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Leiterin von Tierheim Beuern gibt Tipps für den Umgang mit Haustieren an Silvester

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Von: Stefanie Lipfert

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Silvester macht Tieren zu schaffen: Katzen verstecken sich, wenn sie Angst haben, zum Beispiel in offenen Koffern.
Silvester macht Tieren zu schaffen: Katzen verstecken sich, wenn sie Angst haben, zum Beispiel in offenen Koffern. © Fabian Becker

Dieses Silvester wird für Haustiere wohl stressiger als in den vergangenen Jahren. 2020 und 2021 gab es wegen der Pandemie weitreichende Böllerverbote; 2022 ist das Feuerwerk an Silvester wieder erlaubt.

Felsberg – „Das viele laute Knallen und das helle Blitzen des Feuerwerks setzt Tiere unter enormen Stress“, sagt Isabelle Glüse, Leiterin des Tierheims Beuern. Die Knallerei beginne mittlerweile schon Tage vor der Silvesternacht. „Es gibt kein Patentrezept, aber wenn Haustierhalter ein paar Tricks und Verhaltensregeln beachten, können ihre Tiere Silvester stressfreier überstehen.“

Hunde

„Die Tage vor und nach Silvester sollten Hundehalter ihre Tiere beim Spaziergang an der Leine halten, am besten doppelt gesichert mit Geschirr“, sagt Glüse. Der Grund: Einige Kinder und Jugendliche feuerten Böller ein paar Tage vor und nach Neujahr.

„Am besten sollten Hundehalter Spaziergänge durch Innenstädte und Wohngebiete am Silvestertag vermeiden und auf die Natur ausweichen. „Falls sich sehr ängstliche Hunde von der Leine loseisen könnten, ist es wichtig, sie mit einem GPS-Tracker oder einem Adressanhänger auszustatten.“

So sei es leichter, entlaufende Hunde ihrem Besitzer wiederzubringen. „Fenster abdunkeln, einen Rückzugsort wie eine Hundebox schaffen und eine ruhige entspannte Atmosphäre hilft Hunden, Angst und Stress abzubauen“, erklärt Glüse. „Falls der Hund sehr panisch ist, helfen auch Beruhigungsmittel auf pflanzlicher Basis“, sagt die Tierheimleiterin. „Die Einnahme sollte jedoch mit dem Tierarzt abgesprochen werden.“

Katzen

Wenn es draußen laut ist, reiche manchmal schon eine kleine Höhle. „Auch für Katzen ist es ratsam, Fenster abzudunkeln und sie vor dem blitzenden Licht zu schützen“, sagt die Tierheimleiterin.

Außerdem sollten Freigänger-Katzen an Silvester nicht rausgelassen werden. „Sie sollten stattdessen Zuhause beschäftigt werden.“ Katzen solle außerdem ein sicherer Rückzugsort geboten werden. „Da sind kleine Höhlen oft ideal.“

Nagetiere und Vögel

„Wenn Nagetiere oder Vögel in einem Käfig gehalten werden, ist es ratsam, den Käfig mit Tüchern abzudecken und ihn in einen lärmgeschützten Raum zu stellen“, sagt Glüse. Vor allem Haustiere, die in der Pandemie angeschafft wurden, seien mit lauten Knallen und hellen Blitzen nicht vertraut. Daher sei Silvester besonders stressig für die Tiere.

„Für die Besitzer heißt es, Ruhe bewahren, denn die Tiere orientieren sich an ihren Besitzern“, erklärt die Tierheimleiterin. „Ist der Besitzer angespannt, überträgt sich das auf das Stressempfinden des Tieres.“ Und noch ein Tipp: „Das Haustier weiß am besten, was es in der Stresssituation braucht.“ Entweder suche es die Nähe des Menschen oder es will sich alleine verkriechen. (Stefanie Lipfert)

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