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Das Zittern geht weiter – Für Röhrenfurther Baugebiet fehlen noch immer Interessenten

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Von: Damai Dewert

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Beste Lage: Für die Ausweisung des neuen Baugebiets in Röhrenfurth – im Bild rot markiert – fehlen zwei Käufer. Ob es auch ohne diese eine Zukunft hat, entscheidet das Parlament am 7. Februar.
Beste Lage: Für die Ausweisung des neuen Baugebiets in Röhrenfurth – im Bild rot markiert – fehlen zwei Käufer. Ob es auch ohne diese eine Zukunft hat, entscheidet das Parlament am 7. Februar. © Archivfoto : Ruth Brosche/Repro Damai Dewert

Der Melsunger Stadtteil Röhrenfurth hatte Ende 2021 laut Einwohnerstatistik 1214 Einwohner – und möglichst sollen es mehr werden. Daher kämpft der Ortsbeirat für das neue Baugebiet „In der Hege“.

Röhrenfurth – Die anfängliche Euphorie für die Baugrundstücke ist abgeebbt – allenfalls noch ein laues Lüftchen weht auf der Interessentenliste. Im größten Melsunger Stadtteil gibt es eine eigene Grundschule und einen Kindergarten. Damit beides auch langfristig eine Berechtigung behält, braucht es stabile Einwohnerzahlen. Das hat Ortsvorsteher Michael Wagner, der auch für die SPD in der Stadtverordnetenversammlung sitzt, dort schon häufiger angemerkt.

Vor wenigen Jahren bekundeten noch mehr als 200 Personen Interesse für die Baugrundstücke, aktuell nur noch acht. Die Planung und politische Entscheidung zum Baugebiet stammt aus dem Jahr 2016. Sowohl Zinsen als auch Baukosten bewegten sich damals auf einem niedrigeren Niveau.

Derzeit seien sechs Bauplätze verlost, zwei weitere Bauplätze reserviert, berichtete Bauamtsleiterin Nadine Finn jüngst in einer Sitzung des Ortsbeirats. Auch ernüchternd: Bisher gebe es noch keinen abgeschlossenen Vertrag zwischen einem Käufer und der Stadt Melsungen.

Frist endet in den kommenden Wochen

Angesichts der stark gestiegenen Baupreise agieren Bauwillige verhalten, das belegen rückläufige Zahlen für erteilte Baugenehmigungen in Deutschland. Verschärft wird die Situation durch eine Frist, die es für die Vermarktung der Bauplätze gibt. Diese endet in den kommenden Wochen. Mindestens zehn Bauplätze sollten außerdem bis zur nächsten Sitzung der Stadtverordneten verkauft sein. Die ist am Dienstag, 7. Februar, in der Stadthalle, Beginn um 19 Uhr.

Diese Hürde gibt es, weil das Baugebiet nach dem Schwarzenberger Modell erschlossen werden soll. Dabei wird die Erschließung mit Geld der Käufer finanziert. Dieses Modell stammt noch aus den Jahren, als die Stadt das Risiko einer Vorfinanzierung möglichst vermeiden wollte. Sollten die nötigen Baugrundstücke nicht verkauft sein, helfe nur eine Entscheidung der Politik. Eine Möglichkeit wäre, dass erschlossen wird, obwohl nur acht statt zehn Interessenten vorhanden sind. Auch möglich: Das Parlament entscheidet, für die Erschließung in Vorleistung zu gehen.

Ein Quadratmeter Bauland: 185 Euro

Aktuell ist ein Quadratmeter Bauland in Röhrenfurth für 185 Euro zu haben. Bis auf den Stromanschluss sind in dieser Summe alle notwendigen Erschließungsleistungen enthalten. .  Bauplätze: In Obermelsungen, Adelshausen und Schwarzenberg gibt es keine Bauplätze. In der Kernstadt stehen am Sälzerweg welche zur Verfügung. Weitere Bauplätze in Kehrenbach: drei zu 18 Euro je Quadratmeter; Kirchhof drei zu 26 Euro je Quadratmeter und Günsterode zwei zu 13 Euro je Quadratmeter.

Kontakt für Kaufinteressenten: Agnes Schneider-Richter, E-Mail agnes.schneider-richter@melsungen.de, Tel. 0 56 61/70 81 67

(Damai D. Dewert)

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