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Beschluss vom Felsberger Magistrat: Auf den Burgen bleibt das Licht aus

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Von: Manfred Schaake, William-Samir Abu El-Qumssan

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Das ist dieses Jahr nur noch selten zu sehen: Die Felsberger Felsburg wird nicht mehr beleuchtet, um Energie einzusparen. Archi
Das ist dieses Jahr nur noch selten zu sehen: Die Felsberger Felsburg wird nicht mehr beleuchtet, um Energie einzusparen. Archi © Manfred Delpho

Die explodierenden Energiepreise haben Auswirkungen auf die Beleuchtung der Felsburg und der Burg Heiligenberg: Die Touristenattraktionen bleiben dunkel.

Felsberg/Gensungen – Der Magistrat der Stadt Felsberg hat zur weiteren Energieeinsparung beschlossen, die Beleuchtung der Felsburg und der Burg Heiligenberg bis auf Weiteres auszusetzen. Das teilte Bürgermeister Volker Steinmetz auf Anfrage mit.

Diese Entscheidung sei in Abstimmung mit dem Burgverein Felsberg und dem Heiligenbergverein Gensungen getroffen worden. Die Felsburg gehört dem Land Hessen, der Heiligenberg dem Schwalm-Eder-Kreis. Die Stromkosten für die Beleuchtung trägt die Stadt Felsberg.

Auch die Obernburg-Beleuchtung in der Nachbarstadt Gudensberg ist angesichts der aktuellen Lage auf dem Energiemarkt bereits abgeschaltet.

Felsberger Burgen: Ausnahme an Weihnachten

Auch zur Weihnachtszeit soll zur Energieeinsparung die Burgenbeleuchtung aus bleiben, so Steinmetz weiter. Ausnahmen bilden die Abende der vier Adventssonntage, Heiligabend, die zwei Weihnachtsfeiertage und Silvester. Dort sollen laut Steinmetz die neuen Weihnachtsbaum- und Weihnachtskranzkonstruktionen aus Metall beleuchtet sein.

Doch die Stadt Felsberg geht noch weiter mit den Einsparungen: Zur Adventszeit wird keine Weihnachtsbeleuchtung entlang einzelner Straßen aufgehangen und beleuchtet. Generell wird laut Steinmetz die Dauer Straßenbeleuchtung in Felsberg reduziert. Nach technischer Abstimmung mit dem Energieversorger EAM werde die Straßenbeleuchtung von 0.30 Uhr bis 4.30 Uhr abgeschaltet. Auch die Reduzierung der Lichtverschmutzung habe bei der Entscheidung eine Rolle gespielt.

Jedoch solle hierüber auch die Stadtverordnetenversammlung in ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag, 22. September beraten, teilte der Bürgermeister weiter mit. Dort könne dann nochmal ein neuer Beschluss gefasst werden.

Burgen in Felsberg: Vereine ziehen mit

Der Vorstand des Heiligenbergvereins hatte bereits vorige Woche entschieden, dass die Turmbeleuchtung nur noch freitags, samstags und sonntags eingeschaltet ist – wie die der Felsburg. Sie sei aus der Bevölkerung zum Thema Burgbeleuchtung angesprochen worden, sagte die Vorsitzende des Heiligenbergvereins, Hannelore Mark. „Wir wollen uns solidarisch zeigen und Strom sparen“, sagte sie zur Entscheidung, auf drei Tage zu reduzieren und sich Felsberg anzuschließen.

„Die Burgen leuchten in die Herzen der Menschen“, hatte Steinmetz vor Mitgliedern des Burgvereins bei deren Sitzung gesagt. Man müsse aber Energie sparen. Dort kündigte sich der nun getroffene Beschluss bereits an.

Wie Burgvereinsvorsitzender Horst Fenge erklärte, wurde die Beleuchtung bisher – wie auch auf dem Heiligenberg – immer am ersten Advent eingeschaltet und erfreute die Menschen bis zum Heiligen Dreikönigstag. Diesen Anblick wird es dieses Jahr wohl nicht geben. (William Abu El-Qumssan/Manfred Schaake)

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