährlich an, so der Gemeindepräsident.

Seit dem 6. Juni sind viele weitere Beschränkungen weggefallen, sagt Camastral. „Versammlungen mit 30 Menschen und Veranstaltungen mit bis zu 300 Personen sind wieder erlaubt“, so Camastral. Die schrittweisen Lockerungen hätten bis jetzt noch nicht zu einem Anstieg der Ansteckungen geführt. „Hoffen wir, dass es auch so bleibt.“

Felsbergs Partner

Felsberg pflegt vier Partnerschaften zu nationalen und internationalen Städten und Gemeinden. Dingelstädt in Thüringen ist die einzige Partnerstadt in Deutschland. Internationale Freundschaften gibt es zu Vernouillet in Frankreich, Felsberg in der Schweiz und Cheddar in England.

Der Austausch nach England mit der Gemeinde Cheddar sei leider zum Erliegen gekommen, berichtet Städtepartnerschaftsbeauftragter Ulrich Brandenstein. In diesem Jahr war erstmals wieder ein Besuch mit einer Kleingruppe nach Cheddar geplant. „Ziel war es vor Ort zu sehen, ob noch Kontakte aufgefrischt oder neu hergestellt werden können“, sagt Brandenstein. Auch diese Fahrt, die über das 1. Mai-Wochenende geplant war, musste abgesagt werden.

Ansprechpartner ist Ulrich Brandenstein Tel. 05662/3734.

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