Zeitung ist ein Stück Lebensqualität

Leser seit 70 Jahren: Karl Priester schätzt die HNA

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Eifrige Zeitungsleser: Karl Priester mit seiner Frau Irmgard bei der Lektüre – sie liest die Ausgabe von vorn, er von hinten. Foto: Schaake

Felsberg. „Ohne HNA wäre der Tag, zumindest der Vormittag, langweilig." Karl Priester aus Felsberg weiß, was er an der HNA hat. Seit nunmehr 70 Jahren begleitet ihn die Zeitung durchs Leben.

„Sie ist für mich ein wichtiges Stück Lebensqualität“, sagt Priester, der in Kürze 75 Jahre alt wird.

Angefangen hat alles mit seiner Schwester Lieselotte. Die kam im Kriegsjahr 1943 in die Schule. Schon im dritten Schuljahr mussten die Kinder damals Zeitung lesen, erzählt Priester. Im Elternhaus wurde schon vor dem letzten Weltkrieg die Vorgänger-Zeitung der HNA gelesen. Priester: „Meine Eltern lasen mit meiner Schwester, haben sehr viel geübt. Ich saß immer mit dabei und habe mich reingekniet - es hat mich interessiert.“

Lesen lernen mit der Zeitung 

1947 kam Karl Priester dann selbst in die Schule. Im ersten Zeugnis, erinnert er sich, stand: „Karls Leistungen sind gut. Das Lesen muss er noch fleißiger üben.“ Darüber sei er entsetzt gewesen, sagt Priester heute, „weil ich der Meinung war, ich könnte schon gut lesen.“ Die Notiz im Zeugnis hat ihn angespornt: „Ich habe geübt, geübt und geübt.“ Später war er stolz: „Ich war gut in Deutsch.“

Felsbergs Entwicklung nach dem Krieg mit dem Bau der Sportplätze, Turnhallen, Schulen und des Schwimmbades, die Neubaugebiete und die Gebietsreform waren für die HNA, deren Melsunger Lokalteil früher Heimat-Echo hieß, Dauerthemen. Alles, was über Felsberg berichtet wurde, hat Karl Priester in seiner Heimatzeitung gelesen.

Als sein Vater 1968 starb, übernahm Karl Priester das Zeitungs-Abonnement - und liest bis heute täglich HNA. Wenn morgens gegen sechs Uhr der Zusteller die Zeitung in den Kasten steckt, hört es Karl Priester im Bett: „Dann drehe ich mich nochmal rum. Nach dem Aufstehen hole ich als Erstes die Zeitung.“

Für ihn und seine Frau Irmgard gehört die HNA zum täglichen Frühstück. Er liest von hinten, sie von vorn, „und dann treffen wir uns in der Mitte.“ Früher las Priester gern Rip Korby und den Tankwart, heute geht bei ihm - wie er betont - nichts ohne Hägar den Schrecklichen. Die Comics sind das Erste, was er liest. Von hinten eben. Zusammen mit dem Wetter und dem 100-jährigen Kalender. Darüber hinaus interessiert er sich vor allem für den Sport und die Kommunalpolitik. Etwa eineinhalb Stunden lang dauert nach den Worten Priesters die Zeitungslektüre. Manchmal auch länger. Das sei für ihn ein Ritual. Die HNA sei informativ, biete interessanten Lesestoff und Unterhaltung. Und guten Service. So sei er kürzlich dank HNA im Circus Flic Flac in Kassel gewesen.

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