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Polizeibeamte aus dem Schwalm-Eder-Kreis bei Kontrollaktion in Remsfeld und Bad Zwesten im Einsatz

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Von: Stefanie Lipfert, Kerim Eskalen

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Große Verkehrskontrolle in Homberg: Ein Sprinterfahrer wurde aus dem Verkehr gezogen. Im Bild sind Polizist René Burau (links) von der Polizeistation Melsungen und Krüger Hartmuth (rechts) vom Zollamt Kassel.
Große Verkehrskontrolle in Homberg: Ein Sprinterfahrer wurde aus dem Verkehr gezogen. Im Bild sind Polizist René Burau (links) von der Polizeistation Melsungen und Krüger Hartmuth (rechts) vom Zollamt Kassel. © Stefanie Lipfert

Bei der groß angelegten Verkehrskontrolle im Schwalm-Eder-Kreis am Dienstag waren rund 130 Polizeikräfte im Einsatz. An zwei Standorten wurden Lkw und Sprinter auf Mängel überprüft.

Schwalm-Eder – Die Polizei hat am Dienstag an mehreren Orten im Schwalm-Eder-Kreis intensive Verkehrskontrollen vorgenommen. Außerdem überprüften Beamte bei unangemeldeten Besuchen von Gaststätten wie Shisha-Bars und Spielotheken, ob dort das Jugendschutzgesetz und die Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden. Aber auch zahlreiche Schulen im Landkreis und deren Umfeld standen im Zentrum des groß angelegten Aktionstages.

Rund 130 Beamte der Polizeidirektion Schwalm-Eder waren den ganzen Tag über im Einsatz, unter anderem auch an der B 3 bei Bad Zwesten und an der Autobahnausfahrt der A 7 bei Remsfeld. Von 8 bis 20 Uhr überprüften die Polizisten dort Fahrzeuge auf eventuelle Mängel und die Fahrer auf deren Fahrtüchtigkeit. Während in Remsfeld die Lastwagenfahrer und Kleintransporter im Fokus standen, legten die Beamten auf dem Parkplatz an der B 3 das Augenmerk auf Auto- und Sprinterfahrer.

„Die Planung für die Großkontrolle begann schon Ende des Sommers“, sagt Markus Brettschneider, Pressesprecher der Polizeidirektion Schalm-Eder. „Hier in Remsfeld achten wir besonders auf die Sozialvorschriften für die Fahrer.“ Viele der kontrollierten Fahrer reagierten mit Verständnis, die meisten zeigten den Polizisten bereitwillig Führerschein und Fahrzeugpapiere. Nicht alle Fahrer aber waren verkehrstüchtig, die Polizei stellte auch Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest.

Ziel der Kontrollen war die Sensibilisierung für die verschiedenen Themenbereiche

Die Polizei im Schwalm-Eder Kreis wurde unterstützt von weiteren Spezialisten des Polizeipräsidiums Nordhessen, der Bereitschaftspolizei, des Zolls, des Bundesamts für Güterverkehr und des Amts für Arbeitsschutz. Bei den Kontrollen lag besonderes Augenmerk auf getunte Fahrzeuge, Sprinter, den Schwerlastverkehr und Alkohol und Drogen im Straßenverkehr. Es wurde auch gezielt nach Verdächtigen für Wohnungseinbrüche gesucht.

Insgesamt wurden 155 Fahrzeuge und 204 Personen kontrolliert. „Die durchgeführten Kontrollen galten nicht nur der Ahndung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten, sondern verfolgten insbesondere auch das Ziel der Vorbeugung und Sensibilisierung für die verschiedenen Themenbereiche“, sagt Kriminaldirektor Hartmut Konze, Leiter der Polizeidirektion Schwalm-Eder. Von Kerim Eskalen und Stefanie Lipfert

Rund 130 Polizisten achten auf Verstöße gegen Sozialvorschriften und Ladungssicherungen

Trotz der zahlreichen Kontrollen an dem Autohof nahe der A 7 in Remsfeld bleiben die Polizisten gelassen: Um die 130 Beamten sind von einem Fahrzeug zum nächsten unterwegs, immer im Dialog mit dem Zollamt. Unterstützt wurden sie von lokalen Ordnungsbehörden, dem Bundesamt für Güterverkehr und dem Amt für Arbeitsschutz.

Seit 6.30 Uhr stehen die Polizisten aus dem Landkreis Schwalm-Eder in den Startlöchern. Seit 8 Uhr läuft die allgemeine Verkehrskontrolle. „Die Kontrolle wurde über einen längeren Zeitraum geplant und findet an zwei Standorten statt“, sagt Polizeisprecher Markus Brettschneider. „In Remsfeld setzen wir bei der Kontrolle den Schwerpunkt auf den Schwerlastverkehr.

Wir überprüfen die Fahrer auf die Einhaltung der sozialen Vorschriften der Berufskraftfahrer sowie die vorschriftsmäßige Sicherung der Transportgüter.“ Nicht nur die Einhaltung der Pausenzeiten der Fahrer seien ein Problem, sondern auch Verstöße gegen die Ladungssicherung, Urkundenfälschung und bestimmte Mängel an Fahrzeugen.

Eine Überprüfung kann auch Stunden dauern

So laufen die Kontrollen ab: Verdächtige Fahrzeuge werden auf der Autobahn und der Landstraße aus dem Verkehr gezogen und auf dem Parkplatz überprüft. In Gruppen von zwei bis drei Polizisten steuern die Beamten auf die Fahrerkabinen zu und verschaffen sich einen Überblick. Routinemäßig werden die Papiere in den Polizeiwagen überprüft. Dabei sind sie mit Messgeräten ausgestattet.

Bei dem langen Kontrolltag brauchen Polizisten nicht nur dicke Kleidung und Handschuhe, sondern auch Kaffee und Tee zum Aufwärmen. „Wenn es gut läuft, brauchen wir eine halbe Stunde, bis wir mit der Kontrolle eines Fahrzeuges durch sind“, sagt Dirk Daniel, Leiter des regionalen Verkehrsdienstes der Polizeidirektion Schwalm-Eder. „Je nachdem, welche Verstöße vorliegen, kann die Kontrolle auch Stunden dauern.“

Wie zur Bestätigung steht seit einer Stunde ein Holztransporter auf dem Parkplatz. Der Fahrer muss bei Minusgraden auf Anweisungen der Polizei warten. Bei den Temperaturen fühlen sich zehn Minuten an wie eine Ewigkeit. „Der Fahrer hat seine Transportgüter nicht vorschriftsgemäß gesichert. Er muss die Ware korrekt sichern, ehe er weiterfahren darf“, sagt Daniel.

Für die Polizei heißt es der Kälte trotzen und Verkehrswidrigkeiten aufdecken

Während die Polizisten auf die nächsten Kontrollen warten, wärmen sie sich mit Kaffee und Tee auf. Für die wartenden Fahrer heißt es frieren und telefonieren. Ein Sprinter-Fahrer aus Georgien steht neben seinem weißen Sprinter und wartet darauf, dass die Polizisten ihm grünes Licht geben. Sie kontrollieren gerade seine Fahrzeugpapiere.

Mit den Händen in den Taschen und der Kapuze im Gesicht dreht er ein paar Runden. Er sei viel in Deutschland unterwegs und kenne die Abläufe der Kontrollen. Vorigen Monat sei er auch schon kontrolliert worden, doch besonders bei solchen Wetterbedingungen sei es anstrengend. Bis zum Einbruch der Dunkelheit laufen die Kontrollen. Für die Polizisten heißt es der Kälte trotzen und Verkehrswidrigkeiten aufdecken. Von den niedrigen Temperaturen lassen sie sich nicht beirren. Von Stefanie Lipfert

Gut auf die Verkehrskontrolle vorbereitet: Polizist Holger Buchenau und Arne Schmidt aus Eschwege vom Verkehrssicherheitsdienst überprüfen Lkw- und Sprinterfahrer.
Gut auf die Verkehrskontrolle vorbereitet: Polizist Holger Buchenau und Arne Schmidt aus Eschwege vom Verkehrssicherheitsdienst überprüfen Lkw- und Sprinterfahrer. © Stefanie Lipfert

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