Coronavirus

Enttäuschung für Besucher: Kleine Museen im Altkreis Melsungen bleiben geschlossen

Öffnet am kommenden Montag wieder: Die Gedenkstätte Breitenau i n Guxhagen. Foto: Lorenz Grugel

Museen und Gedenkstätten dürfen für Besucher öffnen. Doch im Kreisteil Melsungen werden viele Museen noch geschlossen bleiben – weil die geforderten Hygienevorschriften nicht eingehalten werden können.

„Wir würden wirklich gerne wieder öffnen“, sagt Jörg H. Rode vom Museum Gensungen. „Aber wir können die Auflagen in unseren Räumen nicht erfüllen.“ Die Räume seien zu klein, die Gänge zwischen den Vitrinen zu eng, um die geforderten Abstände zwischen den Besuchern einhalten zu können. „Natürlich könnten wir immer nur eine oder zwei Personen ins Museum lassen“, aber der Aufwand müsse auch im richtigen Verhältnis stehen. Die Mitarbeiter nutzen die Zeit im Moment dafür, das Museum auch online angemessen zu präsentieren. So gibt es beispielsweise seit Ende März eine Facebook-Seite.

Auch das Heimatmuseum Spangenberg wird vorerst noch geschlossen bleiben, sagt der erste Vorsitzende Reiner Ploß. „Es ist von den Räumen her einfach zu beengt. Wir könnten die Abstände nicht einhalten.“ Erschwerend hinzu käme, dass die Mitarbeiter des Museums alle über 65 Jahre alt seien. „Wir gehören also alle zur Risikogruppe“, sagt Ploß. Er wolle lieber auf Nummer sicher gehen und auch noch den Juni abwarten. „Vielleicht ist es ja dann möglich im Juli zu öffnen. Aber ich möchte einfach kein Risiko eingehen.“ Möglich seien allerdings nach Anmeldung Besuche von Einzelpersonen (Tel. 05663 454 / 0177 5258513).

Zwar nicht sofort, aber ab nächster Woche Montag wird dieGedenkstätte Breitenauin Guxhagen wieder zu den regulären Öffnungszeiten (9 bis 16 Uhr) für Besucher geöffnet sein. Das bestätigt die Gedenkstätten-Leiterin Ann Katrin Düben. Sofort  zu öffnen sei etwas zu kurzfristig. „Denn wir brauchen etwas Vorlauf.“ So müssen beispielsweise Abstandsmarkierungen angebracht werden. „In einen Ausstellungsraum dürfen außerdem nicht mehr als zwei Personen“, sagt Düben. Sie sei sich noch nicht sicher, ob wirklich Besucher kommen werden. „Vielleicht ist es auch erst einmal eher eine symbolische Öffnung.“ Sie rechnet allerdings damit, dass im Sommer viele Radfahrtouristen einen Abstecher in die Gedenkstätte machen werden. Denn durch die Pandemie seien im Sommer sicherlich viele in der Heimat unterwegs. Auch Führungen über das Außengelände des Klosters sollen wieder angeboten werden. Ab wann dies möglich ist, steht noch nicht genau fest. Besuche in der Gedenkstätte nur nach Anmeldung unter Tel. 05665/3533.

Führungen durchs Kloster Haydau könnten zwar individuell angefragt werden, sagt Hotel-Direktor Alexander Hess. Aber ob, und in welchem Umfang eine Führung dann möglich sei, müsse anschließend rechtlich geprüft werden.

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