Beschwerde wegen spätem Handeln der Stadtverwaltung

Ärger über illegal entsorgten Müll in Gensungen

Sorgte für Ärger: Illegal entsorgter Müll, der wochenlang in Gensungen herumlag.
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Sorgte für Ärger: Illegal entsorgter Müll, der wochenlang in Gensungen herumlag.

Illegal entsorgter Müll, der in Gensungen wochenlang an der Straße Im Boden herumlag, hat für Ärger gesorgt.

Gensungen – Der Kaufunger Siegfried Ritter konnte es nicht fassen, als er am 1. Januar beobachtete, wie Anwohner an der Straße Im Boden in Gensungen Müll auf dem Gehweg abluden und dann davon fuhren. Ritters Schwiegereltern hatten in einem Haus an der betroffenen Straße gewohnt. Nach ihrem Tod war Ritter vor Ort, weil das Haus verkauft werden sollte. Bei dieser Gelegenheit wurde er Zeuge des Vorfalls.

Es stellte sich heraus, dass die Leute, die den Müll entsorgt hatten, bislang ebenfalls an der Straße Im Boden gewohnt hatten. Inzwischen sind sie nach Fritzlar umgezogen.

Ritter meldete den Vorfall am 1. Februar dem Felsberger Ordnungsamt. Die Frau, mit der er am Telefon sprach, habe ihm gesagt, sie habe am Vortag gesehen, „dass dort ein Müllberg mitten auf der Straße lag“. Doch dann passierte erst einmal lange nichts. Mitte März, also anderthalb Monate später, meldete sich Ritters Frau erneut beim Felsberger Ordnungsamt und teilte mit, dass der Müll noch immer dort liege. Zur Antwort habe sie erhalten, man werde sich darum kümmern. Da weiterhin nichts geschah, wandte sich Siegfried Ritter am 7. April erneut ans Ordnungsamt. Einen Tag später räumte dann der Felsberger Bauhof den Müll weg – nach mehr als zwei Monaten.

Siegfried Ritter hofft, dass die ehemaligen Anwohner, die damals den Abfall entsorgt hatten, noch zur Rechenschaft gezogen werden.

„Was die Leute sich da geleistet haben, war dreist“, findet auch der Erste Stadtrat Jürgen Rath. Er gab stellvertretend für Bürgermeister Volker Steinmetz Auskunft, der derzeit Urlaub hat. Man werde die Verursacher des Mülls sicherlich noch zur Rede stellen, so Rath.

Man habe den Abfall bereits im Februar, kurz nach dem Anruf von Siegfried Ritter, entfernen wollen, berichtet der Stadtrat. Doch damals sei der Müll unter der dicken Schneedecke verschwunden gewesen. Danach sei die Sache, auch aufgrund des hohen Arbeitsaufwandes wegen der Kommunalwahlen, in Vergessenheit geraten, räumt Rath ein. „So was passiert.“ (Judith Féaux de Lacroix)

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