Hoher Schaden

Verheerender Brand bei DHL: Polizei mit erstem Verdacht zur Brandursache

Feuerwehrleute löschen Brand bei DHL in Malsfeld
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Brand bei DHL: So sieht der Schaden in der Halle aus.

Es gab einen Brand in einer Halle von DHL. Jetzt steht die Brandursache wohl fest. Der Betrieb bei DHL wurde läuft wieder an.

  • Bei Melsungen kam es zu einem Brand in einer DHL-Umschlagshalle.
  • Die Polizei hat erste Erkenntnisse zur Brandursache veröffentlicht.
  • Der finanzielle Schaden bewegt sich nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich.

Update vom Dienstag, 03.11.2020, 12.05 Uhr: Am Sonntagabend (01.11.2020) hatte ein Brand in der Umschlaghalle der DHL im Gewerbegebiet Ostheim (Schwalm-Eder-Kreis) einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Die Brandursache ist weiterhin nicht vollkommen klar.

DHL-Pressesprecher Thomas Kutsch konnte auch am Dienstag (03.11.2020) keine weiteren Informationen zu einer möglichen Brandursache nennen. Dies wäre zum jetzigen Zeitpunkt reine Spekulation, weswegen man auf eine abschließende Einschätzung der Experten warte, sagte Kutsch. Bisher wurde die Vermutung geäußert, dass es sich um eine Art Selbstentzündung handeln könnte.

Der Betrieb in der DHL-Umschlagshalle bei Melsungen läuft einen Tag nach dem Brand bereits wieder an. Der betroffene Bereich sei nach wie vor gesperrt, auch um die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen, so Kutsch, allerdings könne die Arbeit anderweitig fortgeführt werden. Zudem lobt der DHL-Pressesprecher noch einmal die schnelle Reaktion der Mitarbeiter und betont, dass bei dem Brand niemand zu Schaden kam.

Brand bei Melsungen: Selbstenzündung? Polizei nennt Vermutung zu Brand bei DHL

Update vom Montag, 02.11.2020, 16.25 Uhr: Die Kriminalpolizei in Homberg geht davon aus, dass der Brand bei Melsungen durch eine Selbstentzündung verursacht wurde.

Brand bei DHL: Feuerwehrleute löschen die Flammen in der Halle.

Brand bei Melsungen: DHL-Pressesprecher äußert sich

Update vom Montag, 02.11.2020, 13.10 Uhr: Wie der Pressesprecher des Unternehmens DHL, Thomas Kutsch, gegenüber unserer Zeitung sagte, sind die Arbeiten in der Niederlassung Malsfeld bei Melsungen am Montagmorgen wieder angelaufen. Er und die Geschäftsleitung bedankten sich bei den Feuerwehren für ihre schnelle und professionelle Arbeit.

Durch das umsichtige Handeln der Einsatzkräfte konnte größerer Schaden verhindert werden. Der durch den Brand verursachte Schaden wird von der Polizei auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.  

Melsungen: Verheerender Brand bei DHL - 20 Paletten in Flammen

Erstmeldung vom 02.11.2020: Ostheim - Ein Großaufgebot der Freiwilligen Feuerwehren aus Ostheim, Beiseförth/Malsfeld, Mosheim, Melsungen und Dagobertshausen bekämpfte am Sonntagabend, 01.11.2020, einen Brand in der Umschlagshalle der DHL im Interkommunalen Gewerbegebiet in Ostheim.

Kurz nach 21 Uhr löste die Brandmeldeanlage in der Halle aus. Glücklicherweise waren zu diesem Zeitpunkt, außer dem Wachdienst, keine Mitarbeiter in der Halle. Etwa 20 Paletten, die mit Stückgut, darunter auch Batterien beladen waren, standen in Flammen. Es kam zu einer enormen Rauchentwicklung. Als die ersten Einsatzkräfte das Firmengelände in der Pliwastraße erreichten, stand eine dichte Rauchwolke über dem Dach der Halle.

Brand bei DHL

Brand bei Melsungen: Nachlöscharbeiten bei DHL gestalten sich enorm schwierig

Atemschutzgeräteträger nahmen sofort einen Löschangriff vor. Allerdings hatten sie enorme Probleme bei dem Brand, da die Glutnester im Inneren der dicht bepackten Container nur schwer zu erreichen waren. Eine Wasserversorgung wurde von Unterflurhydranten, die sich an der Grundstücksgrenze des Unternehmens befinden, aufgebaut.

Die Flammen waren nach wenigen Minuten gelöscht, aber Rauch und versteckte Glutnester machten die Nachlöscharbeiten enorm schwierig und zeitaufwändig. Nur mit Atemschutzgeräten ausgerüstet Einsatzkräfte konnten in der Halle arbeiten. Insgesamt wurden fast 40 Atemschutzgeräte in der Halle eingesetzt.  

Um zu prüfen, ob sich Batteriesäure im Löschwasser befand, wurde der Gerätewagen Gefahrgut aus Melsungen nachalarmiert. Auf diesem Fahrzeug sind die entsprechenden Prüf- und Testgeräte vorhanden, um die notwendigen Messungen durchzuführen. Die Messungen brachten glücklicherweise keine gefährliche Konzentration.

Feuer bei DHL: Spezielle Behälter helfen beim Löschen

Die Firmenleitung hatte mittlerweile von einem Privatunternehmen mehrere Behälter angefordert, in die das Brandgut gebracht wurde. Erst als Löschschaum auf die verbrannten Verpackungen und Behälter aufgebracht wurde, gelang es, auch die Glutnester im Inneren der Paletten und Verpackungen abzulöschen.

Um einen freien Zugang zu den großen Toren zu ermöglichen, fuhren Mitarbeiter und externe Dienstleister mit Wiesel Ansetzfahrzeugen die bereitstehenden Trailer und Wechselbrücken auf freie Parkplätze auf dem Firmengelände. 

Brand in Halle von DHL

Melsungen: Ursache von Brand bei DHL ist nun geklärt

Die Brandursache ist nach Angaben der Kriminalpolizei in Homberg wohl eine Selbstentzündung. Der Schaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt. Auch Teile der Elektroinstallation an der Hallendecke wurden durch die enorme Hitze, die bei dem Brand entstand, vernichtet.

Insgesamt waren 45 Einsatzkräfte unter der Leitung von Kreisbrandmeister und Gemeindebrandinspektor Oliver Garde im Einsatz. Auch eine Besatzung eines Streifenwagens der Polizei Melsungen war an der Brandstelle. Garde lobte die gute und schnelle Arbeit der Einsatzkräfte.

Brand bei DHL nahe Melsungen: Übergreifen der Flammen konnte verhindert werden

Dadurch konnte ein Übergreifen der Flammen auf gegenüber des Brandherdes stehende Paletten verhindert werden. Einige wiesen schon starke Schäden durch die Wärmestrahlung auf. Wären sie nur wenige Minuten länger dem Feuer ausgeliefert gewesen, hätten auch sie in Flammen gestanden.

Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis weit nach Mitternacht hin, da die Paletten teilweise verbrannt waren. Alle Verpackungen mussten mit Dunghaken auseinandergezogen werden, damit auch die letzten Glutnester gelöscht werden konnten.

In der Niederlassung Malsfeld, die zur DHL Freight GmbH, gehört sind 130 Mitarbeiter beschäftigt. Die letzten Mitarbeiter hatten am Samstagmorgen, 31.10.2020, das Werksgelände verlassen. Die meisten von ihnen kommen erst am Montagmorgen, 02.11.2020, wieder an ihren Arbeitsplatz. Nur eine kleine Anzahl kam schon am Sonntagabend zur Nachtschicht. (Helmut Wenderoth)

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