Coronavirus: Gäste verboten 

Coronavirus: Verbot von Urlaubs- und Geschäftsreisen setzt den Betrieben zu - Heimische Hotels in Not

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Einladend, aber leer: Das Esszimmer im Hotel Hessischer Hof ist derzeit leer. Das Hotel hat keine Hotelgäste mehr. Dafür liefert die Hotelküche Essen an Melsunger aus. 

Morschen/Melsungen/Guxhagen – Restaurants, Spas und Bars sind geschlossen. Nur noch ganz wenige Gäste übernachten derzeit in Hotels in der Region.

Bis auf wenige Ausnahmen ist das übernachten in Hotels untersagt. Für die Hotels geht es auch ums Überleben.

Coronavirus: Kurzarbeit Thema  im Kloster Haydau

So ist die Situation im Hotel Kloster Haydau in Morschen. „Wir prüfen gerade, ob wir über Ostern zwei Wochen komplett schließen“, sagt Direktor Alexander Hess vom Hotel Kloster Haydau. Die Ferienzeit sei in dem überwiegend von Geschäftsleuten genutzten Hotel generell eine buchungsarme Zeit und touristische Reisen sind jetzt nicht mehr erlaubt.

Zurzeit finden Teammeetings statt, in denen die Mitarbeiter informiert werden – auch Kurzarbeit ist ein Thema, sagt Hess. 80 Mitarbeiter sind derzeit im Hotel Kloster Haydau fest angestellt. Man wolle die Situation für die Mitarbeiter so verträglich wie möglich regeln. „Aber es sind harte Einschnitte für uns alle“, sagt Hess.

Auslastung auf einem Minimum: Das Hotel Kloster Haydau in Altmorschen hat derzeit auch kaum Gäste. Foto: Manfred Schaake

Jetzt würden Dinge erledigt wie Inventur, Grundreinigung, streichen und Fenster putzen, die sonst nebenbei erledigt würden oder von Firmen. „Aber irgendwann ist auch das letzte Fenster geputzt“, sagt der Hoteldirektor.

Schwierig sei auch die Situation bei Veranstaltungen wie etwa Hochzeiten. Man müsse die Paare jetzt zum Teil auf unbestimmte Zeit vertrösten. Andere Veranstaltungen würden derzeit kurzfristig abgesagt. „Es wird extrem für uns werden, wir hoffen jetzt auf den Herbst“, sagt Hess.

Coronavirus: Hessischer Hof hofft auf Gäste nach Ostern

Die Hotelauslastung liege überlicherweise bei 70 bis 80 Prozent. Aktuell tendiere sie gegen null, sagt Katrin Markolf. Gemeinsame mit ihrer Schwester Amelie Markolf führt sie das Hotel in Melsungen an der Rotenburger Straße. In der vergangenen Woche seien noch Urlaubsgäste da gewesen. Das sei ab sofort untersagt. Vereinzelt wären noch Dienstreisende von den großen Unternehmen Melsungens da gewesen, aber diese blieben nun fern, sagt Katrin Markolf. „Wir schauen mit großem Bauschschmerzen in die Zukunft“, sagt die 31-Jährige. Den März habe man noch überbrückt beommen, im April sei schon ein Kraftakt nötig und darüber hinaus wolle sie gar nicht nachdenken. Sicher sei aber, dass keine Mitarbeiter entlassen würden: „Alle sind uns shcon lange verbubnden“, sagt Markolf. Die Ungewissheit sei schlimm und mache Planungen unmöglich.

Sie hoffe auf Gäste nach Ostern und auf die Politik. „Wir hoffen, dass wir von den Versprechen der Bundesregierung irgendwie profitieren.“ Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) kümmere sich um die Interessen der Hoteliers. Und das sei nötig: „Wir brauchen als Branche Hilfe. Kredite helfen uns nicht. Wie sollen wir diese denn künftig zurückzahlen?“ Sinnvoller seien beispielsweise Steuersenkungen. Um die Küche auszulasten, bietet das Hotel ab sofort Essen außer Haus an. Für die Zeit von 18 bis 20 Uhr kann bestellt werden. In der Innenstadt liefert Katrin Markolf das Essen auch aus. Das sei vor allem auch ein Service für Senioren, sagt sie. Verpackungsmaterial gebe es, das Essen werde aber auch auf mitgebrachtem Geschirr ausgegeben. Man sei in allen Dingen flexibel.

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