Spangenberg

Bürgermeisterwahl: Peter Scheben (CDU) will Ideengeber sein

Viele Jahre politisch aktiv: Peter Scheben möchte ins Spangenberger Rathaus. Der 59-Jährige sieht sich als Moderator und Ideengeber.
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Viele Jahre politisch aktiv: Peter Scheben möchte ins Spangenberger Rathaus. Der 59-Jährige sieht sich als Moderator und Ideengeber.

Am 26. September wählen die Spangenberger einen neuen Bürgermeister. Wir stellen die vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor. Der Letzte in der Reihe ist Peter Scheben, der für die CDU antritt.

Spangenberg – Peter Scheben ist seit Langem politisch aktiv – aber bislang war der Bürgermeisterposten in Spangenberg für ihn nicht attraktiv. „Peter Tigges hat das sehr gut gemacht, da hat sich mir die Frage bisher nicht gestellt“, sagt Scheben. Aber jetzt, da Peter Tigges (CDU) nicht mehr kandiere, sei es für ihn als politischer und heimatverbundener Mensch eine Option gewesen, seinen Hut in den Ring zu werfen.

Für das Amt würde Scheben, der seit vielen Jahre in Berlin lebt und arbeitet, gerne auch wieder vollständig nach Spangenberg ziehen.

Sein Ansatz sei, dass man sehr viel mehr miteinander reden – und auch das ehrenamtliche Engagement fördern müsse. Denn ohne die Vereine und die Feuerwehr funktioniere nichts in Spangenberg – oder auch anderen Städten und Gemeinden.

Als Bürgermeister würde er sich als Ideengeber und Moderator zwischen den verschiedenen Parteien und Interessen verstehen. Immerhin 20 Jahre saß er selbst in der Spangenberger Stadtverordnetenversammlung.

Peter Scheben sagt: „Wir müssen Spangenberg besser vermarkten. Das ist das A und O, wenn wir Menschen für unsere Stadt gewinnen wollen.“ In dieser vermittelnden Rolle sehe er den Bürgermeister – gegebenenfalls müsse man sich auch mal Sachverstand einholen.

Ideen hat er für die Innenstadt. Scheben stellt sich beispielsweise ein Immobilienportal für die Stadt vor. Ebenso wäre für den 59-Jährigen denkbar, junge Familien beim Kauf alter Häuser zu unterstützen. Das Programm „Jung kauft Alt“, das es in einigen Kommunen gibt, könne er sich auch für Spangenberg vorstellen.

Die Feuerwehr ist auch ein Punkt auf Schebens Agenda. „Da müssen wir den Nachwuchs fördern“, sagt er. Denn nur so könne die Versorgung erhaltenen bleiben. Eine Zusammenlegung der Feuerwehren sei für ihn kein Thema.

Wie wichtig die Digitalisierung sei, habe man aktuell erlebt: Mobilfunk und Internet müssten so ausgebaut werden, dass Familien auch in Zeiten wie diesen von Spangenberg aus gut arbeiten und Kinder digitale Angebote wahrnehmen könnten.

In Sachen Finanzen sagt Scheben mit Blick auf den Spangenberger Haushalt, dass Entscheidungen mit Bedacht getroffen werden müssten. Es sei klar, dass das Geld fehle. „Große Versprechungen sind nicht möglich“, sagt Scheben. So ehrlich müsse man sein.

Bei der medizinischen Versorgung setzt Scheben nicht nur auf die Versorgung vor Ort, sondern will sich auch dafür einsetzen, dass der Krankenhausstandort in Melsungen erhalten bleibt.

Grundsätzlich ist es Scheben wichtig, die Spangenberger in politische Entscheidungen einzubeziehen.

„Ohne die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, können wir nichts erreichen in der Stadt“, sagt Scheben. Sein politisches Engagement liegt dem 59-Jährigen im Blut – schon seine Mutter war Mitglied in der Spangenberger Stadtverordnetenversammlung.

Wenn er nicht gerade politisch unterwegs ist, kümmert er sich um sein Fachwerkhaus in Spangenberg und genießt Zeit mit Freunden.

Während der Pandemie habe er außerdem das Kochen für sich entdeckt. (Barbara Kamisli)

Zur Person

Peter Scheben (59) wurde in Rotenburg geboren. Er besuchte bis zur 10. Klasse die Burgsitzschule in Spangenberg und anschließend das Gymnasium in Melsungen. Der Diplom-Agrar-Ingenieuer war viele Jahre CDU-Kreisgeschäftsführer im Schwalm-Eder-Kreis. Ab 1992 war er Büroleiter von Bernd Siebert (CDU) in Berlin. Seit 2009 ist er beim Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie Abteilungsleiter für Politik- und Kommunikation. Peter Scheben, dessen Mutter auch schon Stadtverordnete in Spangenberg war, war über 20 Jahre im Stadtparlament von Spangenberg aktiv.

Nach 20 Jahren in der Großstadt Berlin kann er sich jetzt vorstellen, wieder ganz nach Spangenberg zurückzukehren. In der Coronazeit hat er das Kochen für sich entdeckt. Er trifft sich gern mit Freunden und kümmert sich um sein Haus in der Spangenberger Altstadt. Scheben ist ledig.

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