10.000 Flaschen Wein werden erwartet

Rekordernte am Böddiger Berg: Qualität ist so gut wie noch nie 

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2019 kann man ihn wieder überall kaufen: Der Wein vom Böddiger Berg wird dank der Rekordernte etwa 10.000 Flaschen füllen. Vom Jahrgang 2017 gab es gerade mal 1850 Flaschen, eine davon hält Weinkönigin Karina Hilgenberg in der Hand. 

Felsberg. So viele Trauben wie in diesem Jahr wurden am Böddiger Berg noch nie geerntet: 11 Tonnen haben die Helfer gesammelt.

„Das sind die höchsten Zahlen, die wir bislang erzielt haben“, sagt Klaus Stiegel, Vorsitzender des Fördervereins Böddiger Berg. Zu verdanken ist die Rekordernte den vielen Sonnenstunden in diesem Sommer.

Auf dem Staatsweingut Kloster Eberbach in Eltville wurden aus den Trauben 7900 Liter Most gepresst, berichtet Stiegel. Er schätzt, dass daraus bis zu 10.000 Flaschen Wein werden können. Zum Vergleich: In sehr guten Jahren gab es bisher um die 8000 Flaschen Wein vom Böddiger Berg. Im vergangenen Jahr fiel die Ernte hingegen extrem mager aus, nur 1850 Flaschen Wein wurden abgefüllt. Der Jahrgang 2017 war deshalb gar nicht im freien Verkauf verfügbar – die Menge reichte gerade so aus, um den Bedarf der Mitglieder, Wiederverkäufer, Hotels und Restaurants, Helfer bei der nächsten Weinlese und der Weinfeste in Felsberg und Melsungen abzudecken.

Der Jahrgang 2018 hingegen wird nächstes Jahr wieder wie gewohnt verkauft, kündigt Stiegel an. „Es ist in jeder Hinsicht ein außergewöhnliches Weinjahr“, sagt er.

Denn nicht nur die Erntemenge, auch die Qualität ist so gut wie nie zuvor. Das Mostgewicht des Traubensafts liege im Schnitt bei 92 Grad Oechsle, sagt Stiegel. „Diese Qualität hätten wir am Böddiger Berg nicht für möglich gehalten“, sagt Stiegel. Der bisherige Rekord-Wert lag bei etwa 80 Grad Oechsle.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings auch: Die Erntemenge hätte normalerweise gereicht, um auch Sekt herzustellen. „Das ist wegen des hohen Oechsle-Grads aber nicht möglich“, erklärt der Fördervereins-Vorsitzende. Denn durch die zweite Gärung bei der Sektherstellung würde der Alkoholgehalt des Sektes viel zu hoch ausfallen – und ließe sich damit kaum verkaufen.

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