Felsberg

Auch hier droht Hochwasser: Für zugewachsenen Rhünda-Bach wird Konzept erarbeitet

Man sieht den Bach vor lauter Bäumen nicht. Anwohner kritisieren, dass der Wildwuchs den Wasserabfluss behindert.
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Man sieht den Bach vor lauter Bäumen nicht. Anwohner kritisieren, dass der Wildwuchs den Wasserabfluss behindert.

Für den Hochwasserschutz am Rhünda-Bach wird die Stadt Felsberg in Abstimmung mit den Fachbehörden ein Gesamtkonzept erarbeiten.

Rhünda - Im städtischen Haushalt 2022 soll eine erste Rate für den Hochwasserschutz der Rhünda bereitgestellt werden. Das erklärt Bürgermeister Volker Steinmetz auf HNA-Anfrage. 

Bei Starkregen müssten die Folgen so gering wie möglich sein, fasst Steinmetz zusammen. Die Lösung könne man aber nicht nur im Ort selbst finden.

Man werde deshalb die Wasserführung des gesamten Einzugsgebietes der Rhünda einbeziehen und sei mit einem Fachbüro im Gespräch. Untersucht werden sollen alle bei Starkregen gefährdeten Bereiche an der Rhünda.

„Nur zum Teil gibt es bauliche Lösungen“, sagt Steinmetz. In das Gesamtkonzept einbezogen werden sollen laut dem Bürgermeister auch die Überführungen und Brücken.

Herausgebrochene Steine: An vielen Stellen des Rhündabaches sind die Mauern und das Bachbett beschädigt.

Nach den Bürgerbeschwerden über den Zustand des Rhündabaches hatte die SPD-Stadtverordnetenfraktion erklärt, schon seit Jahren stehe Geld im Haushalt für die Ausbesserung der Brücke am Hof Rößler.

Hier hätten – so Fraktionsvorsitzender Dirk Becker – „die Gefahrenquellen längst beseitigt sein können“. Die SPD hat den Magistrat aufgefordert, „umgehend alle notwendigen Schritte zur Gefahrenabwehr in die Wege zu leiten“.

Zur Forderung der Bürger nach Beseitigen des Wildwuchses sagt Steinmetz, dass im Winter die Arbeiten dazu planmäßig ausgeführt werden sollen, um den Wasserdurchfluss zu verbessern.

Da die Rhünda unter Naturschutz stehe, könne man aber nicht alle Büsche und Bäume einfach so beseitigen. Erlen und Weiden seien standortgerechte Bäume. Allerdings müsse störender Bewuchs raus.

Die Löcher im Bachbett und den Mauern würden „im Rahmen der Möglichkeiten“ geschlossen, formuliert Steinmetz.

Über die Höhe des Hochwasserschutz-Betrags im Haushalt 2022 äußert sich Steinmetz noch nicht. „Eine fünfstellige Summe“, sagte er auf Nachfrage. (Manfred Schaake)

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