Wildecker Herzbuben: Wilfried Gliem dementiert Pleite-Gerüchte um seinen Partner

„Das ist alter Quatsch“

Herzilein war ihr größter Hit: Als Wildecker Herzbuben, hier bei einem Auftritt in der ARD-Sendung „Frühlingsfest der Volksmusik“, etablierten sich Wollfgang Schwalm (links) und Wilfried Gliem schnell in der Volksmusik-Szene. Archivfoto: nh

schwalm-eder. „Und wieder ist ein Teil seines Vermögens futsch“: So titelte Bild.de, die Internet-Ausgabe der Boulevardzeitung, am Montag einen Artikel über Wolfgang Schwalm, den Sänger der Wildecker Herzbuben. Der gebürtige Görzhainer wurde in der Internet-Ausgabe der Boulevardzeitung als Verlierer (neben Hape Kerkeling als Gewinner) eingestuft. Der Grund: In Neukirchen seien jüngst zwei Häuser des 55-jährigen Schunkelstars zwangsversteigert worden. Der Musiker habe die Hypotheken nicht mehr zahlen können und Insolvenz anmelden müssen. Damit sei wieder ein Teil seines Vermögens futsch, heißt es weiter. Das Fazit von Bild.de: „Herzilein, du musst nicht traurig sein.“

Zu den genaueren Umständen der Insolvenz und der Zwangsversteigerung wollte sich Insolvenzverwalter Carsten Koch auf HNA-Nachfrage nicht äußern. Schließlich handele es sich bei Schwalm um eine Privatperson, dessen finanzielle Verhältnisse im Gegensatz zu einer großen Firma mit vielen Beschäftigten nicht von öffentlichem Interesse sei.

Entschiedene Worte findet Schwalms Partner Wilfried Gliem. „Das ist alter Quatsch“, sagt der zweite Herzbube, der zugleich Manager der Volksmusiker ist. Bei der Versteigerung sei es um einen reinen Verwaltungsakt in einem über mehrere Jahre laufenden Insolvenzverfahren gegangen, sein Partner selbst habe dadurch keinen neuen finanziellen Verlust erlitten.

Die Häuser hätten längst nicht mehr Wolfgang Schwalm gehört, Eigentümer der Immobilien seien die Banken. Außerdem sei die Zwangsversteigerung bereits im Sommer über die Bühne gegangen. Daher sei die Bild-Geschichte kalter Kaffee.

„Er ist ganz glücklich.“

Winfried gliem über Wolfgang Schwalm

Schwalm führe mit seiner neuen Lebensgefährtin Diana im thüringischen Altenburg ein solides Leben mit einem guten Einkommen. Gliem: „Das weiß ich definitiv.“ Seinem Partner gehe es gut, „er ist ganz glücklich“. Vor 20 Jahren hatte Wolfgang Schwalm gemeinsam mit Wilfried Gliem mit „Herzilein“ einen Megahit gelandet. Als Wildecker Herzbuben ist das Duo immer wieder im Fernsehen und auf Hallenbühnen zu Gast.

In die Schlagzeilen war Wolfgang Schwalm aber mehrfach auch wegen privater Dinge geraten. Im Mai 2005 hatte der Musiker seine Ehefrau Marita nach 31 gemeinsamen Jahren wegen einer 15 Jahre jüngeren Geliebten verlassen. Ein Jahr später machte Schwalm mit Finanznöten von sich reden. Die Bild-Zeitung hatte damals berichtet, Schwalm habe heftige Geldsorgen. Der Herzbube, der drei Kinder und zwei Enkelkinder hat, stellte später beim Amtsgericht Marburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

Weniger Auftritte

Deshalb habe er zwei seiner Häuser verkaufen müssen, hieß es damals – Grund sei auch die bevorstehende Scheidung gewesen. Außerdem hätte das Duo seinerzeit so wenig Auftritte gehabt, dass Schwalm nach eigenem Bekunden die Raten für die Häuser nicht mehr habe zahlen können. „Das war damals eine ungünstige Schutzbehauptung“, erklärt Gliem rückblickend. Und: Nachdem sich die Herzbuben früher eine Zeitlang in einschlägigen Fernsehshows regelmäßig als die Deppen verkauft hätten, hätte das Duo sich selbst eine Pause verordnet. Mit der Anzahl der Auftritte in den vergangenen Jahren seien die Wildecker Herzbuben sehr zufrieden, sagt Gliem, „auch dieses Jahr war sehr erfolgreich.“ Die Geschäftslage sei sehr gut, und Schwalm verdiene das gleiche, gute Geld wie er.

Von Jürgen Köcher

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